Frühkindliche Bildung

Lebenslanges Lernen beginnt im Kindergarten. Erkenntnisse der Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Bildungsforschung belegen, dass der Mensch in keiner anderen Phase seiner Entwicklung so entdeckungsfreudig und aufnahmefähig ist, wie in der frühen Kindheit. Andererseits gibt es in Deutschland (noch) keinen gesellschaftlichen Konsens zur Gestaltung der frühen Kindheit als erste Etappe einer lebenslangen Bildungsbiographie. Viele Eltern und Großeltern gehen noch immer davon aus, dass der "Ernst des Lebens" erst mit der Schule beginnt und möchten ihr Kind in den ersten Lebensjahren noch vor allzu großen Anforderungen schützen.

Mit der Verabschiedung von Bildungs- und Orientierungsplänen haben mittlerweile alle Bundesländer die Kindertagesstätte als integralen Bestandteil unseres Bildungssystems anerkannt und Lehrpläne für die pädagogische Arbeit in Kindertagesstätten verabschiedet. In diesem Sinne muss nun die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen neu konzipiert und auch der Übergang in die Grundschule neu gestaltet werden – und zwar ohne Brüche für die Kinder und in enger Kooperation zwischen den Pädagogen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.

Die Robert Bosch Stiftung hat den Schwerpunkt Frühkindliche Bildung eingerichtet, um einen Beitrag zur Reform des gesamten Systems für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Kontext neuer bildungspolitischer, familienpolitischer und gesellschaftlicher Anforderungen zu leisten.

Als erstes, großes Programm in diesem Schwerpunkt ging im Herbst 2005 die Initiative zur Professionalisierung von Frühpädagogen in Deutschland "PiK – Profis in Kitas" an den Start.