Pressemeldungen 2011
Pressemitteilung

Herausragende Medienbeiträge über gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

  • Robert Bosch Stiftung verleiht zum 14. mal Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement
  • Preise gehen an Autoren von WDR Fernsehen, WDR Hörfunk, Berliner Zeitung und Die Zeit

Stuttgart, 03. Dezember 2011 - Der diesjährige Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement der Robert Bosch Stiftung geht an Autoren von WDR Fernsehen, WDR Hörfunk, Berliner Zeitung und Die Zeit. Die ausgezeichneten Beiträge zeigen beispielhaft, wie und warum Menschen freiwillig für sich und andere Verantwortung übernehmen. Die Preisverleihung fand am Samstag, 03. Dezember 2011, im Bosch Haus Heidehof in Stuttgart statt. Der Preis in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Zur Bewertung standen in diesem Jahr insgesamt 184 Beiträge. Unter den Print-Einsendungen wurde der Marion-Dönhoff-Förderpreis für Journalisten bis zu einem Alter von 30 Jahren vergeben, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Die Preisträger

In der Kategorie Hörfunk gewinnt Gisela Keuerleber mit ihrem Feature "Ein Pate für Familie Demir", gesendet auf WDR5 am 19. Juni 2011. Im Münsteraner Stadtteil Berg-Fidel leben viele Menschen mit handfesten Problemen. Um ihnen zu helfen, hat die Kita ein Patenschaftsprojekt ins Leben gerufen. Gisela Keuerleber hat drei Patenteams besucht und dabei in Erfahrung gebracht, wie die Patenschaft die Kinder voranbringt und welche Motivation die Paten antreibt. "Spannend und mitreißend, radiophon im besten Sinne, kommt diese WDR-Produktion daher. Sie ist gut erzählt, inhaltlich tief recherchiert, differenziert dargestellt und dann durch viele eindrucksvolle Originaltöne sinnlich produziert", so Jury-Mitglied Arthur Landwehr, Chefredakteur Hörfunk des SWR.

In der Kategorie Fernsehen zeichnet die Jury Ines Jacob aus. Ihre Reportage "Urlaub im OP - Dr. Borsche in Bolivien" zeigte der WDR am 16. November 2010 in der Sendung "Weltweit". Der Plastische Chirurg Dr. André Borsche ist 54 Jahre alt und engagiert sich seit vielen Jahren bei der deutschen Zweigstelle von "Interplast". Regelmäßig fliegt er in die ärmsten Regionen der Welt, um Verbrennungsopfern und missgebildeten Kindern zu helfen. Ines Jacob begleitete Dr. Borsche auf einer Hilfsmission nach Bolivien. "Ines Jacob ist ein sensibler, weil schlichter Film gelungen, der zeigt, was es heißt, Opfer zu bringen, um anderen Menschen zu helfen", sagt Jury-Mitglied M. Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion MBH, in seiner Laudatio.

Der Marion-Dönhoff-Förderpreis 2011 für Journalisten unter 30 Jahren wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Ronny Blaschke überzeugte die Jury mit seinem Beitrag "Der ewige Fremde", erschienen in der Berliner Zeitung am 06. September 2010. Blaschke erzählt darin die Geschichte des 47jährigen Einwanderers Ibraimo Alberto. "Der ewige Fremde ist eine traurige Geschichte. Es ist gut, dass Ronny Blaschke einen diese Trauer spüren läßt. Vielleicht bewegt diese Geschichte Menschen, die sich von Appellen, von Kommentaren und Leitartikeln nicht bewegen lassen", findet Jury-Mitglied Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung.

Nora Gantenbrink erhält den Förderpreis für ihren Beitrag "Die Uni-Oma", erschienen in "Die Zeit" am 21 Juli 2011. Der Artikel beschreibt das "Paten-Großeltern-Projekt" der Uni Regensburg und lenkt damit den Blick auf Bedürfnisse der Studierenden mit Kind in Deutschland. "Durch sehr einfühlsame Beobachtungen und Beschreibungen hat die Autorin es geschafft, viel Aufmerksamkeit auf ein eigentlich kleines Thema zu lenken und diesem Ehrenamt eine Bedeutung zukommen zu lassen", begründet Sabine Werth, Vorsitzende des Berliner Tafel e.V., die Entscheidung der Jury.

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Michael Herm
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