Grenzgänger Europa und seine Nachbarn

Irmgard Maenner:

Irmgard Maenner, in Bayern geboren, studierte Theaterwissenschaft und italienische Philologie in Berlin und Italien und lebt als freie Autorin in Berlin. Die Autorin erhielt Stipendien des Literarischen Colloquiums Berlin, des Berliner Kultursenats auf Schloss Wiepersdorf und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. 2007 wurde sie mit dem Featurepreis der Stiftung Radio Basel 2007 für „Das Gewehr lebt“ ausgezeichnet. Derzeit entsteht ihr erster Roman.
Federland – Oder der Sechzehnkindmann

Mein Großvater ist Druckereibesitzer und Verleger, hat sechzehn Kinder, vierzehn von der ersten Frau und zwei von der zweiten. Es ist ihm gelungen, sich aus Armut hoch zu arbeiten und zu bilden. Drei Mal im Leben hat er sich eine neue Existenz geschaffen. Und im Mai Wahlen gewonnen: Er ist erster Bürger der Stadt. Frühausteher. Am Morgen des 10. Oktober 1948 steigt er die Holztreppe zum Papierkeller der Druckerei hinab und erhängt sich. Was ist passiert?

Regie: Judith Lorentz
Mit: Winnie Böwe, Robert Frank, Irm Herrmann, Hans-Michael Rehberg, Cristin König, Uli Pleßmann
und Stimmen aus der Vergangenheit
Ton: Lutz Pahl
Länge: 54:30
Regieassistenz: Beate Becker
Redaktion: Dr. Ingo Kottkamp
Produktion: Deutschlandradio Kultur mit dem Bayerischen Rundfunk 2011

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2010 wurde meine Arbeit durch ein Grenzgängerstipendium der Robert Bosch Stiftung gefördert. Die Recherche fokussierte sich auf die politischen und familiären Kämpfe des Großvaters und seinen Selbstmord im Jahr 1948.
Die Suche in Archiven und Zeitzeugenbefragungen setzten Details einer spannenden Geschichte im Nachkriegsdeutschland frei. Zeitzeugen, Archivfunde, Briefwechsel, Gerichtsakten, persönliche Aufzeichnungen erzählen von Liebe in schwierigen Zeiten, politischen Intrigen, Gewalt und der Wandlung von Werten.