Europäischer Bürgergipfel
Nach einer mehrmonatigen Online-Debatte ab Dezember 2008, in der alle User ihre Erwartungen an und Visionen für Europa einbringen konnten, kamen im März 2009 über 1.500 zufällig ausgewählte Bürger in allen EU-Mitgliedstaaten parallel zusammen und erarbeiteten konkrete Empfehlungen für die wirtschaftliche und soziale Zukunft der Europäischen Union (EU). Dabei arbeiteten Frauen und Männer, Alte und Junge, Studenten und Dozenten, Angestellte, Selbständige, Rentner, Hausfrauen und -männer sowie Arbeitssuchende zusammen. Alle Veranstaltungen waren miteinander vernetzt. Insgesamt haben auch über 100 Mitglieder des Europäischen Parlaments das Projekt aktiv begleitet, indem sie sich vor Ort über die Ergebnisse der Bürger informierten und sich ihre "Hausaufgaben" ins Parlament mitnahmen.
Auf dem Europäischen Bürgergipfel wurden die nationalen Empfehlungen von 150 Bürgern aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten in eine "Europäische Bürgererklärung" gegossen. Diese haben die Bürger der Öffentlichkeit präsentiert und engagiert mit der versammelten politischen EU-Elite diskutiert: Anwesend waren u.a. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering, EU-Kommissarin Margot Wallström, sowie die Chefs der 4 großen Fraktionen des Europäischen Parlaments.
Ein Ergebnis ist, dass sich die Bürger durchaus "mehr Europa" wünschen. "Mehr Europa", das heißt mehr gemeinsame europäische Anstrengungen beispielsweise bei Bildung, Klimaschutz und Gesundheit. Das Engagement der Bürger und die Qualität der Projektergebnisse lassen keine "Europamüdigkeit" erkennen - im Gegenteil!
In regionalen Veranstaltungen in verschiedenen Ländern werden die Ergebnisse in den kommenden Monaten vorgestellt und diskutiert.