Wilma Rethage, Archangelsk

Mai 2010

Seminar: Strukturen der deutschen Theaterszene

Theater – das ist Kunst, Kreativität, Genuss, Körperlichkeit, Phantasie … und ein hartes Geschäft. Das Seminar wirft einen Blick hinter die Kulissen der Bühne und bietet einen Einblick in die Strukturen und kulturpolitischen Besonderheiten der aktuellen deutschen Theaterszene. Wie funktioniert der Theatermarkt in Deutschland? Wie finanziert das Land eine Theaterszene, die bunter, vielfältiger und dichter ist als in anderen Ländern Europas? Welche Plattformen und Netzwerke gibt es im Theatermarkt? Wie öffnet sich der deutsche Theatermarkt für ausländische Arbeiten? Welche Projektförderungen gibt es für deutsch - osteuropäische Kooperationen?

Im Rahmen eines eintägigen Seminars, am 20.05.2010, werden den Studierenden der Theaterabteilung (2. und 3. Studienjahr) des Kulturkollegs Archangelsk Grundlagen und Einblicke in die deutsche Theaterszene vermittelt. Ziel ist es den Blick zu öffnen für die Vielfalt und den Reichtum der deutschen Theaterszene, Grundwissen über die Strukturen der Szene zu vermitteln und konkrete Möglichkeiten für Projektförderungen im deutsch-russischen Austausch aufzuzeigen.

 Das Seminar wird von  der Robert Bosch Kulturmanagerin Wilma Rethage  durchgeführt.

Februar 2010

"Von der friedlichen Revolution zur deutschen Einheit"
ОТ МИРНОЙ РЕВОЛЮЦИИ К ЕДИНСТВУ ГЕРМАНИИ

Wanderplakatausstellung mit wissenschaftlichem Rahmenprogramm

Vom 24.02.2010 bis zum 10.03.2010 wird in der Dobroljubow-Bibliothek in Archangelsk die russische Fassung der von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierten Plakatausstellung präsentiert, die das deutsche Zeitgeschehen rundum den Mauerfall im Jahr 1989 bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands aufgreift.

Die Ausstellung berührt nicht nur die politischen Aspekte der Wendezeit sondern nimmt auch die Perspektive des Volkes ein. Themen wie Migrationsbewegung und Massenflucht oder das Leben im wirtschaftlichen Defizit runden die politische Sichtweise ab. Begleitend zur Ausstellung werden für die Besucher eine Reihe von thematischen Seminaren, Filmvorführungen und Vorlesungen sowie Rundgänge durch die Ausstellung angeboten. Ziel des begleitenden Rahmenprogramms ist es, die Besucher in den Dialog mit Zeitzeugen zu bringen, Diskussionen und Überlegungen anzuregen und sowohl die deutsche als auch die russische Perspektive auf diese Zeit herauszuarbeiten.

Das Projekt wurde von Wilma Rethage initiiert und wird in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Forschung und Kultur des Archangelsker Gebiets, der Staatlichen Pomorenuniversität Archangelsk sowie der Dobroljubow-Bibliothek in Archangelsk durchgeführt und von der Robert Bosch Stiftung und dem Goethe-Institut Moskau gefördert.

Januar 2010

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„Eis und Flammen“ -  Eisskulpturenprojekt in Kargopol
Rätsel: Was kann man aus sieben großen Eisblöcken, zwei Flaschen Benzin, Glockenspielmusik und einer traumhaften Kulisse altehrwürdiger Sakralbauten im tiefen Norden Russlands machen?

Die Antwort darauf bot das Eisskulpturenprojekt „Eis und Flammen“, das vom 17.-19. Januar 2010 in der malerischen, nordrussischen Kleinstadt Kargopol stattfand. Im Rahmen des dort jährlich ausgerichteten, der Glockenspielkunst gewidmeten Festivals der „Kristallklänge“ wurden unter internationaler Beteiligung und vor den Augen der Festivalbesucher Eisskulpturen geschaffen, die bei ihrer nächtlichen Präsentation choreographisch in Flammen aufgingen. Auch die Festivalbesucher konnten Hand anlegen und unter Anleitung der Künstler an Probeblöcken in die Kunst der Eisschnitzerei hineinschnuppern.

Für dieses Projekt und um die Kunst-, Kultur- und vor allem die Künstlerszene in den Städten Kargopol und Archangelsk kennen zu lernen, kam Herr Alexander Bach aus Deutschland für eine Woche nach Archangelsk. Als hauptberuflicher Industriedesigner brachte er Sinn für Ästhetik, technisches Know-how und eine hohe Affinität zu schönen Formen mit. Als Eisskulpturenkünstler hat er sich bereits einen Namen gemacht. In den vergangenen Jahren war er schon mehrfach maßgeblich an der Gestaltung der legendären Icehotels in Schweden beteiligt.

Das Projekt bot eine gute Plattform für den technischen und künstlerischen Austausch zwischen den teilnehmenden internationalen Künstlern. Darüber hinaus war das Projekt ein wichtiger Schritt zur Vernetzung der Kulturmanager und Festivalorganisatoren.

„Eis und Flammen“ wurde von Wilma Rethage in Kooperation mit norwegischen und russischen Projektpartnern geplant und durchgeführt und wurde u.a. von der Robert Bosch Stiftung und dem Goethe-Institut Moskau gefördert.