In Berlin fand die Auftaktveranstaltung für "Europa erfahren" 2010 mit rund 150 Studenten aus Südosteuropa statt. Die Studenten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien begannen ihre Reise durch die EU mit einer City Rally in Berlin.



"Reisen, wohin man will. Bleiben, solange man will. Das ist die einmalige Gelegenheit, unbeschwert durch Europa zu fahren und die Städte, die man schon immer sehen wollte, zu besichtigen."
Amila Karacic, Bosnien und Herzegowina, Teilnehmerin Europa erfahren 2008


Die Teilnehmer starteten in Gruppen mit einer City Rally durch Berlin.









Podiumsdiskussion: Moderatorin Sandra Breka, Leiterin des Berliner Büros der Robert Bosch Stiftung, zusammen mit Oliver Luksic, Mitglied des Deutschen Bundestags, Judy Dempsey, Korrespondentin der International Herald Tribune, und Ivan Vejvoda vom Balkan Trust for Democracy. Thema: "The Balkans in Europe’s Future."

Wortmeldung zur Podiumsdiskussion.










Europa erfahren

In die Europäische Union zu reisen bedeutet für Studenten aus den Ländern des Westlichen Balkans, dass sie eine Vielzahl an Dokumenten zusammenstellen und eine teure Krankenversicherung abschließen müssen. Darüber hinaus müssen sie einen Termin beim Konsulat vereinbaren und dann auf die Entscheidung über ihren Visaantrag warten, die durchaus negativ ausfallen kann. Diese Erschwernisse führen dazu, dass ein Großteil der Studenten noch nie außerhalb der Region, viele noch nie außerhalb ihres Heimatlandes waren. Das Projekt „Europa erfahren“ will der daraus resultierenden Isolation der jungen Generation Südosteuropas entgegenwirken.

Herausragende Studenten aus den Staaten des Westlichen Balkans erhalten die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, ihr Verständnis für europäische Strukturen zu erweitern und sich untereinander kennenzulernen.

Zielgruppe des Programms sind die besten Studenten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien. Für eine vierwöchige Reise durch die Länder der Europäischen Union erhalten sie in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt kostenlose Schengen-Visa. Darüber hinaus werden Ihnen Krankenversicherung, Interrail-Tickets und Tagegeld zur Verfügung gestellt. Angesprochen sind insbesondere junge Menschen, die über keine Auslandserfahrung verfügen. Im ersten Jahr nahmen 100 Studenten teil, inzwischen reisen jährlich fast 400 Teilnehmer in die Länder der Europäischen Union.

Seit 2008 beginnen die Studenten ihre Reise mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in Berlin. Sie empfinden die Reise als prägende Erfahrung, die auch das Verhältnis zur Europäischen Union, zum eigenen Land und zu Deutschland verändert. Durch begleitende Medienberichte stößt das Projekt auf große öffentliche Resonanz in den Ländern Südosteuropas.

Die Robert Bosch Stiftung führt das Projekt ‚Europa erfahren’ seit 2007 in Partnerschaft mit dem Balkan Trust for Democracy und in Koordination mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den Ländern Südosteuropas durch.

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Weblog: Vier Wochen lang reisen die diesjährigen Teilnehmer durch die Länder der Europäischen Union. Sechs von ihnen berichten in einem Weblog von ihren Erlebnissen.

Kontakt

Paul-Georg Friedrich
Telefon 030 327 88 553