Denkwerk

Denkwerk-Symposium 2010 in Weimar

Inszenierungen in Geschichte, Politik, Medien und Kunst waren die Themen des 5. Denkwerk-Symposiums in Weimar (12./13. November 2010). Themen, die aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet werden können und so allgegenwärtig sind, dass das Symposium weitere und tiefergehende Diskussionen anstoßen konnte.
Fotos: Luzia Schmincke
Inszenierung, Wahrnehmung und Wirklichkeit

In der schlichten, überzeugenden Architektur der neuen Weimarhalle tagten rund 100 Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler aus Denkwerk-Projekten des ganzen Bundesgebietes und aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen. Im Mittelpunkt standen fünf Schülervorträge aus geförderten Projekten, in denen die Frage nach dem Verhältnis von Inszenierungen, Wahrnehmung und Wirklichkeit eine Rolle spielt.

Ein weiterer kleiner Höhepunkt war die exklusive Führung durch die Bücherreihen der in neuem Glanz erstrahlten Anna Amalia Bibliothek. Begeistert berichteten sowohl Schüler als auch Erwachsene von der besonderen Atmosphäre dieses "Denkwerks der Buchkultur".

Posterausstellung im Foyer

Die Vielfalt der Projekte und Themen spiegelte sich auch in einer bunten und anregenden Posterausstellung im Foyer des Seminargebäudes, die Anlass für zahlreiche Gespräche und einen intensiven Erfahrungsaustausch gab. Die gegenseitige Inspiration, Anregung und ein Erfahrungsaustausch über die Grenzen von Unterricht und Wissenschaft hinweg sind ein großes Anliegen des Netzwerk-Treffens.

Der erste Tag endete mit einer Überraschung im edlen Ambiente der Villa Haar im Park an der Ilm, unweit von Goethes Gartenhaus: Festlich gedeckte Tische luden die Teilnehmer zu einem fulminanten Abendessen mit außergewöhnlichem Begleitprogramm ein. In dem von Reinhart Hübsch moderierten Vernetzungsspiel war die Hälfte aller Gäste aufgefordert, nach Vorspeise und Hauptgericht jeweils den Tisch zu wechseln. Auf diese Art und Weise ergaben sich viele angeregte Gespräche und neue Bekanntschaften unter den Denkwerkern.

Podiumsgespräch und Workshops

Beim Podiumsgespräch am zweiten Tag setzten sich Stephan Märki, Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Medienwissenschaftler Professor Dr. Matthias Warstat und Historiker Professor Dr. Gerd Althoff mit dem Thema "Inszenierungen in Kunst, Geschichte, Politik und Medien - Wer bestimmt die Regeln, nach denen Wirklichkeit entsteht? Dürfen wir unserer Wahrnehmung noch trauen?" auseinander. Moderiert von Herrn Hübsch, ergriff das Publikum die Chance mit renommierten Persönlichkeiten lebhaft zu diskutieren. Schüler, Lehrer und Wissenschaftler führten rege Gespräche, die weit in die Kaffeepause hineingingen.

In den einzelnen Workshops wurde engagiert gearbeitet, sich ausgetauscht und somit viele neue Kenntnisse gewonnen. Im Schülerworkshop war das soziale Internetnetzwerk Facebook ganz oben auf der Agenda. Zusammen mit Stiftungsmitarbeitern wurden Ideen gesammelt, wie man die Denkwerk-Facebook-Gruppe am besten nutzen kann, um die Projekte untereinander zu vernetzen. Am Ende des Symposiums wurde die Facebook-Gruppe durch die Denkwerker Thomas Schmidtgen und Stephanie Röhl live geschaltet, und seitdem genießt die Seite eine wachsende Anzahl von Fans!

Nach den zwei intensiven Tagen fuhren viele Denkwerker zwar erschöpft, aber mit vielen neuen Ideen und neuer Motivation zum forschenden Lehren und Lernen nach Hause. Der Dank der Robert Bosch Stiftung gilt allen Teilnehmern des Symposiums, die mit ihren engagierten Beiträgen das Treffen zu einer fruchtbaren und anregenden Veranstaltung gemacht haben.

Kontakt

Niels Barth
Telefon 0711 46084-30