Grenzgänger

Svenja Leiber:

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und lebte einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und gewann 2003 den Literaturpreis Prenzlauer Berg. 2005 erschien der Erzählungsband Büchsenlicht, für den sie 2006 den Bremer Förderpreis und 2009 den Werner-Bergengruen-Preis erhielt. Für einen Auszug aus Schipino wurde sie 2007 mit dem Kranichsteiner Förderpreis ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin.
Schipino

Schipino: vier Datschen in der Nähe einer maroden Kolchose. Eine Handvoll Menschen, ein Klavier und ein Gasherd auf einem Hügel mitten im Wald, umringt von Sümpfen und Seen. Jan Riba ist aus seiner Welt gefallen und hier gelandet. Er hat sein Büro in Deutschland abgeschlossen und ist in den Zug nach Moskau gestiegen, zu seinem Freund Viktor, der ihm den russischen Sommer zeigen will. Zusammen sind sie nach Schipino gekommen, haben sich auf dem Heuboden eingerichtet und sich in das Leben der anderen gefügt. Da sind Wassili, der launische Forscher, schön wie eine Frau; der glatzköpfige Pawel und die dünne Anna. Tolik mit dem Klavier. Darja, die in ihrem Kummer Kleider näht, und Lilja, die wie ein flüchtiger Gast in den Holzhäusern ein und aus geht. Und ganz Schipino wartet auf Mascha, deren Schicksal untrennbar mit diesem Ort und seinem Sterben verknüpft scheint.

Roman
208 Seiten, gebunden
Schöffling & Co. 2010
ISBN: 978-3-89561-206-0

Weitere Informationen

Bildergalerie

Foto: Nina Hoffmann
Foto: Nina Hoffmann
Svenja Leiber reiste im Jahr 2006 zwei Mal nach Russland, verbrachte Zeit in den Metropolen Moskau und St. Petersburg, ihre Recherchereise führte sie auch in ein kleines Dorf im Petersburger Distrikt.