Das Magazin "Gesundheit" (12/2012)

Aus dem Editorial
In Deutschland kümmern sich rund 500.000 Ärzte um unser Wohl, unterstützt von gut vier Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. Für schwere Fälle stehen etwa eine halbe Million Krankenhausbetten bereit. Und die Pharmaindustrie verkauft hierzulande jährlich Medikamente im Wert von rund 40 Milliarden Euro. Alles für unsere Gesundheit. So gut versorgt sind wenige Menschen auf der Welt. Warum also muss sich eine Stiftung für Gesundheit engagieren?

Ein Grund ist sicherlich unsere Tradition. Robert Bosch wollte die Not der Menschen lindern. Deshalb machte er sich für eine gute Gesundheitsversorgung stark. Unter anderem finanzierte er 1940 das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Heute stehen dieses Krankenhaus und die angegliederten Institute für Hightech-Medizin, für moderne Pflegekonzepte und Spitzenforschung.

Gute Gesundheitsversorgung ist für uns aber viel mehr. Zum Beispiel eine Strukturfrage. Wenn immer mehr Menschen an chronischen Krankheiten oder Demenz leiden, brauchen sie und ihre Familien flexible und zuverlässige Unterstützung. Dafür ist unser Gesundheitssystem nicht ausgelegt. Es fehlen Netzwerke aus professionellen Kräften und Freiwilligen. Das gilt besonders in ländlichen Regionen, in denen die Abwanderung der Jungen den demographischen Wandel schon heute vorwegnimmt.

Wie muss sich das Gesundheitssystem ändern, wenn die Bevölkerung älter wird? Was heißt das für die Aus- und Fortbildung? Welche Vorsorge ist sinnvoll? Abstrakte Fragen, auf die es nur konkrete Antworten gibt. In diesem Heft lernen Sie deshalb einige Menschen kennen: eine junge Frau mit Diabetes, einen Landrat, den Ärztlichen Direktor des Robert-Bosch-Krankenhauses oder eine Frau, die ihre Mutter pflegt. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: an verschiedenen Stellen des Gesundheitssystems probieren sie neue Wege aus.

Das aktuelle Magazin "Gesundheit" der Robert Bosch Stiftung

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