Grenzgänger

Jutta Jacobi und Julia Solovieva:

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Foto: Anders Qvarnström
Jutta Jacobi,1955 in Göttingen geboren, Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in München. Als Journalistin und Hörfunkautorin für den NDR und andere ARD-Anstalten lebt sie in Stockholm und Hamburg.

Julia Solovieva wurde in Kursk geboren, ist in Moskau aufgewachsen und lebt seit Mitte der 90er Jahre in Hamburg. Die Journalistin und Hörfunkautorin berichtet für den ARD-Hörfunk und verschiedene Tageszeitungen über ihre Heimat. Mit Jutta Jacobi gab sie 2003 ihr Schriftsteller-Debüt mit dem Kriminalroman „Katias Zorn“.
Drei Schwestern von Kutschelappy

Die Autorinnnen haben drei russische Schwestern von heute ausfindig gemacht und sie nach ihren Träumen und Vorstellungen von einem geglückten Leben befragt. Drei Schwestern: aus der Provinz kommend, zur Sowjetzeit aufgewachsen, mit Idealen ausgestattet, die überraschend zeitlos sind. Anders als Cechovs Bühnenfiguren haben zwei von ihnen es geschafft, aufzubrechen. „Drei Schwestern von Kutschelappy“ beschreibt die Wege, die sie gegangen sind, ausgehend von einem Dorf in der Provinz Wjatka. Der eine führt bis nach Deutschland. Und am Rande liegen die aufgelesenen Geschichten: von Liebe, Schmerz und Gottvertrauen, vom Salat „Zärtlichkeit“ und Wladimir Putins Namensvetter, den Sorgen einer Mutter während der Kursk-Katastrophe. Und dem goldenen Ei der Henne Rjaba.

Hörfunkfeature
SWR 2005
Länge: 30:00

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Im Juli 2004 besuchten die Autorinnen zwei der Schwestern in Russland: die eine lebt bis heute in ihrem Heimatdorf in der Nähe von Kirow, die andere ging nach Brjansk und heiratete einen Major der russischen Armee. Im September 2004 fand ein Treffen mit der ältesten Schwester, die seit acht Jahren mit ihrem Sohn in Hessen lebt, statt. Ende November 2004 und Anfang April 2005 trafen sich die beiden Autorinnen in Schweden und erarbeiteten das Manuskript.