Literarische Brückenbauer

"Mit scharfem Blick und feinem Ohr" Symposium zur journalistischen Sprach- und Übersetzungskritik

Das Symposium von 24. bis  25. Juni 2010 im Literaturhaus München hatte sich vorgenommen, eine festgefahrene Diskussion zu öffnen. Der Forderung der Übersetzer, in Rezensionen entsprechend gewürdigt zu werden, steht die Klage der Rezensenten gegenüber, dafür keinen Raum und zumeist wegen fehlender Fremdsprachenkenntnisse keine Kompetenz für den Vergleich zwischen Original und Übersetzung zu haben. Hinter dem Symposium stand die Idee, dass man die Übersetzungskritik als Sonderfall der Sprachkritik angehen sollte und dann mit dem übersetzten Text auch ohne Vergleich mit dem fremdsprachigen Original zurechtkommt. Die stimmige sprachliche Gestaltung der Übersetzung und ihr rhetorisch-stilistisches Repertoire sollten Gegenstand der feuilletonistischen Kritik sein. Die Teilnehmer sollten die Möglichkeiten für engagierte Übersetzungskritik erweitern und entdecken, welcher Gewinn für die Lektüre und Wahrnehmung ausländischer Literatur mit ihr verbunden wäre.

Das Symposium war in seinen Plenumsvorträgen einem öffentlichen Publikum zugänglich, sollte zugleich aber das wichtige Fachpublikum aus Medien und Verlagen zusammenbringen. Angesprochen waren insbesondere Literaturübersetzer, Kritiker und Lektoren.

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Anna-Dorothea Grass
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