Pressemeldungen 2012
Pressemitteilung

210.000 Euro für Projekte deutscher und osteuropäischer Nachwuchsfilmemacher

  • Robert Bosch Stiftung verleiht Filmförderpreise 2012 bei goEast
  • Filmförderpreis für Koproduktionen neu ausgeschrieben

Stuttgart/Wiesbaden, 25. April 2012 - Der Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für Koproduktionen geht in diesem Jahr an drei vielversprechende Filmvorhaben in den Kategorien Kurzspielfilm, Animationsfilm und Dokumentarfilm. Die Robert Bosch Stiftung verlieh den mit insgesamt bis zu 210.000 Euro dotierten Filmförderpreis gestern Abend beim goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden. Aus 47 Bewerbungen nominierte die Fachjury zunächst fünfzehn Teams, die vor der abschließenden Präsentation ihrer Projekte Trainingsprogramme in Deutschland und Osteuropa durchliefen. In Wiesbaden wählte die Jury aus dieser Gruppe die drei Preisträger aus.

Sieger in der Kategorie Kurzspielfilm ist die kosovarisch-deutsche Koproduktion "I’ll go to war, but first make me coffee" der Produzenten Catharina Schreckenberg und Arben Zharku sowie des Regisseurs Ariel Shaban. Das Team überzeugte mit einem Filmprojekt, das den Alltag und die Gefühle einer kosovarischen Familie in Kriegszeiten in einen anrührenden Film voller Leben übertrage, so die Jury.

In der Kategorie Animationsfilm gewann das bulgarisch-deutsche Projekt "Mango Manga" des Produzenten Samuel Weikopf, des Regisseurs Milen Vitanov und der Drehbuchautorin Vera Trajanova. Laut der Jury stellt sich das Projekt der Herausforderung, die Benachteiligung einer Minderheit durch Animationstechnik auszudrücken. Damit nutze das Team auch das Potential des Mediums Film, um das Publikum auf soziale Themen aufmerksam zu machen.

In der Kategorie Dokumentarfilm überzeugte das armenisch-deutsche Filmvorhaben "The Chosen Ones" der Regisseure Arman Yeritsan und Yulia Grigoryants und des Produzent Fabian Gasmia. Die Jury lobte die inspirierende Geschichte, die beweise, dass Zuversicht und Optimismus unabhängig von Alter und Lebensumständen möglich sei.

Der Filmförderpreis bietet deutschen Nachwuchsfilmemachern der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch die Möglichkeit, ein gemeinsames Filmprojekt mit Nachwuchsfilmemachern aus Osteuropa zu realisieren. Jedes Jahr werden drei Projekte mit jeweils bis zu 70.000 Euro gefördert. Medienpartner des Preises ist der Fernsehsender ARTE, der mindestens einen der Preisträgerfilme in seinem Programm ausstrahlen wird.

Ab Mai 2012 beginnt die Ausschreibung für den Filmförderpreis für Koproduktionen 2013. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2012.

Mit dem Filmförderpreis möchte die Robert Bosch Stiftung zu einer selbstverständlichen und unvoreingenommenen Zusammenarbeit zwischen deutschen und osteuropäischen Nachwuchsfilmemachern beitragen. Deswegen unterstützt sie auch das goEast Young Professionals Programm und die Projektbörse junger Filmemacher aus Deutschland und Osteuropa auf dem goEast-Festival.

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Michael Herm
Telefon 0711 46084-29