Denkwerk

Zeitreisen - Vermittlung von Alltags- und Mentalitätsgeschichte

Koordinatoren: Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Prof. Dr. Jörn Leonhard, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Bewusst an der Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft angesiedelt, hat das Projekt zum Ziel, Schüler der 9. bis 12. Klasse an die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit historischen Quellen des Deutschen Tagebucharchivs (DTA) in Emmendingen heranzuführen. Im DTA finden sich etwa 8.500 Quellenbestände aus den vergangenen 250 Jahren, die aus einer Vielfalt von lebensweltlichen Erfahrungen schöpfen und bereits umfassend aufgearbeitet sind.

Neben der Universität Freiburg und dem Tagebucharchiv sind an dem Projekt, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, vier Gymnasien aus Freiburg und Umgebung (Albert-Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen, Erasmus-Gymnasium Denzlingen, Goethe-Gymnasium Emmendingen, St. Ursula Gymnasium Freiburg) beteiligt.

Die Arbeit mit den einzigartigen Quellenbeständen geschieht in enger Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern. Die zentrale Mittlerrolle zwischen Schule und Wissenschaft übernimmt dabei das DTA. In von studentischen Tutoren intensiv betreuten Kleingruppen erhalten die Schüler die Chance, Einblicke zu erhalten in die Alltags- Mentalitäts- und Erfahrungsgeschichte jenseits der traditionellen Politikgeschichte oder der Geschichte abstrakter sozialer Strukturen. Unterstützt werden die Schüler in ihrer Auseinandersetzung mit den historischen Alltagszeugnissen von Lehrern und Wissenschaftlern, die sie dazu ermutigen, eigene Interessen zu entdecken sowie im Rahmen des curricularen Stoffes und darüber hinaus eigene Fragestelllungen zu entwickeln. Die Ergebnisse werden u.a. in Form einer Ausstellung, im Rahmen einer Abschlussfeier sowie laufend auf der projekteigenen Webpage öffentlich präsentiert.

Weitere Informationen