LISA - Fachkräfteprogramm

Professionalisierung für die Gestaltung von Übergängen in Ausbildung und Beruf

Ein Fachkräfteprogramm im Rahmen von „LISA – Lokale Initiativen zur Integration junger Migranten in Ausbildung und Beruf“
Die Robert Bosch Stiftung hat mit Unterstützung durch einen Expertenkreis das LISA-Fachkräfteprogramm entwickelt. Das Programm soll die Professionalisierung im System lokaler Übergangsprozesse stärken und dabei den hohen Anteil junger Migranten in Bildungsmaßnahmen zwischen Schule und Berufsausbildung berücksichtigen. In drei Pilotkommunen entwickeln lokale Lerngemeinschaften auf der Basis ihres kommunalen Gesamtkonzepts Fortbildungsmaßnahmen für die vertretenen Berufsgruppen. Dazu gehört beispielsweise die Bearbeitung von Fragen wie: „Was bedeutet Ausbildungsreife und wie kann sie unterstützt werden?“, „Wie sieht erfolgreiche Elternarbeit aus?“ oder „Was verstehen wir unter interkultureller Kompetenz und wie können wir sie fördern?“

Zunächst finden an den Standorten Workshops statt, in denen die Beteiligten

  • mit Blick auf ihre unterschiedlichen Ausgangsqualifikationen und Institutionen die Kommunikation miteinander verbessern
  • ihren (gemeinsamen) Fortbildungsbedarf identifizieren
  • Vorschläge für ein Fortbildungskonzept und zur Nutzung gemeinsamer Ressourcen entwickeln.

Die Fortbildungsformate sollen neben traditionellen Seminaren auch kollegiale Beratung, Praxisreflexion oder gemeinsame Projektentwicklung enthalten. Ein lokaler Koordinator organisiert den Prozess und treibt die Umsetzung der Ergebnisse voran. Die lokalen Workshops werden durch „Zoom - Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e.V.“ als externe Bildungs- bzw. Organisationsberater durchgeführt. Regelmäßige Treffen sichern den Erfahrungsaustausch zwischen den Modellstandorten. Das Programm wird durch die INBAS GmbH, Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, wissenschaftlich begleitet.

Als Modellkommunen wurden Mannheim, Kassel, und Mülheim an der Ruhr ausgewählt. Sie haben am 01.09.2010 mit der Projektarbeit begonnen.

Am 23. und 24. Mai 2011 hat die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung eine fachpolitische Tagung ausgerichtet, bei der bereits über erste Erfahrungen aus den lokalen Lerngemeinschaften berichtet wurde.

Studie des ibbw
Das Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. (ibbw) hat im Auftrag der Robert Bosch Stiftung die Studie "Zur Professionalisierung von sozialpädagogischen und weiteren Fachkräften im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt" erstellt.

Kontakt

Viola Seeger
Telefon 0711 46084-48