Das Magazin (10/2011)

Aus dem Editorial
Wofür steht Robert Bosch? Menschen, die nicht für Bosch arbeiten und die sich nie gezielt mit der Person Robert Bosch beschäftigt haben, fällt dazu meist nur eines ein: "Der hat die Zündkerze erfunden." Diese Antwort ist so nicht richtig. Nicht er, sondern sein Mitarbeiter Gottlob Honold ist der Vater der Zündkerze, wie sie auch heute noch in Automobilen verwendet wird.

Und doch ist man mit der Antwort "Zündkerze" recht nah an einem tiefen Verständnis von Honolds Arbeitgeber. Robert Bosch hat in vielfacher Hinsicht Funken überspringen lassen - Funken, die Bewegung in Gang brachten und bis heute bringen.

Als Unternehmer, Philanthrop und engagierter Bürger hat Robert Bosch Außergewöhnliches geleistet. Er hat auf diesen Feldern Verantwortung übernommen. Verantwortung, das wurde uns bei der Vorbereitung für dieses Jubiläum deutlich, ist seine treibende Kraft, die Energie, die den zündenden Funken erst möglich macht.

Heute - 150 Jahre nach Robert Boschs Geburt - ist das Thema Verantwortung aktueller denn je. (...)
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(...) Wir alle erleben, wie die staatlichen Institutionen bei der Bewältigung von zentralen Problemen an ihre Grenzen kommen. Der Schutz des Klimas, die Bekämpfung von Terror, aber auch die Regulierung der Finanzmärkte sind Beispiele für die weitgehende Machtlosigkeit der Nationalstaaten. Aber auch im Kleinen verlieren die Staaten an Einfluss. In einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft funktioniert der Sozialstaat nicht mehr wie bisher.

Nachdem wir uns jahrzehntelang an ein "immer Mehr" gewöhnt hatten, müssen wir uns in der Zukunft mit weniger staatlichen Leistungen begnügen. Kirchen, Parteien oder Gewerkschaften können den Rückzug des Staates nicht ausgleichen. Millionen Austritte in den letzten Jahren zeigen: Die Menschen fühlen sich in diesen traditionellen Institutionen immer weniger zu Hause.

Doch das heißt nicht, dass wir uns in eine Gesellschaft von einsamen Egoisten verwandeln. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich - in ihrem Stadtteil, im Verein, für ein bestimmtes Thema oder ein konkretes Projekt. Sie gestalten ihre Umgebung oder helfen ihren Mitmenschen, opfern dafür Geld und vor allem Zeit. Ganz im Sinne von Robert Bosch übernehmen sie Verantwortung. Dieses bürgerschaftliche Engagement zu stärken, ist ein wesentliches Anliegen der Robert Bosch Stiftung. Wir helfen, gute Ideen zu verbreiten, Netzwerke zu knüpfen und Startschwierigkeiten zu überwinden. Den Funken überspringen lassen - das ist auch heute die Aufgabe.

Speziell zum 150. Geburtstag von Robert Bosch werden wir in diesem Jahr Menschen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement auszeichnen und in ihrer Arbeit begleiten. "Die Verantwortlichen" - so heißt die Aktion - zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie die Ideale von Robert Bosch heute interpretiert werden können. Die ausgewählten Teilnehmer werden mit einer Art Videotagebuch im Internet ihre eigenen Projekte vorstellen - 150 Tage lang von Ende April bis zum eigentlichen Geburtstag am 23. September.

Zunächst möchten wir Ihnen in diesem Sonderheft Robert Bosch etwas näherbringen. Lesen Sie Anekdoten aus seinem Leben, einen Geburtstagsbrief seines Enkels an den Großvater oder …

Vielleicht gelingt es, dass der Bosch-Funke auch auf Sie überspringt.

Das aktuelle Magazin "Hundertfünfzig" der Robert Bosch Stiftung


Ausgewählte Artikel aus dem Magazin:
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Brief des Enkels

Christof Bosch, geboren 1959, hat Robert Bosch nicht persönlich kennengelernt. Er hat sich aber intensiv mit seinem berühmten Großvater und dessen Vermächtnis auseinandergesetzt. Zum 150. Geburtstag schreibt ihm der Enkel.

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Damals – heute

Unabhängigkeit, Familientradition und die frühe Beschäftigung mit sozialen Fragen waren die Wurzeln des gemeinnützigen Engagements von Robert Bosch. Bis heute begeistern sich Menschen für seine Ideen. In seinem Sinne lässt die Robert Bosch Stiftung die Visionen von damals Wirklichkeit werden.

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Glückwünsche

Prominente Gratulanten dürfen anlässlich des runden Geburtstages einer berühmten Person nicht fehlen. Wir haben ausgewählte Prominente unserer Tage um einen persönlichen Glückwunsch für Robert Bosch gebeten.

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Anekdoten

Über Bosch, um Bosch und um Bosch herum gibt es eine Menge erzählenswerter Geschichten. Manche haben es wie die "Büroklammer"-Anekdote sogar bis in die Manager-Literatur geschafft. Sie beschreiben den Menschen Robert Bosch in seinen Eigenheiten treffender, als viele Worte es könnten.

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Die Verantwortlichen

Ein Schüler, der sich durch die Schularten gekämpft hat und nun anderen hilft. Eine Sozialpädagogin, die mit den Kleinsten gegen Sucht und Gewalt arbeitet. Eine Studentin, die unsicheren Jugendlichen Angst vor dem Studium nimmt - Wegweiser der Gesellschaft.

Blätterbares Magazin

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150 Jahre
Robert Bosch