Denkwerk

Denkwerk-Symposium 2011 in Bonn

„Denkwerk divers - Entdeckt die Vielfalt!“ - das war das Motto des 6. Denkwerk-Symposiums 2011, das am 02. und 03. Dezember in der Rhei-nischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfand. Schüler, Lehrer und Wissenschaftler aus zahlreichen Denkwerk-Projekten tauschten sich intensiv über ihre Projektarbeit aus und ein buntes Rahmenprogramm sorgte für gute Unterhaltung.
Schüler der Mittelschule Bismarckstraße aus Nürnberg präsentieren ihr Projekt
Die Projektvertreter des Brandenburger Antike Denkwerk
Posterausstellung in den Räumen der Universität Bonn
Denkwerker tauschen sich aus
Führung im Haus der Geschichte Bonn
Publikumsabstimmung nach dem Science Slam
Der glückliche Sieger des Science Slam Dr. Chaehan So
Nächtliche Stadtführung durch das Bonn des 17. Jahrhunderts
Workshopsession für Wissenschaftler und Lehrer
Schüler und Studenten tauschen sich über Fragen zum Studium aus
Schüler berichten aus ihren Projekten
Was passierte bei den sogenannten „HepHep“-Unruhen 1819 in Augsburg? Wie kann man eine alte handschriftliche Partitur in eine zeitgemäße Notenschrift umschreiben? Welche Informationen über die eigene Schulgeschichte findet man in alten Schulbüchern? – Fragen wie diesen gehen Schüler, Lehrer und Wissenschaftler gemeinsam in Denkwerk-Projekten nach. Gemäß dem Motto „Denkwerk divers – Entdeckt die Vielfalt!“ hatten Schüler aus vier Projekten am Nachmittag des ersten Tages das Wort und durften vor dem gespannten Publikum von ihren Forschungsaktivitäten berichten. In unterhaltsamen Kurzvorträgen präsentierten die Schüler souverän ihre Projektarbeit und regten die Symposiumsteilnehmer zu weiterem Austausch an.

Zusätzlich bot die Posterausstellung für alle teilnehmenden Denkwerker eine gute Gelegenheit, die eigenen Arbeitsweisen und Ergebnisse vorzustellen und andere spannende Denkwerk-Projekte kennenzulernen. Das breite Spektrum des Förderprogramms mit Blick auf die Fächer, Schulformen, Arbeitsmethoden und Darstellungsformen konnte in der Ausstellung bestaunt werden. Hut ab vor dem Einfallsreichtum und der Ideenvielfalt unserer Denkwerker!

Science Slam!
Ein besonderes Highlight des Symposiums war ein einzigartiger geistes- und sozialwissenschaftlicher Science-Slam, den es in dieser Form zuvor noch nie gegeben hat! Fünf Slammer buhlten um die Gunst des Publikums, indem sie ihr eigenes Forschungsprojekt innerhalb von 10 Minuten auf möglichst unterhaltsame Art und Weise vorstellen mussten. Vortragstitel wie „Rüpeljesus“, „Rotkäppchen Reloaded“ oder „Serialverbkonstruktionen in Daakaka“ ließen bereits im Vorfeld auf Präsentationen der besonderen Art schließen. Die Entscheidung fiel nicht leicht, doch nach dem Auszählen der Punktenüsse konnte der „Hammer Slammer 2011“ schließlich gekürt werden: die Slam-Trophäe in Form eines goldenen Hammers ging an Dr. Chaehan So, der mit seinem Vortrag „Teamwork = Beziehungsglück“ eine überzeugende Performance abgeliefert hatte. Unser Dank gilt allen vier Slammer, die es geschafft haben, das ganze Publikum mit ihrer Begeisterung für ausgefallenen Themen und Lust auf Forschen zu infizieren.

Workshopsession und Tipps für die Studienentscheidung
Wissenschaftler und Lehrer konnten in Workshops über Themen wie Projektevalation oder Öffentlichkeitsarbeit diskutieren, ihre Ideen einbringen und neue Ansätze entwickeln. Währendessen gingen die Schüler den Fragen auf den Grund, wie werde ich Wissenschaftler und wie finde ich heraus, welches Fach ich studieren möchte? Studenten verschiedener Fachrichtungen der Universität Bonn wurden mit Fragen gelöchert und erzählten im kleinen Kreis von ihren eigenen Erfahrungen. Von Linguistik über Theologie bis Jura – die Schüler konnten im Rahmen eines kurzweiligen „Studi-Datings“ alles fragen, was sie schon immer einmal wissen wollten.

Geschichte zum Anfassen
Auch außerhalb des Symposiums gab es viel zu entdekcne, schließlich wurde Bonn – eine Stadt, die historisch viel zu bieten hat – nicht zufällig als Tagungsort ausgewählt. Die Geschichte der Bundesrepublik von 1945 bis heute konnten die Denkwerker in spannenden Führungen durch das Haus der Geschichte Bonn neu entdecken. Sowohl die Führung durch die Dauerausstellung als auch die Erläuterungen zur Sonderausstellung „Jung sein in Deutschland“ fanden bei den Denkwerkern großen Anklang und luden zu eigenständigen Recherchen ein. Bei Sauerbraten mit Klößen konnte man sich dann über das bisher Erlebte austauschen. Die Nachtschwärmer unter den Teilnehmern nahmen im Anschluss an einer nächtlichen Stadtführung teil, in der man einen unmittelbaren Eindruck vom Bonn des 17. Jahrhunderts gewinnen konnte.
Freitag, 02. Dezember 2011

Warm Up
12:30 Uhr Anmeldung im Hauptgebäude, Anbringen der Poster, Mittagsimbiss

13.30 Uhr Kennenlernrunde und Begrüßung der Denkwerker

Offizieller Beginn für alle Gäste:
14.30 Uhr Begrüßung durch Atje Drexler (stv. Bereichsleiterin des Programmbereichs „Gesundheit und Wissenschaft“ der Robert Bosch Stiftung)

14.50 Uhr Schülervorträge Teil I
1. Schülerkolleg Pädagogik: Lernen mit dem Computer
Koordination: Dr. Judith Bündgens-Kosten, Universität Duisburg-Essen
Vortragende: Benedikt Buchheim, Serdar Er, Justin Hess, Alexander Stojkovski

2. Neue Potentiale. Hauptschülerinnen und –schüler für Wissenschaft interessieren
Koordination: Dr. Mathias Rösch, Universität Erlangen-Nürnberg
Vortragende: Dilara Akgün, Lydia Freyer, Hejan Tabouk, Raifa Al Sabujalani, Yusa Taskin, Maximilian Hasler, Akira Waberski, Caner Celik

16.30 Uhr Kaffeepause mit Besichtigung der Posterausstellung

17.00 Uhr Schülervorträge Teil II
3. Juden in Augsburg vom Wiener Kongress bis zur "Machtergreifung"
Koordination: Prof. Dr. Kay Peter Jankrift, Universität Augsburg
Vortragende: Neele Jankrift, Patrick Liegert, Daniel Klein

4. Denkwerk Musikgeschichte: Musik der Region Freiburg
Koordination: Prof. Dr. Georg Brunner, PH Freiburg
Vortragende: Benedikt Hemler, Sebastian Schicho

18.00 Uhr Empfang und Besichtigung der Posterausstellung

Für Teilnehmer aus Denkwerk-Projekten:
19.30 Uhr Abendveranstaltung im Haus der Geschichte
Exklusive Führungen mit anschließendem
Abendessen im Museumscafé

22.30 Uhr Transfer ins Hotel

Optional: Nächtliche Stadtführung im 17. Jahrhundert durch Bonn

Samstag, 03. Dezember 2011

09.00 Uhr Begrüßungskaffee und Besichtigung der Posterausstellung

09.30 Uhr Begrüßung durch Atje Drexler (stv. Bereichsleiterin des Programmbereichs „Gesundheit und Wissenschaft“ der Robert Bosch Stiftung)

09.45 Uhr Science Slam!

Kilu von Prince: Serialverb-Konstruktionen in Daakaka

Nils Neumann: „Rüpeljesus“ – Wie das Lukasevangelium durch Respektlosigkeit beeindruckt

Axel Voigt: Rotkäppchen Reloaded – Kommunikationsstruk-turen im Kontext der hochmittelalterlichen Kolonisations-bewegung

Maximilian Held: Auf einem Bein kann man nicht stehen – Die politische Ökonomie der Europäischen Union

Dr. Chaehan So: Teamwork = Beziehungsglück

Martin Storbeck: Vom Konsumenten zum Produzenten

12.30 Uhr Mittagsimbiss und Besichtigung der Posterausstellung

13:30 Uhr Workshops für Wissenschaftler und Lehrer

1. Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler „vermarkten“ sich
Prof. Dr. Gerd Strohmeier, TU Chemnitz
Die politischen Auswirkungen von Wahlsystemen am Beispiel von Deutschland, Großbritannien, Österreich, Frankreich und Schweden

2. Präsentieren wie ein Wissenschaftler: Wie man Schüler zur Darstellung von Ergebnissen anleiten kann
Prof. Dr. Lena Heine, Ruhr-Universität Bochum,
Das Bochumer Sprachwerk

3. Sie denken, Sie sind gut? Es zu wissen ist besser. Evaluation von Denkwerk-Projekten – Planung, Durchführung, Präsentation
Roland Bender, Robert Bosch Stiftung

Zeitgleich Workshop zum Thema Studienentscheidung für Schüler
In informeller Atmosphäre erhalten die Schüler die Möglichkeit, Studenten geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen in insgesamt fünf „Studi-Dating-Runden“ über ihren Studiengang, Studieren allgemein und die Phase der Studienentscheidung zu befragen.

15:30 Uhr Präsentationen der Ergebnisse aus den Workshops

15:45 Uhr Dank und Verabschiedung

16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Kontakt

Niels Barth
Telefon 0711 46084-30