Grenzgänger

Ute Badura:

  • 1957: in Moers geboren, Abitur, Praktikum im Kopierwerk Geyer, Ausbildung im Bereich Kamera an der „Staatlichen Fachschule für Optik und Fototechnik“, Berlin
  • 1983 bis 1991: Kameraassistentin im Dokumentar- und Spielfilmbereich u.a. bei Claus Deubel, Jürgen Jürges, Dietrich Lohmann, Thomas Mauch, Gabor Pogany, Jaques Steyn, Hans-Georg Ullrich, Wolfgang Treu
  • 2000: Gründung Badura Film
  • Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm
  • Mitglied der Deutschen Filmakademie e.V.
An uns ist alles besonders – Eine Schulklasse in Schlesien
Ein Schülerfilmprojekt in Opole (Polen) unter Leitung von Ute Badura

Was ist an uns besonders? Wo wollen wir leben? Was ist uns wichtig? Wer sind wir? Wovon träumen wir? Wo gehören wir hin?

Fragen, mit denen sich sechzehn Schüler und Schülerinnen eines bilingualen Gymnasiums in Opole auseinandersetzen. Sie sind zwischen 17 und 18 Jahre alt und machen im Sommer 2005 Abitur.

Sie leben in Schlesien, auf Dörfern rings um Opole, einer Region, die vor 1945 zu Deutschland gehört hat. Sie stammen größtenteils aus deutschstämmigen Familien. Einige haben von den Großeltern Deutsch gelernt, untereinander sprechen sie jedoch Polnisch oder Schlesisch. Auf Grund ihrer Herkunft haben sie einen polnischen und einen deutschen Pass und damit die Möglichkeit im „reichen“ Westen zu studieren, zu arbeiten, zu leben. Eine Option, die die Frage „Wie will ich leben?“ nicht unbedingt erleichtert.

Deutschland/Polen 2004
Format: DV, Farbe
Dauer: 49 Min
Sprache: Deutsch
Untertitel: Polnisch

Gefördert von:

  • JugendForum Młodych bei der Deutschen Bildungsgesellschaft
  • Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland (Breslau)
  • Robert Bosch Stiftung
  • Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Institut für Auslandsbeziehungen e.V. aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der BRD

Weitere Informationen

„Dieser Film wäre ohne die Rechercheförderung der Robert Bosch Stiftung nicht möglich gewesen. 2004 habe ich acht Monate in Breslau gelebt: Einerseits um Polnisch zu lernen sowie zu dem Thema doppelte nationale Zugehörigkeit im Oppelner Raum zu recherchieren. Ausgangspunkt der Recherche war eine Schulklasse aus Oppeln, in der die meistens SchülerInnen aus schlesischen Familien stammten und in naher Zukunft mit der Frage konfrontiert wurden: ‚Wo werde ich leben? Wandere ich nach Deutschland aus oder bleibe ich in Polen?’ Das Recherchematerial, das ich gemeinsam mit den SchülerInnen produziert habe, wurde zu dem Film ‚An uns ist alles besonders’, der nach der Premiere im Januar 2005 vor zahlreichen Politikern und ca. 1.000 Schülern begleitet von Diskussionen weiterhin im Schulunterricht im Oppelner und Oberschlesischen Raum eingesetzt wird.“