Denkwerk

Juden in Augsburg vom Wiener Kongress bis zur "Machtergreifung"

Koordinator: PD Dr. Kay Peter Jankrift, Universität Augsburg, Institut für Europäische Kulturgeschichte

Das Projekt will das oft überwiegend durch die Shoa geprägte Bild der langen Geschichte der Juden in Deutschland erweitern, indem die Schüler unter wissenschaftlicher Anleitung den Facettenreichtum jüdischen Lebens in Augsburg erforschen. Nach einer Vorstellung des Programms an den beteiligten Schulen können sich bis zu maximal 40 Schüler bewerben.

Im Rahmen von sechs Plenarsitzungen am Institut für vergleichende Städtegeschichte der Universität Augsburg erfolgt zunächst eine thematische Einführung durch ausgewiesene Wissenschaftler. Das einführende Wissen wird in Museumsbesuchen und Exkursionen an historische Schauplätze (Synagoge, jüdischer Friedhof etc.), die von Wissenschaftlern geleitet werden, vertieft. Nach einer Einführung in den Umgang mit Quellenmaterial und praktischen Übungen zur Recherche in Handschriften des 19. und 20. Jahrhunderts werden gemeinsam mit den Schülern die Forschungsthemen definiert und die Aufgaben an Kleingruppen verteilt. Erst nachdem alle Gruppen sowohl das Stadtarchiv als auch die Stadt- und Staatsbibliothek als wichtigste Arbeitsplätze für die Quellenrecherche besucht und kennengelernt haben, nehmen die Gruppen ihre Forschungsarbeit auf. Die Schüler sollen bereits nach kurzer Zeit selbstständig und zu frei gewählten Zeiten arbeiten und präsentieren ihre Vorgehensweise und Ergebnisse alle vier Wochen den betreuenden Lehrern. Parallel dazu organisiert eine Schülergruppe eine Fachtagung, lädt externe Referenten ein, recherchiert Themen für Tagungssektionen und erstellt begleitend eine Projekt-Homepage.

Die Ergebnisse werden über die Wanderausstellung, die an Augsburger Schulen, im Landratsamt, evtl. im Rathaus und im Augsburger Umland gezeigt werden soll, an ein breites Publikum herangetragen.