Denkwerk

"Leben in den Trümmern" - Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg am Niederrhein

Koordinatoren: Prof. Dr. Jörg Engelbrecht, Simone Frank MA, Matthias Gomoll (Universität Duisburg-Essen), Jennifer Pauly, Andre Steffans (Andreas-Vesalius-Gymnasium, Wesel), Markus Veh (Erzbischöfliches Suitbertus Gymnasium, Kaiserswerth), Gerd Halmanns (Lise-Meitner-Gymnasium, Geldern), Dr. Holger Schmenk (Sophie-Schmoll-Gymnasium, Oberhausen)

Im Rahmen des Projektes erarbeiten Schüler der neunten Klasse und der Oberstufe von vier Gymnasien den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in Geldern, Kaiserswerth, Oberhausen und Wesel und vergleichen ihn in der anschließenden Ausstellung, welche in allen vier Schulorten gezeigt werden soll.

Die Erarbeitung und Gestaltung der Ausstellung, welche parallel in Kleingruppen stattfindet, gliedert sich hierbei in die Themen „Kinder und Jugendliche“, „Entscheidungsträger“, „Ernährung“, „Wohnen und Alltagsleben“. Dabei sollen nicht nur historische Forschungsmethoden eingeübt, sondern auch die Geschichte des eigenen Schulortes, welcher in hohem Maße von den Entscheidungen in der Wiederaufbauphase geprägt ist, greifbar gemacht werden. Das Projekt macht somit den Schülern die Tatsache bewusst, dass Geschichte immer Auswirkungen auf die Gegenwart hat und folglich kein abgeschlossenes Phänomenen darstellt.

Die Erarbeitung der verschiedenen Themenbereiche findet zum großen Teil mit sogenannten „Ego-Dokumenten“ statt, welche in Zusammenhang mit Archivmaterialien und der vorhandenen Forschungsliteratur zu einer multiperspektivischen und mehrdimensionalen Betrachtung des Phänomens des Wiederaufbaus führen soll. Zudem soll der Umgang mit den vielfältigen Quellen - seien es Zeitzeugen oder Fotos aus Archiven - zu einem reflektierten Umgang mit der Vergangenheit führen.

Das Projekt begann für die Teilnehmer zunächst mit Methodenworkshops, die sie in den Umgang mit verschiedenen Quellen und der Internetplattform Moodle einführten. Die zweite Projektphase ist geprägt von der Arbeit an den jeweiligen Teilthemen, welche durch vertiefte Quellenarbeit ergänzt wird. Im vierten Schritt folgen die Erarbeitung der Präsentation und die Gestaltung der Ausstellung. Ergänzt wird das Angebot durch Archivbesuche, Studientage, welche den Austausch der Gruppen ermöglichen sollen, Fachvorträge, Museumsbesuche und Unterrichtsgänge.