Pressemeldungen 2010
Pressemitteilung

Zwanzig Bände in sechs Jahren: Die Türkische Bibliothek ist vollständig

Ausgewählte Bände türkischer Literatur erstmals ins Deutsche übersetzt

Stuttgart/Essen, 25. Oktober 2010 - Mit einer feierlichen Festveranstaltung in Essen feiert die Robert Bosch Stiftung die Vollendung der 2005 gestarteten Türkischen Bibliothek. Mit dem Roman „ Der schmale Pfad“ der Bestsellerautorin Ayşe Kulin, den Memoiren „Mein Weg durchs Feuer“ der Atatürk-Mitstreiterin Halide Edip Adıvar und den Zeitzeugen-Berichten „Hundert Jahre Türkei“ ist die im Unionsverlag erschienene 20-bändige Reihe seit diesem Sommer komplett.

Von der Robert Bosch Stiftung initiiert und gefördert, von den Herausgebern Erika Glassen und Jens Peter Laut repräsentativ ausgewählt, von ausgesuchten Übersetzern bearbeitet und vom Unionsverlag aufwändig ediert, stellen die 15 Romane und 5 Anthologien mehr als 150 Autoren der türkischen Moderne vor. Die Reihe präsentiert Meilensteine der türkischen Literatur von 1900 bis in die Gegenwart, darunter Romane, Erzählungen und Gedichte. Unter den Autoren sind berühmte Klassiker wie Sabahattin Ali und Yusuf Atılgan, die großen alten Damen der türkischen Literatur Leylâ Erbil und Adalet Ağaoğlu und „junge Wilde“ wie Aslı Erdoğan und Murat Uyurkulak. Alle Texte der Türkischen Bibliothek wurden zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt.

„Neben dem Lesegenuss vermittelt die Türkische Bibliothek einen Gesamteindruck des Werdegangs und der Vielfalt der modernen türkischen Literatur. Wir stützten uns auf eine Umfrage unter Turkologen, türkischen Literaten, Kritikern und Lesern: Welche Autoren und Romane der letzten hundert Jahre hielten sie für so spannend und bedeutsam, dass sie deutschen Lesern zugänglich gemacht werden sollten?“, erinnert sich Erika Glassen (Herausgeberin).

Eine Wanderausstellung, die historische, soziale und kulturelle Zusammenhänge veranschaulicht, begleitendes Unterrichtsmaterial für Schüler ab der 8. Klasse und ein Studienband für Turkologen ergänzen die Reihe. Zahlreiche literarisch-musikalische Veranstaltungen mit Autoren und Übersetzern brachten die Türkische Bibliothek zu ihren Lesern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Die Türkische Bibliothek war von Anfang an mehr als eine Reihe höchst lesenwerter Bücher. Sie war immer auch Anlass für menschliche Begegnungen auf allen Ebenen unserer Gesellschaft und Aufhänger für eine positiv gestimmte Auseinandersetzung mit der Kultur eines bekannten, aber noch nicht vertrauten Landes“, fasst Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, zusammen.

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