Integration gemeinsam schaffen

Für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund

In Zusammenarbeit zwischen der Robert Bosch Stiftung, der Breuninger Stiftung und dem Integrationsbeauftragten des Landes Baden-Württemberg ist ein Konzept erarbeitet worden, das erfolgreiche Bildungspartnerschaften mit Eltern mit Migrationshintergrund landesweit ermöglichen soll. Das Konzept ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie (NHS) des Landes Baden-Württemberg.

In Form eines Runden Tisches beteiligten sich an der Erarbeitung der Konzeption wichtige Einrichtungen und Organisationen, die sich für eine Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund engagieren. Das entwickelte Konzept wurde im Juni 2010 der Nachhaltigkeitskonferenz zur Zustimmung vorgelegt und wird nun zügig aus Landes-, NHS- und Stiftungsmitteln umgesetzt.

Die Konzeption berücksichtigt, dass es vor Ort in den Kommunen unterschiedliche Ausgangslagen und Voraussetzungen gibt, an die es anzuknüpfen gilt. Kernstück ist daher die Empfehlung, lokale Netzwerke zu schaffen oder bestehende besser an die Aufgabe anzupassen. Zur Unterstützung dieser lokalen Netzwerke soll es im Land einen Pool von mobilen Beratern geben, die die Arbeit vor Ort im Sinne der Konzeption beraten, begleiten und gegebenenfalls auch initiieren.

Ein weiterer Teil der Konzeption sind gemeinsam erarbeitete Erfolgsfaktoren für gelingende Erziehungspartnerschaften. Hier wurden konkrete Rahmenbedingungen und Empfehlungen struktureller und inhaltlicher Art zusammengestellt, die von den Akteuren vor Ort bei Planung und Durchführung von Maßnahmen berücksichtigt werden sollen. Für die ebenfalls im Konzept vorgesehene Förderung von konkreten Maßnahmen vor Ort ist die Berücksichtigung dieser Faktoren und eine Empfehlung von einem lokalen Netzwerk Voraussetzung.

Um die Umsetzung der Konzeption zu begleiten, wurde der Verein Netzwerke für Bildungspartner e.V. gegründet. Er sorgt dafür, dass in Baden-Württemberg ein flächendeckendes professionelles Beratungsangebot aufgebaut wird und schreibt ein Förderprogramm für Maßnahmen vor Ort aus. Mehr Informationen zum Verein und die Unterlagen zur Ausschreibung finden sich auf der Internetseite des Vereins (siehe "Weitere Informationen").
Die Familie im Bildungsprozess
Die Familie prägt die Lernbereitschaft und die Einstellung zu Bildung grundlegend. Sie gestaltet nicht nur die erste Erfahrungswelt und das Bildungsumfeld eines Kindes, in ihr wird unter anderem auch über die Nutzung frühkindlicher Förderungs- und Bildungsangebote, die Schullaufbahn, schulergänzende Maßnahmen wie Nachhilfe und Sprachreisen sowie über den Zugang zu kirchlichen und sonstigen religiösen Einrichtungen und zu anderen Angeboten in Sport, Musik oder Kunst entschieden. Insofern stellt die Familie wesentliche Weichen für den Bildungserfolg, für die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen und somit für die persönlichen und beruflichen Perspektiven der Kinder.

Aktuelle Ausschreibung

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Der Verein „Netzwerke für Bildungspartner e.V.“ nimmt Bewerbungen für Vorhaben entgegen, die darauf zielen, die Zusammenarbeit zwischen Migranteneltern und Kindergärten, Schulen, Vereinen sowie anderen privaten oder öffentlichen Einrichtungen durch Bildung lokaler Netzwerke zu verstärken (Bildungspartnerschaften). Die Fördermittel werden in vier Auswahlrunden bis Ende 2011 vergeben. Die maximale Fördersumme je Vorhaben beträgt 5.000 Euro. Förderanträge und weitere Informationen stehen auf der Website des Vereins: