Förderkriterien
Das Programm „Willkommen Türkei! Hoşgeldin Almanya! Deutsch-türkische Schüleraustauschprojekte 2010 – 2011“ fördert gemeinsame Schüler-Projekte von Schulen in Deutschland und in der Türkei. Die Planung und Durchführung eines Projekts erfolgt in intensiver Zusammenarbeit mit dem Projektpartner.
Thematisch sollen die Projekte so angelegt sein, dass sie interkulturelle, zivilgesellschaftliche und demokratische Kompetenzen fördern, zum Beispiel:
- Theater- und Musikaufführungen;
- Recherchen zu gesellschaftlichen Themen;
- Handwerkliche Projekte.
Wer kann sich bewerben?
Schulen in Deutschland und der Türkei, die mit jeweils einer Schülergruppe ein gemeinsames Projekt durchführen möchten. Gefördert werden Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen mit ihren Lehrern und Betreuern. Die jeweilige Gruppengröße sollte im Bereich von 10-25 Schülern liegen. Wichtig ist, dass das Projekt gemeinsam mit dem Projektpartner und von der gesamten Projektgruppe ausgearbeitet wird.
Die Fördermittel der Robert Bosch Stiftung sind als Anschubfinanzierung gedacht, mit der erste Schritte in Richtung einer festen Schulpartnerschaft gegangen werden können. Die wiederholte Förderung zweier Schulen, die bereits am Programm teilgenommen haben, ist damit ausgeschlossen.
Rahmenbedingungen:
- Die Projektpartner stehen bereits vor Antragstellung in Kontakt.
- Die Antragstellung erfolgt durch die deutschen Schulpartner - mit Hilfe des Antragsformulars der Robert Bosch Stiftung - mindestens zwei Monate vor Projektbeginn.
- Besuch und Gegenbesuch sollten innerhalb eines Jahres geplant werden.
- Die Projektpartner beschäftigen sich vorab mit Sprache, Land und Kultur des Austauschpartners.
- Besuch und Gegenbesuch dauern jeweils 7 bis 10 Tage und beinhalten mindestens 2 Tage Projektarbeit (bei einer Dauer von über 8 Tagen 3 Tage Projektarbeit).
- Die Unterbringung sollte möglichst in Gastfamilien erfolgen.
- Bestandteil des Austauschs sind die Vor- und Nachbereitung der Begegnungen und des Projekts.
Die Vorbereitungsphase ist mehrwöchig, unterrichtsbegleitend und umfasst:
- die Zusammenarbeit der deutschen und türkischen Betreuer bei der Planung eines gemeinsamen Projekts;
- ein Vorbereitungstreffen der verantwortlichen Lehrkräfte;
- die vorbereitende Projektarbeit der Schüler im jeweiligen Land;
- die erste Kontaktaufnahme zwischen deutschen und türkischen Schülern.
Die Nachbereitungsphase beinhaltet:
- die gemeinsame Ergebnissicherung und Bewertung durch die deutschen und türkischen Betreuer;
- ein Nachbereitungstreffen der verantwortlichen Lehrkräfte;
- die Auswertung der inhaltlichen Erkenntnisse und interkulturellen Erfahrung der Schüler mit Hilfe von Fragebögen und/oder in Gesprächen;
- die Sicherung der Nachhaltigkeit der Begegnung: Überlegungen zur Etablierung einer festen Schulpartnerschaft; Überlegungen zum Ausbau der Erfahrungen der Schüler z.B. durch Brieffreundschaften, Studium/ Teilstudium/ Praktika im jeweils anderen Land; Weitergabe der Erfahrungen an neue Austauschgruppen.
Wie wird gefördert?
Fördermittel können beantragt werden für:
- Vor- und Nachbereitungstreffen verantwortlicher Lehrkräfte;
- Reisekosten für Besuch und Gegenbesuch;
- Aufenthaltskosten (inkl. notwendiger Versicherungen, Eintrittsgelder etc.);
- Projektdurchführungskosten (z. B. Arbeitsmaterial, Honorare).
Eine angemessene Eigenbeteiligung der Teilnehmer wird vorausgesetzt, die Einwerbung von Drittmitteln ist erwünscht.
Beratung für die türkischen Schulpartner
Die Beratung für die türkischen Schulpartner übernimmt das Goethe-Institut Istanbul.
Kontakt in der Türkei:
Goethe-Institut Istanbul
Yeniçarşı Cad. 32
34433 Beyoğlu / Istanbul, Türkei
Tel.: 0090 212 249 20 09