Spurensuche-Stipendien

Vergeben von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin und Herta Müller

In vielen Ländern Südosteuropas, die bis zum Ende der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts kommunistisch regiert wurden, ist diese Zeit wenig aufgearbeitet und öffentlich diskutiert worden. Das gleiche gilt für die häufig vorangegangene Epoche autoritärer national-chauvinistischer Regime. Deshalb liegen Zeitspannen von bis zu 60 Jahren historisch im Schatten - oder es herrschen jeweils nationale Geschichtserzählungen vor, die lückenhaft, falsch oder tendenziös sind.

In den nächsten vier Jahren werden Projekte in Rumänien (2012), Bulgarien (2013), Serbien (2014) und Kroatien (2015) gefördert, die sich um die Aufarbeitung und Darstellung der Diktaturen in diesen Ländern bemühen. Die Arbeitsergebnisse sollen in den jeweiligen Ländern (und in deren Sprachen) veröffentlicht werden. Es sind sowohl Buchprojekte als auch filmische Dokumentationen oder Rundfunkbeiträge willkommen. Es können jeweils pro Jahr zwei Arbeitsstipendien vergeben werden; ein Stipendium ist mit 12.000 Euro dotiert. Die Arbeitsstipendien sollen günstige Rahmenbedingungen für die konzentrierte Beschäftigung mit entsprechenden Projekten schaffen. Über die Vergabe der Stipendien befindet eine Jury unter Mitwirkung kompetenter Persönlichkeiten aus dem jeweiligen Land.

Bewerbungstermine:
  • für Rumänien 31. Januar 2012
  • für Bulgarien 30. November 2012
  • für Serbien 30. November 2013
  • für Kroatien 30. November 2014

 

Bewerbung

Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
Telefon 030 887286-11

Kontakt in der Stiftung

Dr. Maja Sibylle Pflüger
Telefon 0711 46084-43