Pressemeldungen 2010
Pressemitteilung

Robert Bosch Stiftung verleiht Filmförderpreise 2010

Stuttgart/Wiesbaden, 27. April 2010 - Der Filmförderpreis für Koproduktionen von Nachwuchsfilmemachern aus Deutschland und Osteuropa geht an drei vielversprechende Filmvorhaben in den Kategorien Kurzspielfilm, Animationsfilm und Dokumentarfilm. Die Robert Bosch Stiftung verleiht den mit insgesamt bis zu 210 000 Euro dotierten Filmförderpreis heute Abend bei goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden. Aus 78 Bewerbungen wählte die Fachjury zunächst fünfzehn Nominierte, daraus die drei Preisträger aus.

Sieger in der Kategorie Kurzspielfilm ist die moldawisch-deutsche Koproduktion „Panihida“ der Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu und des Produzenten Jonas Weydemann. Das Team überzeugte die Jury mit einer herausragenden Präsentation von der Geschichte eines beschwerlichen und absurd anmutenden Beerdigungszugs durch ein moldawisches Dorf. Die mit Laiendarstellern arbeitende Regisseurin widmet sich mit „Panihida“ einem vielversprechenden Wechselspiel zwischen Trauer und Lachen.

In der Kategorie Animationsfilm überzeugte das bulgarisch-kroatisch-deutsche Projekt „Father“ der Regisseure Asparuh Petrov (Bulgarien), Dim Yagodin (Russland), Moritz Mayerhofer (Deutschland), Rosita Raleva (Bulgarien) und Veljko Popovic (Kroatien) sowie der Produzenten Maria Stanisheva (Bulgarien), Vanja Andrijevic (Kroatien) und Christian Müller (Deutschland). Die fünf jungen Regisseure aus vier Ländern illustrieren in Form eines fünfteiligen Episodenfilms ihre Sicht auf die Beziehung von Vater und Kind in dramatischer aber auch humorvoller Weise.

Das kasachisch-deutsche Filmvorhaben „Seatomorrow“ der Regisseurin Katerina Suvorova sowie der Produzenten Stephan Grobe und Anna Hoffmann gewinnt in der Kategorie Dokumentarfilm. „Seatomorrow“ verspricht visuell und inhaltlich Außergewöhnliches: Es geht um Menschen, die in der zerstörten und doch bildgewaltigen Landschaft des Aralsees fantasievoll und unbeirrbar um die Rückkehr des Wassers kämpfen. Das Projekt führt den Filmförderpreis damit in eine filmisch bisher weniger beachtete Region.

Der Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung bietet deutschen Nachwuchsfilmemachern der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch die Möglichkeit, ein gemeinsames Filmprojekt mit Nachwuchsfilmemachern aus Osteuropa zu realisieren. Jedes Jahr werden drei Projekte mit jeweils bis zu 70 000 Euro gefördert. Medienpartner des Preises ist der Fernsehsender ARTE, der mindestens einen der Preisträgerfilme in seinem Programm ausstrahlen wird.

Die Förderung des filmischen Nachwuchses ist ein Schwerpunkt der Robert Bosch Stiftung. Mit dem Filmförderpreis möchte die Stiftung dazu beitragen, dass die Zusammenarbeit zwischen deutschen und osteuropäischen Nachwuchsfilmemachern selbstverständlich und unvoreingenommen wird. Die Stiftung unterstützt auch das goEast Young Professionals Programm und eine Projektbörse junger Filmemacher aus Deutschland und Osteuropa auf dem goEast-Festival.

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Stephanie Ferdinand
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