Pressemitteilung
Erste landespolitische Tagung: Baden-württembergische Muslime - Perspektiven für die neue Generation
Kirchenbeauftragter Staatssekretär Hubert Wicker: Durch interreligiösen Dialog Verständnis und Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken
Gemeinsame Veranstaltung von Landesregierung, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Robert Bosch Stiftung
„In Baden-Württemberg bekennen sich über 600.000 Menschen und damit knapp sechs Prozent der Bevölkerung zum islamischen Glauben. Insbesondere die jüngere Generation besitzt überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit. Für Demokraten gibt es keine Alternative dazu, miteinander zu reden, einander kennen und achten zu lernen sowie Chancen und Probleme zusammen anzugehen. Gemeinsam mit den Kirchen wollen wir daher Dialog und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken. Mit der ersten landespolitischen Tagung bringen wir Menschen aus Kirchen und verschiedenen Religionen, aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch.“ Dies sagte der Kirchenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretär Hubert Wicker, am Donnerstag (1. Oktober 2009) in Hohenheim.
Veranstaltet werde die Tagung von der Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Robert Bosch Stiftung. Sie sei Auftakt einer zunächst auf fünf Jahre angelegten Tagungsreihe „Gesellschaft gemeinsam gestalten“. Diese gehe auf eine Initiative von Ministerpräsident Günther H. Oettinger zurück, der die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Kirchen im vergangenen Jahr darum gebeten habe, gemeinsam mit den muslimischen Vereinigungen eine jährlich stattfindende Konferenz einzuberufen.
Junge Generation steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der Tagung stehe die „neue Generation“ baden-württember-gischer Muslime. Es gehe um Situation und Anliegen dieser jungen Generati-on, die oft bereits in Deutschland geboren sei, teilweise den Bildungsaufstieg geschafft habe und dennoch weiterhin darum ringe, als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger anerkannt zu werden. So zeigten die Erfahrungen der Schulen, dass der islamische Religionsunterricht nicht nur der Vermittlung religiöser und demokratischer Werte in deutscher Sprache diene, sondern Kindern und Jugendlichen auch zeige, dass sie mit ihrem Glauben gleichberechtigter Teil schulischen Lebens seien.
Informations- und Beratungsplattform für Kommunen und Land
Große Bedeutung komme der Beratung und Förderung des Dialoges in Städten und Kommunen zu. Diese meldeten dringenden Bedarf an Information und Beratung. Indem im Rahmen der Tagung Beispiele aus der Praxis, wie Kooperationsprojekte im Bereich der Jugendarbeit oder Erfahrungen mit dem Schulversuch „Islamischer Religionsunterricht“ vorgestellt und ausgewertet würden, begegne man diesem Bedarf. „Um die Situation in den Städten müssen wir uns kümmern. Das Zusammenleben gelingt vor Ort oder es gelingt gar nicht. Und jeder kann in seiner Gemeinde dazu beitragen, dass das Miteinander stärker wird“, unterstrich Staatssekretär Wicker. Die Ergebnisse der gemeinsamen Beratungen und Diskussionen während der Tagung würden in eine Handreichung umgesetzt, die nach dem Wunsch des Ministerpräsidenten im Ministerrat beraten werde, erklärte der Staatssekretär.
Beteiligung junger Muslime an Vorbereitung und Durchführung der Tagung
Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart freue sich über die Beteiligung eines breiten Spektrums junger Muslime an Vorbereitung und Durchführung der Tagung, sagte Dr. Abraham Kustermann, der Direktor der Akademie. „Durch die neue Generation mit sprachfähigen und in dieser Gesellschaft verwurzelten Ansprechpartnern können Dialog und Zusammenarbeit an Qualität und Intensität gewinnen.“
Muslime als gleichberechtigte Bürger unseres Landes
„Wir versprechen uns von der jetzt gestarteten Veranstaltungsreihe einen ent-scheidenden Beitrag dazu, dass sich Muslime als gleichberechtigte Bürger unseres Landes fühlen und in diesem Sinne handeln. Gerade bei der Arbeit mit Jugendlichen sehen wir hier großes Potential“, sagte Dieter Berg, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. Bereits von 2006 bis 2008 habe die Robert Bosch Stiftung das Projekt der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart „Gesellschaft gemeinsam gestalten“ unterstützt, mit dem Ziel Erfahrungen aus Dialogen zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen auf lokaler Ebene zu untersuchen. Die Frage nach der Beheimatung muslimischer Vereinigungen in Baden-Württemberg, was sie fördert und was ihnen Schwierigkeiten bereitet, stand dort im Vordergrund. „Dank dieser Grundlage können wir jetzt sehr konkret weiterdenken“, erklärte Berg.
Gemeinsame Veranstaltung von Landesregierung, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Robert Bosch Stiftung
„In Baden-Württemberg bekennen sich über 600.000 Menschen und damit knapp sechs Prozent der Bevölkerung zum islamischen Glauben. Insbesondere die jüngere Generation besitzt überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit. Für Demokraten gibt es keine Alternative dazu, miteinander zu reden, einander kennen und achten zu lernen sowie Chancen und Probleme zusammen anzugehen. Gemeinsam mit den Kirchen wollen wir daher Dialog und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken. Mit der ersten landespolitischen Tagung bringen wir Menschen aus Kirchen und verschiedenen Religionen, aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch.“ Dies sagte der Kirchenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretär Hubert Wicker, am Donnerstag (1. Oktober 2009) in Hohenheim.
Veranstaltet werde die Tagung von der Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Robert Bosch Stiftung. Sie sei Auftakt einer zunächst auf fünf Jahre angelegten Tagungsreihe „Gesellschaft gemeinsam gestalten“. Diese gehe auf eine Initiative von Ministerpräsident Günther H. Oettinger zurück, der die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Kirchen im vergangenen Jahr darum gebeten habe, gemeinsam mit den muslimischen Vereinigungen eine jährlich stattfindende Konferenz einzuberufen.
Junge Generation steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der Tagung stehe die „neue Generation“ baden-württember-gischer Muslime. Es gehe um Situation und Anliegen dieser jungen Generati-on, die oft bereits in Deutschland geboren sei, teilweise den Bildungsaufstieg geschafft habe und dennoch weiterhin darum ringe, als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger anerkannt zu werden. So zeigten die Erfahrungen der Schulen, dass der islamische Religionsunterricht nicht nur der Vermittlung religiöser und demokratischer Werte in deutscher Sprache diene, sondern Kindern und Jugendlichen auch zeige, dass sie mit ihrem Glauben gleichberechtigter Teil schulischen Lebens seien.
Informations- und Beratungsplattform für Kommunen und Land
Große Bedeutung komme der Beratung und Förderung des Dialoges in Städten und Kommunen zu. Diese meldeten dringenden Bedarf an Information und Beratung. Indem im Rahmen der Tagung Beispiele aus der Praxis, wie Kooperationsprojekte im Bereich der Jugendarbeit oder Erfahrungen mit dem Schulversuch „Islamischer Religionsunterricht“ vorgestellt und ausgewertet würden, begegne man diesem Bedarf. „Um die Situation in den Städten müssen wir uns kümmern. Das Zusammenleben gelingt vor Ort oder es gelingt gar nicht. Und jeder kann in seiner Gemeinde dazu beitragen, dass das Miteinander stärker wird“, unterstrich Staatssekretär Wicker. Die Ergebnisse der gemeinsamen Beratungen und Diskussionen während der Tagung würden in eine Handreichung umgesetzt, die nach dem Wunsch des Ministerpräsidenten im Ministerrat beraten werde, erklärte der Staatssekretär.
Beteiligung junger Muslime an Vorbereitung und Durchführung der Tagung
Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart freue sich über die Beteiligung eines breiten Spektrums junger Muslime an Vorbereitung und Durchführung der Tagung, sagte Dr. Abraham Kustermann, der Direktor der Akademie. „Durch die neue Generation mit sprachfähigen und in dieser Gesellschaft verwurzelten Ansprechpartnern können Dialog und Zusammenarbeit an Qualität und Intensität gewinnen.“
Muslime als gleichberechtigte Bürger unseres Landes
„Wir versprechen uns von der jetzt gestarteten Veranstaltungsreihe einen ent-scheidenden Beitrag dazu, dass sich Muslime als gleichberechtigte Bürger unseres Landes fühlen und in diesem Sinne handeln. Gerade bei der Arbeit mit Jugendlichen sehen wir hier großes Potential“, sagte Dieter Berg, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. Bereits von 2006 bis 2008 habe die Robert Bosch Stiftung das Projekt der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart „Gesellschaft gemeinsam gestalten“ unterstützt, mit dem Ziel Erfahrungen aus Dialogen zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen auf lokaler Ebene zu untersuchen. Die Frage nach der Beheimatung muslimischer Vereinigungen in Baden-Württemberg, was sie fördert und was ihnen Schwierigkeiten bereitet, stand dort im Vordergrund. „Dank dieser Grundlage können wir jetzt sehr konkret weiterdenken“, erklärte Berg.
Kontakt
Stephanie Ferdinand
Pressereferentin
Telefon 0711 46084-29
Telefax 0711 46084-96
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