Lernort Stadion - Politische Bildung an Lernzentren in Fußballstadien

Lernort Stadion - Politische Bildung an Lernzentren in Fußballstadien

Ganz egal, ob sie selbst Fußballfans sind oder nicht: Für die Jugendlichen im Projekt "Lernort Stadion" ist es ein ganz besonderes Erlebnis, wenn sie die Umkleidekabinen der Profispieler betreten dürfen, die Mannschaftsplätze am Rasenrand besetzen und das ganze Fußballumfeld hautnah entdecken können.

Lernort Stadion knüpft an diese positive Haltung an und überträgt sie auf gesellschaftspolitische Fragen aus dem Alltag der jungen Teilnehmer. Politische Bildung heißt dabei, demokratische Werte mit Hilfe des Fußballbezugs direkt vor Ort zu veranschaulichen. Jugendliche werden in ihrer Urteilsfähigkeit und ihrer Selbstverantwortung gestärkt, um ihre Welt selbstbestimmter verändern zu können.

Seit 2010 fördert die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bundesliga-Stiftung Lernzentren zur politischen Bildung, ausgehend vom englischen Vorbild der „Study Support Centres“. Mit dabei sind die Standorte Dortmund, Bochum, Bremen, Berlin, Bielefeld, Gelsenkirchen, Frankfurt, Dresden, Rostock, Braunschweig und Nürnberg.

Zielgruppe der Lernzentren sind Schülerinnen und Schüler, v.a. von Hauptschulen der Jahrgangsstufen sieben bis zehn, sowie fußballbegeisterte Jugendliche und junge Erwachsene aus der Fanszene. Der Reiz des Stadions soll besonders die Jugendlichen ansprechen, die von traditionellen Bildungsangeboten nur selten erreicht werden.

Audio-Slideshow: Die Lernzentren in NRW
Fotos: Theodor Barth, Musik: Soccer meets Learning Bochum

Weitere Informationen

Kontakt

Sylvia Krenn
Telefon 0711 46084-821
Franziska Kegler
Telefon 0711 46084-973
„Lernort Stadion“ will...
  • … Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund über die Faszination des Fußballs für politische Bildungsthemen und gesellschaftspolitische Fragestellungen interessieren.
  •  … im Besonderen bildungsferne und sozial benachteiligte Jugendliche erreichen und ihre sozialen Kompetenzen stärken. Dafür nutzt das Projekt niedrigschwellige, handlungs- und lebensweltorientierte Angebote.
  • … politische Bildung mit Fußballbezug anbieten: Die Teilnehmer sollen am besonderen Lernort motiviert werden, sich mit Themen
    wie Gewalt, Rassismus, Homophobie, Diskriminierung und Vorurteilshandeln, aber auch ihren persönlichen Rechten, Integrations- und Partizipationsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.
  • … die teilnehmenden Jugendlichen dabei unterstützen, Verantwortung für sich und in der Gesellschaft wahrzunehmen.
Besuch im Dortmunder Stadion

Weitere Informationen

Kontakt

Sylvia Krenn
Telefon 0711 46084-821
Franziska Kegler
Telefon 0711 46084-973
Jedes Lernzentrum hat sich ein eigenes Profil erarbeitet, das die Besonderheiten vor Ort berücksichtigt und zum jeweiligen Standort passt. Die Angebote der Lernzentren sind entsprechend vielfältig, aber keineswegs beliebig: Alle Lernzentren verfolgen ein gemeinsames Ziel und haben sich gemeinsame Qualitätsstandards gesetzt. Auf Netzwerktreffen und Methodenwerkstätten haben sie diese Standards für die politische Bildungsarbeit am Lernort Stadion entwickelt. Dass das Konzept aufgeht, zeigen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung.

Diese zehn Faktoren machen Lernort Stadion zum Erfolg

1. Der politischen Bildung im Stadion liegt ein weit gefasster Politikbegriff zugrunde. Er meint nicht nur die Auseinandersetzung mit Systemen, Akteuren und Entscheidungsprozessen, sondern nimmt die Beteiligungsmöglichkeiten jedes Einzelnen in seinem Umfeld, zum Beispiel in Schule, Familie oder Freizeit, in den Blick. Dadurch lernen Jugendliche, dass auch in ihrem Alltag eine politische Dimension steckt.

Die Bundesliga-Stiftung

Seit Mai 2010 ist die Bundesliga-Stiftung Kooperationspartner der Robert Bosch Stiftung im Projekt „Lernort Stadion“.

Die Stiftung mit Sitz in Frankfurt a. M. wurde 2009 vom Ligaverband e.V. und der DFL Deutsche Fußball Liga ins Leben gerufen. Sie nimmt die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs wahr und nutzt die große Kraft des Fußballs, um bessere Chancen für Kinder, Menschen mit Behinderung und Sportler anderer Sportarten zu schaffen sowie Integration und Gewaltprävention zu fördern.

„Die Bundesliga hat eine enorme Anziehungskraft. Diese nutzen wir, um gerade Jugendliche und junge Erwachsene aus sozialschwachen Familien zu außerschulischen Bildungsangeboten zu motivieren. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Einbindung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund“, erklärt Tom Bender, Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung.

Weitere Informationen

Kontakt

Sylvia Krenn
Telefon 0711 46084-821
Franziska Kegler
Telefon 0711 46084-973