Grenzgänger Europa und seine Nachbarn

Stefan Schwietert:

Geboren 1961 in Esslingen a.N. (Deutschland), aufgewachsen in Baselland (Schweiz). Erste Filmerfahrungen machte er 1979 in der Videogenossenschaft Basel, mit Filmen zu den Schweizer Jugendunruhen. 1981/82 lebte er ein Jahr in Brasilien und arbeitete u.a. als Regieassistent für TV Globo im Bereich Musikfilm. 1983 folgte ein Gastsemester am California Art Institute in San Francisco Von 1984-90 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

1991 gründete Schwietert seine Produktionsfirma NEAPEL FILM zur Entwicklung und Coproduktion der eigenen Dokumentarfilme mit den Schwerpunktthemen Musik und Gesellschaft. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet. Sie fanden Verleiher in Europa, Nord- und Südamerika und erreichten international mehrere Hunderttausend Kinozuschauer. In den letzten Jahren fanden Werkschauen seiner Filme in Deutschland, Österreich, Lateinamerika und den USA statt. Nebenbei unterrichtet Schwietert an verschiedenen Filmhochschulen und betreut Filmprojekte als Dramaturg. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Kinofilme
HEIMATKLAENGE 2007
ACCORDION TRIBE 2004
DAS ALPHORN 2003
EL ACORDEON DEL DIABLO 2000
A TICKLE IN THE HEART 1996

Die Kinofilme sind u.a. bei www.amazon.de auf DVD erhältlich. Alle mit englischen und französischen Untertiteln.

Festivalteilnahmen (Auswahl)
Forum der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Wettbewerb Locarno, Wettbewerb Nyon, Wettbewerb Saarbrücken, Hof, Leipzig, Toronto, Sundance, Hot Docs, Pushan, Taipeh, Montreal, Vancouver, Chicago, New York, Göteborg, Amsterdam, Havanna.

Auszeichnungen (Auswahl)
Schweizer Filmpreis 2008 (Heimatklänge)
Nominierung zum europäischen Filmpreis 2007 (Heimat-klänge)
Berlinale Forum C.I.C.A.E. Award 2007 (Heimatklänge)
Berlinale Forum Readers Award (Tagesspiegel) 2007 (Heimatklänge)
Visions du Réel Publikumspreis 2007 (Heimatklänge)
Best Documentary San Luis, Argentina (Heimatklänge)
Best Music Film Athens Int. Filmfestival (Heimatklänge)
Schweizer Filmpreis 2005 (Accordion Tribe)
Art-TV Prize „Best film of the Year“ 2005 (Accordion Tribe)
Publikumspreis Würzburg 2005 (Accordion Tribe)
Best Documentary Trento 2004 (Das Alphorn)
Bayerischer Filmpreis 1996 (A Tickle in the Heart)
Arthur Brauner Filmpreis 1996 (A Tickle in the Heart)

Fernsehfilme
BIG BAND POESIE 2007
DIE SCHWARZE MADONNA 2004
LIEBESLIEDER 2002
VOYAGE ORIENTAL 2000
IM WARTERAUM GOTTES 1998
DER SCHATTEN IST LANG 1993
SPRUNG AUS DEN WOLKEN (Spielfilm) 1991

Stefan Schwietert ist Mitglied der AG Dok, der Deutschen Filmakademie, des Schweizerischen Regieverbandes, und des Fördervereins der dffb Berlin.
Balkan Melodie

Seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bereisten der Schweizer Musikforscher Marcel Cellier und seine Frau Catherine die Länder hinter dem Eisernen Vorhang; immer auf der Suche nach den Schätzen der osteuropäischen Musik. Dank ihrer Spürnasen und Vermittlungsarbeit wurden solche Gruppen wie der bulgarische Frauenchor „Le Mystère des Voix Bulgares“ oder auch der rumänische Panflötist Gheorghe Zamfir weltberühmt. Und auch heute noch begeistert die folkloristisch inspirierte Balkan Musik.

Stefan Schwieterts Film folgt Celliers Spuren ins heutige Rumänien und Bulgarien und nimmt den Zuschauer mit auf eine Erkundungsreise zu den Geheimnissen der Balkan Musik. Dabei kontrastiert er Archivaufnahmen mit Zeitzeugenberichten und auch die Musik kommt nicht zu kurz.

„Stefan Schwietert ist dank Filmen wie Accordion Tribe oder A Tickle in the Heart so etwas wie der Guru für Musikdokumentarfilme. Mit Balkan Melodie erweitert er sein Portfolio um ein weiteres interessantes Kapitel.“ (outnow.ch)

Balkan Melodie hat den Publikumspreis auf dem Festival „der Neue Heimatfilm“ in Freistadt gewonnen und ist in den Wettbewerb der IDFA (Internationales Dokumentarfilmfestival Amsterdam) im November eingeladen. Außerdem ist Balkan Melodie in Sofia als Eröffnungsfilm des Festivals CINEMANIA gewählt worden.

Maximage GmbH, Zürich & Zeroone, Berlin
Premiere: 21.01.2012 Solothurner Filmtage Schweiz
Filmstart Schweiz: 08.03.2012
Kinostart Deutschland: Herbst 2012

Buch und Regie: Stefan Schwietert
Produzenten: Cornelia Seitler, Brigitte Hofer, Thomas Kufus, Martichka Bozhilova
Kamera: Pierre Mennel, Pio Corradi
Montage: Isabel Meier
Tonaufnahmen: Dieter Meyer
Sounddesign: Oswald Schwander
Mischung: Jörg Höhne
Herstellungsleitung: Ann Carolin Renninger
Foto: Catherine Cellier
Foto: Catherine Cellier
Foto: Catherine Cellier
Zur Recherche: Stefan Schwietert reiste im Jahr 2008 auf den Spuren von Marcel und Catherine Cellier nach Osteuropa, um deren Protagonisten von damals wieder zu finden und den Reichtum ihrer Musik wieder aufleben zu lassen. Im Kontrast der Begegnungen von damals und heute wird auf sinnliche Art und Weise ein Stück Zeitgeschichte erfahrbar, das von der Veränderung der Menschen und ihrer Umgebung erzählt wie auch von der Unsterblichkeit zeitloser Musik.