Europamobil
Europamobil informiert junge Menschen über die Chancen, die ihnen die Europäische Union bietet, über die Landesgrenzen hinaus „mobil“ zu werden. In der Zusammenarbeit lernen die teilnehmenden Schüler und Studenten die Nachbarländer und ihre Menschen besser kennen und verstehen.

Jeweils 20 Studierende aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten besuchen mit dem Europamobil Schulen einer jährlich wechselnden Region in Europa (bislang in Deutschland, Frankreich und Polen), um mit den Schülern Workshops, Planspiele und Seminareinheiten zu europäischen Fragen zu veranstalten, die sie im Vorfeld eigenständig konzipiert haben.

Jedes Jahr wird dafür ein internationales Team von Studierenden zusammengestellt, die zunächst in einem Vorbereitungsseminar ausgebildet werden. Anschließend führen sie binnen zwei Wochen Workshops zu europäischen Themen durch, wobei an jedem Tag eine andere Schule besucht wird. So werden jährlich insgesamt ca. 3.300 Schüler im Alter von 13-17 Jahren an allgemein- und berufsbildenden Schulen erreicht.

Parallel zum eigentlichen Projektangebot informieren weitere europäisch aktive Vereine und Akteure die Schüler darüber, wie sie in Europa mobil werden können. Kurze Zeit später wird in den teilnehmenden Schulen eine Fotoausstellung zu dem Projekt gezeigt. Außerdem präsentiert die Website die Ergebnisse der Workshops.

Das Projekt wird seit 2009 gemeinsam mit der Stiftung Genshagen durchgeführt.

Bildergalerie

Kontakt

Stephen Bastos
Stiftung Genshagen
Telefon + 49 (0)3378 8059 50

Kontakt in der Stiftung

Jacob Düringer
Telefon 0711 46084-148
Eckdaten Europamobil
  • Ausschreibung jeweils im Frühjahr u.a. auf der Website www.europamobil-online.eu, über Stiftungsverteiler und Universitätsverteiler
  • Zielgruppe: Studierende aller EU-Mitgliedstaaten mit Studienschwerpunkt Europa
  • Auswahlkriterien: akademische Qualifikationen, gute Englischkenntnisse sowie Kenntnisse in Deutsch und/oder Französisch
  • Mit der Bewerbung sollte ein Konzept für eine Workshopidee eingereicht werden
  • Maximal 20 Teilnehmer pro Jahr
  • Dauer: 3,5 Wochen im September
  • Einwöchiges Vorbereitungsseminar zur Vermittlung methodischer und inhaltlicher Grundlagen, zur Vorbereitung der Workshops sowie für Teambuilding-Aktivitäten
  • Ca. zweiwöchige Schulbesuche (11-15 Schulen)
  • Unterstützung durch erfahrene Trainer
  • Abschlusskonferenz zur Präsentation der Workshopergebnisse

Kontakt

Stephen Bastos
Stiftung Genshagen
Telefon + 49 (0)3378 8059 50

Kontakt in der Stiftung

Jacob Düringer
Telefon 0711 46084-148
Am Freitag, den 28. September 2012, fand im Mazovian Centre for Culture and Arts in Warschau eine öffentliche Abschlussveranstaltung mit über 80 Teilnehmern statt. Anwesend waren Schüler und Lehrer der besuchten Schulen sowie Gäste aus Politik, Medien, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, darunter auch Rafal Zieba, Direktor des Marschallbüros von Masowien, der zusammen mit Dr. Martin Koopmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Genshagen, die Konferenz offiziell eröffnete.
 
Die Besucher erhielten eine interaktive Präsentation der Workshops, die an den Schulen zu vier unterschiedlichen Themen durchgeführt wurden:
  • How Does the EU Work? Looking at Institutions and Beyond
  • Cultural Diversity and European Identity
  • Populism in Europe. Democracy and the Dangers to Democracy
  • Migration in Europe

Anschließend fand eine lebhafte Podiumsdiskussion zum Thema „Krise oder Chance? Die Rolle der Bildung bei der Herausbildung einer europäischen Identität“ u.a. mit Piotr Pacewicz, dem Mitbegründer und stellvertretenden Chefredakteur der polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ und der profilierten EU-Expertin Agnieszka Lada vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten (ISP) aus Warschau statt. Stephen Bastos, Projektleiter der Stiftung Genshagen, übernahm die Moderation und sprach anschließend das Schlusswort, in dem er noch mal Charakter und Bedeutung des Projekts hervorhob und Europamobil als wichtigen zivilgesellschaftlichen Beitrag zum Bau eines vereinten Europas „von unten“ bezeichnete.