Pressemeldungen 2011
Pressemitteilung

„EU Integration Forum” versammelt erstmals aufsteigende politische Entscheidungsträger aus allen EU-Mitgliedsstaaten, um über die Zukunft Europas zu diskutieren

  • Robert Bosch Stiftung startet neue und in dieser Form einzigartige Initiative, um eine Debatte über die wichtigsten Herausforderungen der EU anzuregen
  • „EU Integration Forum” am 19.-20. September 2011 in Essen; Journalisten sind am Eröffnungstag eingeladen, ab 19.30 Uhr teilzunehmen

Stuttgart/Essen, 16. September 2011 - Mehr als 100 junge politische Entscheidungsträger der Europäischen Union werden sich nächste Woche in Essen zusammenfinden, um über die Zukunft der EU zu diskutieren. Das von der Robert Bosch Stiftung initiierte „EU Integration Forum” unter der Schirmherrschaft von Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, soll ein EU-weites Netzwerk aus jungen Führungskräften und Denkern schaffen, das sich für die Gestaltung der Zukunft der Union einsetzt. Die Initiative ist in dieser Form einzigartig. Die Teilnehmer werden am 19. und 20. September erörtern, ob es eines neuen Bündnisses zwischen der Union und ihren Bürgern bedarf - um einerseits die Wahrnehmung der Öffentlichkeit hinsichtlich der eigenen Verantwortlichkeit für das europäische Projekt zu stärken und andererseits die Fähigkeit der EU zu verbessern, die dringlichsten Probleme ihrer Bürger anzugehen.

Was erwarten die Menschen von der EU und wie kann daraus eine Vision formuliert werden, die die jüngeren Generationen anspricht und ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft verspricht? Und welche Rolle sollten die verschiedenen Akteure des einzigartigen Mehrebenen-Regierungssystems der EU bei der Entwicklung dieser neuen Vision spielen, um die viel diskutierte Kluft zwischen der EU und ihren Bürgern zu überbrücken und die Vision in die Realität umzusetzen? Dies sind die wichtigsten Fragen, über die die aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten und allen Regierungsebenen stammenden jungen politischen Entscheidungsträger diskutieren werden.

Das Thema des diesjährigen Forums reflektiert die zunehmende Sorge über die öffentliche Einstellung gegenüber der EU. Denn gerade die Eurokrise wirft neue Fragen hinsichtlich der Fähigkeit der Union auf, den vielen bevorstehenden Herausforderungen wirksam entgegenzutreten. Die Bürger Europas stellen immer höhere Ansprüche an die EU und bewerten deren Leistungen immer kritischer. Aus Meinungsumfragen geht hervor, dass zwar viele Menschen der Union zutrauen, diese Herausforderungen anzugehen, dass es jedoch momentan auch viele gibt, die der EU bestenfalls gleichgültig und schlimmstenfalls desillusioniert gegenüberstehen.

Nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon gibt es darüber hinaus bedenkliche Anzeichen dafür, dass die Politiker Europas die Lektionen des mühsamen Ratifizierungsprozesses vergessen haben - Lektionen über die Notwendigkeit, die EU-Institutionen wieder mit den Bürgern, zu deren Wohl sie überhaupt existieren, zu "verknüpfen". Dieses Thema ist besonders wichtig für die jüngeren Generationen Europas, die sich einer weit ungewisseren Zukunft gegenübersehen als ihre Eltern. Zudem ist vielen von ihnen die Relevanz der EU in der heutigen Welt - in der der Frieden zwischen den Nationen Europas und viele der Vorteile der EU-Mitgliedschaft als selbstverständlich betrachtet werden - nicht immer klar.

Die Union muss heute mehr als jemals zuvor ihre Bedeutung in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts unterstreichen und eine klare Vision von ihrer Rolle entwickeln. Dies wirft die im Abschlussbericht der Reflexionsgruppe PROJEKT EUROPA 2030 herausgestellte Frage auf, ob die Notwendigkeit besteht, ein neues Bündnis zwischen der Union und ihren Bürgern zu entwickeln - das gewählte Thema des diesjährigen Forums.

Das EU-Integrationsforum findet statt am 19. und 20. September 2011 in der Zeche Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen. Die Hauptsitzungen der Konferenz werden nach der Chatham-House-Regel abgehalten. Journalisten sind am Eröffnungstag eingeladen, ab 19.30 Uhr teilzunehmen. Auf Anfrage können Interviews mit den Teilnehmern arrangiert werden.

Kontakt

Klaus Voßmeyer
Telefon 0711 46084-686