Denkwerk-Symposium 2008 in Leipzig
Schüler aus der Toleranzwerkstatt der Universität Jena erklärten, wie sich z.B. Musikworkshops auf Vorurteile von Kindern gegenüber Ausländern auswirken; Bremer Schüler zeigten, wie sie Graffitis analysieren, um festzustellen, ob eine politische Botschaft dahinter steckt und an wen diese sich richtet. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit fremden Kulturen haben drei Schüler aus Halle - Julia Dieskau, Erik Elster und Eva Tichatschke aus dem Projekt „Interkulturelle Kompetenz, Kontakt mit Fremden“ - in die Form eines kleinen Theaterstücks gebracht, während Schüler vom Tassilo-Gymnasium in Simbach über ihre Forschung in Berlin und London berichteten, wo sie in Interviews mit Parlamentariern die politischen Folgen der verschiedenen Wahlsysteme unter die Lupe nehmen konnten.
Anspruchsvolle Hypothesen, interessante Forschungsergebnisse und spannende Präsentationen machten die Schülervorträge zum Highlight des Symposiums. Die jungen Forscher standen in ihrer Begeisterung und ihrer Ernsthaftigkeit dem Hauptredner Professor Bade von der Universität Osnabrück in nichts nach. Er referierte zum Thema „Homo migrans: Migration und Integration als Forschungsfragen und Gestaltungsprobleme“ und stellte sich im Anschluss den Fragen der rund 130 teilnehmenden Wissenschaftler, Lehrer und Schüler.
Unterhaltung der leichteren Art gab es beim Festabend im Bayrischen Bahnhof in Leipzig. Erik Ballenthin, Michael Brösangk, Florian Köhn, Uwe Pönisch und Marcel Schneider, Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in Schwedt und Teilnehmer der Kabarettwerkstatt der Uckermärkischen Bühnen Schwedt brachten in fünf kleinen Kabarett-Stücken unter dem Titel „Die Gaußgestoßenen – Hart an der offenen Grenze“ die Festgesellschaft zum Lachen und zum Nachdenken. Abgerundet wurde das Symposium durch eine Posterausstellung, in der sich die Denkwerk-Projekte präsentieren und austauschen konnten, durch Workshops für die Wissenschaftler und Lehrer sowie Gesprächsrunden für die Schüler, in denen sie Geisteswissenschaftler über ihre Berufswege ausfragen konnten. Nur eine wichtige Frage blieb offen: Wann treffen wir uns zum nächsten Symposium?
| Ab 14:00 | Anmeldung & Begrüßungskaffee | |
| 15:30 | Begrüßung | Dr. Ingrid Hamm, Robert Bosch Stiftung |
| 15:45 |
Vortrag: Homo migrans: Migration und Integration als Forschungsfragen und Gestaltungsprobleme Anschließend Diskussion mit Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern |
Professor Dr. Klaus J. Bade, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück |
| 17:15 | Posterausstellung und Sektempfang | |
| 19:15 | Abfahrt zum Festabend | |
| 20:00 | Festabend im Bayerischen Bahnhof, Leipzig |
Die Gaußgestoßenen Hart an der offenen Grenze Auftritt einer politischen Kabarettwerkstatt der Uckermärkischen Bühnen Schwedt mit Schülern des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwedt/Oder |
| 22:30 | Ende |
20.09.2008
| 08:30 | Kaffee | |
| 09:00 | Begrüßung |
Atje Drexler, Robert Bosch Stiftung |
| 09:15 | Schülervorträge |
Interdisziplinäres Teilprojekt "Interkulturelle Kompetenz - Kontakt mit Fremden" ("Herausforderung Mensch"), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
| 10:15 | Kaffeepause & Posterausstellung | |
| 10:45 | Schülervorträge |
Kommunikation im Raum - Ergebnisse einer Spurensuche, Universität Bremen |
| 12:15 | Mittagsimbiss und Posterausstellung | |
| 13:00 | Programm für Wissenschaftler und Lehrer |
Parallele Workshops zu den folgenden Themen:
Workshop 3: Fachdidaktik und Forschendes Lernen, Referent: Prof. Dr. Rudolf Messner, Fachbereich Erziehungswissenschaft Humanwissenschaften, Universität Kassel |
| zeitgleich | Schülerprogramm – Berufswege |
Gespräche mit: Nathalie Greger, Personalreferentin, Atos Origin GmbH Andrea Maier, Referentin bei der Koordinatorin für Internationale Personalpolitik, Auswärtiges Amt Frank Albers, Projektleiter, Robert Bosch Stiftung |
| 16:00 | Schlusswort & Abschied | |
| 16:30 | Ende |
Weitere Denkwerk-Symposien im Überblick
Im großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses fand am 13. und 14. November 2009 das 4. Denkwerk-Symposium statt. Mit vier Projektvorträgen gelang, was Wissenschaftlern nicht immer gelingt: Das Publikum für das eigene Thema zu gewinnen, zu fesseln, zu unterhalten und zugleich handfeste wissenschaftliche Ergebnisse zu präsentieren.
Am 16. und 17.November 2007 lud die Robert Bosch Stiftung zum 2. Denkwerk-Symposium in die Zeche Zollverein in Essen ein. Der Einladung folgten - trotz Bahnstreik - rund 100 Schüler, Wissenschaftler und Lehrer aus 21 Denkwerk-Projekten.
Denken Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler anders? Beim ersten Denkwerk-Symposium am 16. November 2006 in Berlin präsentierten sich die geförderten Kooperationen und tauschten sich untereinander aus.
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