Jugend, Religion, Demokratie

Ausgezeichneter Dialog mit Jugendlichen

Eine Preisverleihung ist ein guter Anlass zum Feiern - und zum Anstiften: "Es braucht weitere Akteure, die gelungene Modelle in die Breite tragen. Deswegen freuen wir uns sehr über die Anerkennung, ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein und zusätzliche Aufmerksamkeit und Unterstützung für unsere Dialogmoderatoren zu erhalten“", sagt Dr. Olaf Hahn, Bereichsleiter der Robert Bosch Stiftung. Rund 70 Gäste folgten am Freitag, 30. September, der Einladung in die Robert Bosch Stiftung: Das Projekt "Jugend, Religion, Demokratie. Politische Bildung mit Jugendlichen in der Einwanderungsgesellschaft" erhielt die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen".

Ziel des Kooperationsprojekts der Bundeszentrale für politische Bildung und der Robert Bosch Stiftung ist es, Jugendliche in mehrmonatigen Gesprächsprozessen und unter der Leitung sogenannter Dialogmoderatoren für politische Themen zu interessieren und sie dabei zu unterstützen, ein Bewusstsein für Demokratie und Teilhabe in der Gesellschaft zu entwickeln. Bislang sind 20 junge Menschen an sieben Schulen in Stuttgart und Berlin-Neukölln als Dialogmoderatoren im Einsatz.

Stuttgarts Bürgermeister Werner Wölfle würdigte in seinem Grußwort den Projektansatz, der einen besonderen Zugang für Jugendliche in der Einwanderungsgesellschaft - mit und ohne Migrationshintergrund - gefunden habe: "Wir brauchen eine aktive Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen an politischen Entscheidungsprozessen. Aber politische Beteiligung setzt politische Bildung voraus."

Pünktlich zur Preisverleihung wurde die Broschüre „Jugend, Religion, Demokratie“ präsentiert, die die Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Projektarbeit bündelt. Sie enthält Praxisberichte der Dialogmoderatoren, Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Interviews mit Projektbeteiligten.

Bildergalerie

Publikation

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Jugend, Religion, Demokratie

Praxisberichte der Dialogmoderatoren, Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Interviews mit Projektbeteiligten
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Politische Bildung mit Jugendlichen in der Einwanderungsgesellschaft

Ziel des von der Bundeszentrale für politische Bildung koordinierten Projekts ist die Erarbeitung eines Verfahrens, um politische Bildung methodisch und inhaltlich angemessen für Jugendliche, vor allem mit Migrationshintergrund, anzubieten und diese enger an Grundlagen und Werte unseres Gemeinwesens heranzuführen.

Dazu finden, ausgehend von der Lebenswelt und den Denk- und Kommunikationsgewohnheiten der Jugendlichen, an den beteiligten Schulen in Berlin und Stuttgart unter Leitung von Dialogmoderatoren mehrmonatige Gesprächsprozesse statt. In diesen sollen elementare Haltungen und Weltdeutungen vermittelt werden, die mit den Werten und Normen einer demokratischen Gesellschaft vereinbar sind. Die teilnehmenden Jugendlichen entwickeln miteinander Regeln für eine faire und geordnete Gesprächsführung; Schritt für Schritt werden, ausgehend von Themen wie beispielsweise „Zusammenleben in unserer Klasse“, immer neue und auch gesellschaftliche und politische Aspekte ins Gespräch gebracht. Gezielte Fragetechniken helfen den Jugendlichen, eigene Denkgewohnheiten zu reflektieren, Haltungen zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern.

Die Dialogmoderatoren, junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, werden für ihre Aufgabe in Seminaren und Workshops ausgebildet und vernetzt. Durch langfristige Nutzung des Dialogmoderatorenpools und durch Weitergabe der Projekterfahrungen an Lehrer und kommunale Mitarbeiter sollen die Projektergebnisse möglichst breit in kommunale und schulische Regelstrukturen transferiert werden.

Kontakt

Melanie Schuster
Telefon 0711 46084-821
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Publikation

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Das lernende Projekt
Artikel aus dem Magazin "Bildung" der Robert Bosch Stiftung

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