Denkwerk

Lernort Weltkulturerbe Regensburg. Geschichte und Entwicklung kreativ erforscht und präsentiert

Koordinator: Dr. Christian Kuchler und Dr. Josef Memminger, Universität Regensburg.

Wie geht eine Stadt mit ihrem historischen Erbe um? Dieser Frage gehen Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen im Großraum Regensburg nach. Anhand von Erkundung zu Bausubstanz und städtischen Räumen sowie der Recherche in Archiven in Regensburg, Amberg und München sollen fundierte wissenschaftliche Einblicke in den Umgang mit der Vergangenheit in Regensburg gewonnen werden. Ihre Ergebnisse überprüfen die Lernenden mit Hilfe der aktuellen Forschungsliteratur. Alle Schüler erhalten an ihren Schulen und an der Universität eine Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und in die Regensburger Stadtgeschichte durch Wissenschaftler der Universität Regensburg. Anhand von Exkursionen zum Weltkulturerbe Bamberg soll der Umgang mit dem Titel „Weltkulturerbe“ und die Präsentation von bedeutenden Baudenkmälern und Stadtensembles im Vergleich analysiert werden.

Am Projekt beteiligt sind mehrere Schulen, die jeweils eigene von Lehrern und Wissenschaftlern gemeinsam ausgearbeitete Themen bearbeiten und ihre Ergebnisse auf unterschiedliche Art und Weise präsentieren: Die Realschule am Judenstein erarbeitet mit Schülern der Jahrgangsstufe 9 ein Theaterstück zur jüdischen Geschichte Regensburgs. Grundlage dafür sind Recherchen zur jüdischen Stadtgeschichte, wie zu den Ausgrabungen jüdischer Siedlungsreste in der Regensburger Innenstadt. Das Goethe-Gymnasium erstellt mit Schülern der Jahrgangsstufe 7 eine Stadtführung zu bedeutenden Regensburger Denkmälern des Mittelalters. Das Albert-Magnus-Gymnasium untersucht mit Schülern der Jahrgangsstufe 10 den Wandel der Stadt nach 1945. Auf Grundlage eines angeleiteten Quellen- und Literaturstudiums ermitteln die Schüler Zeitzeugen. Nach einer Einführung in die Methode der Oral History führen die Schüler selbstständig Interviews durch, dokumentieren, transkribieren und analysieren diese.

Studentische Hilfskräfte unterstützen die Wissenschaftler und Lehrkräfte bei der Betreuung der Schüler, die während des Projekts auch die Sprechstunden der Wissenschaftler besuchen können. Ihre Arbeit präsentieren die Schüler im Herbst 2011 im Rahmen eines Symposiums, bevor die Ergebnisse der verschiedenen Projektteile dann im Herbst 2012 in einer Veröffentlichung publiziert werden.