Denkwerk

Polnische "Displaced Persons" in Lübeck. Schüler erforschen transnationale Regionalgeschichte

Koordinatoren: Dr. Berit Pleitner, Academia Baltica/Universität Oldenburg, Dr. Christian Pletzing, Academia Baltica

Wer waren die polnischen „Displaced Persons“ zwischen 1945 und 1950? Wie sind sie nach Lübeck gekommen und unter welchen Bedingungen haben sie gelebt? Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen den polnischen „DPs“ und ihren deutschen Nachbarn? Diesen und anderen Fragen geht das Denkwerk-Projekt der Academia Baltica nach, das in Zusammenarbeit mit der Baltic-Schule Lübeck, dem Lübecker Trave-Gymnasium, dem polnischen IX Liceum Ogólnokształcące w Szczecinie sowie der Universität Oldenburg und weiteren Partnern 2011/12 durchgeführt wird.

Deutsche und polnische Schüler aus Lübeck und Stettin/Szczecin erforschen zusammen mit Wissenschaftlern und Studierenden z.T. noch nicht ausgewertete Archivbestände zur Nachkriegsgeschichte der Polen in Lübeck. Mit der Methode der Oral History befragen sie Zeitzeugen, die heute noch in Lübeck leben. Die Ergebnisse präsentieren sie in einer Ausstellung in Lübeck sowie in Polen. Die Schüler kommen zu Workshops zusammen und erhalten von Wissenschaftlern methodische Einführungen in die jeweilige Quellenrecherche und –auswertung. Zwischen diesen Phasen arbeiten die Schüler selbständig und werden dabei von Lehrern und Studierenden betreut. Abgedeckt wird mit dem Projekt der gesamte methodische Bereich der Geschichtswissenschaft von der Archivrecherche und Feldforschung bis zur Präsentation und Aufbereitung der Ergebnisse in einer Ausstellung