Pressemeldungen 2011
Pressemitteilung

210.000 Euro für Projekte deutscher und osteuropäischer Nachwuchsfilmemacher

:: Robert Bosch Stiftung verleiht Filmförderpreise 2011 bei goEast
:: Filmförderpreis für Koproduktionen neu ausgeschrieben

Stuttgart/Wiesbaden, 12. April 2011 - Der Filmförderpreis für Koproduktionen der Robert Bosch Stiftung geht in diesem Jahr an drei vielversprechende Filmvorhaben in den Kategorien Kurzspielfilm, Animationsfilm und Dokumentarfilm. Die Robert Bosch Stiftung verleiht den mit insgesamt bis zu 210.000 Euro dotierten Filmförderpreis heute Abend beim goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden. Aus 74 Bewerbungen nominierte die Fachjury zunächst fünfzehn Teams und wählte daraus die drei Preisträger aus.

Sieger in der Kategorie Kurzspielfilm ist die rumänisch-deutsche Koproduktion „Pepsi“ des Produzenten Alexander Wadouh und des Regisseurs Peter Kerek. Das Team überzeugte die Jury mit einer sorgfältig vorbereiteten und gehaltvollen Präsentation von der Geschichte eines rumänischen Jungen, der im Haus eines Sekuritate Offiziers eine Flasche Pepsi stiehlt. Mit „Pepsi“ widme sich der Regisseur Peter Kerek der Aufarbeitung der Vergangenheit, ohne die eine Gestaltung der Zukunft nicht möglich sei, so die Jury. (Fördersumme: 70.000 Euro)

In der Kategorie Animationsfilm überzeugte das russisch-kosovarisch-deutsche Projekt „Breaking News“ der Produzenten Aleksandra Szymanska, Visar Krusha und der Regisseurin Alexandra Lukina. Laut Jury hat das junge und vielversprechende Team aus sehr unterschiedlichen Ländern eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Thema gefunden: Mit der visuellen Kraft des Animationsfilms versuchen sie in einer einfachen Geschichte über einen gelangweilten Journalisten auf der Suche nach der großen Schlagzeile den manipulativen Einfluss der Massenmedien zu entlarven. (Fördersumme: 70.000 Euro)

In der Kategorie Dokumentarfilm gewinnt das ungarisch-deutsche Filmvorhaben „Roma Rally“ des Regisseurs Gábor Hörcher und der Produzentin Marieke Bittner. In einer Abenteuergeschichte erzählt der Regisseur auf humorvolle Art und Weise von zwei Roma-Jungs, die sich einen Kindheitstraum erfüllen möchten: Mit einem 30 Jahre alten, verrosteten BMW ohne Reifen wollen sie an einer lokalen Dorfrally teilnehmen. Für die Jury geht es in „Roma Rally“ um Menschen, die gewinnen möchten und gewinnen müssen - so schnell wie möglich. (Fördersumme: 69.500 Euro)

Der Filmförderpreis bietet deutschen Nachwuchsfilmemachern der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch die Möglichkeit, ein gemeinsames Filmprojekt mit Nachwuchsfilmemachern aus Osteuropa zu realisieren. Jedes Jahr werden drei Projekte mit jeweils bis zu 70.000 Euro gefördert. Medienpartner des Preises ist der Fernsehsender ARTE, der mindestens einen der Preisträgerfilme in seinem Programm ausstrahlen wird.

Mit dem heutigen Beginn der Ausschreibung für den Filmförderpreis für Koproduktionen 2012 wird die Robert Bosch Stiftung ihr Engagement für deutsch-osteuropäische Koproduktionen in der Schwarzmeerregion und in den Ländern des Kaukasus verstärken. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2011.

Mit dem Filmförderpreis möchte die Robert Bosch Stiftung zu einer selbstverständlichen und unvoreingenommenen Zusammenarbeit zwischen deutschen und osteuropäischen Nachwuchsfilmemachern beitragen. Deswegen unterstützt sie auch das goEast Young Professionals Programm und die Projektbörse junger Filmemacher aus Deutschland und Osteuropa auf dem goEast-Festival.

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Kontakt

Klaus Voßmeyer
Telefon 0711 46084-686