Pressemeldungen 2010
Pressemitteilung

Die Türkei: geopolitisches Schwergewicht für die transatlantischen Beziehungen

Transatlantic Academy legt Jahresbericht 2010 vor

Berlin, 14.06.2010 - Ob die Türkei in die Europäische Union aufgenommen werden soll, wird bereits lange und kontrovers diskutiert. Wo steht die Türkei und welche Beziehungen pflegt sie mit ihren Nachbarn im Westen (USA und EU), im Norden (Russland), im Osten (Armenien, Irak und Iran) und im Süden (Syrien)? Diese Fragen standen im Zentrum der Transatlantic Academy 2009/2010. Wissenschaftler und Praktiker aus Europa und den Vereinigten Staaten setzten sich während ihres Forschungsaufenthalts in Washington D.C. mit dem Thema auseinander. Jetzt legt die Transatlantic Academy den gemeinsamen Abschlussbericht „Getting to Zero: Turkey, its Neighbors and the West” vor. Das Ergebnis: eine privilegierte Partnerschaft stellt keine Alternative zum EU-Beitritt der Türkei dar und dass die Türkei als Motor für Transformation und Modernisierung im Nahen und Mittleren Osten fungieren kann.

Der Bericht skizziert die Beziehungen der Türkei zu ihren Nachbarn, analysiert die unterschiedlichen Interessen und spricht Empfehlungen an die Türkei, die EU und die USA aus.

Gemeinsam mit dem German Marshall Fund of the United States (Washington), der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius (Hamburg) und der Lynde and Harry Bradley Foundation (Milwaukee, WI) hat die Robert Bosch Stiftung 2007 die Transatlantic Academy als interdisziplinäres Forum für Forschung und Dialog ins Leben gerufen. Wissenschaftler und Entscheidungsträger von beiden Seiten des Atlantiks entwickeln hier Lösungsansätze für Herausforderungen, vor denen die transatlantische Gemeinschaft in den kommenden Jahren stehen wird.

Hinweise an die Redaktion
  • Der Abschlussbericht wird Dienstag, 15. Juni 2010 um 17:30 in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in der Rauchstr. 17/18, 10178 Berlin vorgestellt. Pressevertreter sind herzlich eingeladen. Wir bitten um Anmeldung an presse@bosch-stiftung.de  
  • Die Wissenschaftler an der Transatlantic Academy 2009/10 waren:
    - Ahmet Evin, Dekan, Fakultät für Sozialwissenschaften, Sabanci Universität
    - Kemal Kirisci, Professor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen, Bogaziçi Universität
    - Ronald H. Linden, Professor für Politikwissenschaft, University of Pittsburgh
    - Nathalie Tocci, Senior Fellow, Istituto Affari Internazionali
    - Juliette Tolay-Sargnon, PhD Candidate, University of Delaware
    - Joshua W. Walker, PhD Candidate, Princeton University
  • Als Bosch-Fellows forschten an der Akademie: 
    - Sinan Ülgen, Vorstandsvorsitzender, Center for Economics and Foreign Policy Studies
    - Hugh Pope, Programmdirektor, International Crisis Group
    - Michael Thumann, Leiter Mittelost-Redaktion, DIE ZEIT
    - Katinka Barysch, Stellvertretende Direktorin, Centre for European Reform
    - F. Stephen Larrabee, Professor für Europäische Sicherheitspolitik, RAND Corporation
  • Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Professor der Universität Hamburg, forscht als Helmut Schmidt-Fellow an der Transatlantic Academy.

Kontakt

Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
Telefon 0711 46084-29
Telefax 0711 46084-96