Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate
Sharjah Museums Department
Im Herbst 2009 hat das Goethe-Institut Golf Region zum ersten Mal einen Robert Bosch Kulturmanager in das Emirat Sharjah, in die Vereinten Arabischen Emirate entsandt. Sharjah ist das drittgrößte der sieben Emirate und gilt als das kulturelle Zentrum der Föderation. 1998 war Sharjah UNESCO Kulturhauptstadt.
Die Robert Bosch Kulturmanagerin Katja Sander wird Fortbildungen und Workshops für die Museumsmitarbeiter des Sharjah Museums Department entwickeln und durchführen. Das Sharjah Museums Department ist eine junge Institution, die 2006 von dem Herrscher Sharjahs, S.E. Dr. Sheik Sultan bin Mohammed Al Qasimi, initiiert wurde. Das Sharjah Museums Department umfasst 9 Abteilungen und 18 Museen. Ein Großteil der Museumsgründungen, wie die des Kunstmuseums, des Archäeologischen- und des Islamischen Museums lassen sich in die Mitte der 1990er Jahre zurückverfolgen. Die junge und sehr lebendige Museumslandschaft Sharjahs visualisiert mit ihren 18 Museen ihrem Publikum eine von Diversität geprägte Tradition und Moderne. Diese außergewöhnliche museale Struktur zeichnet sich zudem durch die Vernetzung mit regionalen und internationalen Partnern aus. Das hohe Niveau schafft eine überregionale Wahrnehmung und steht stellvertretend für das kulturpolitische Interesse der Vereinten Arabischen Emirate.
1993 wurde die Sharjah Biennale gegründet, die 2011 zum 10. Mal stattfindet. Die Biennale nimmt in der internationalen Kunstszene einen wichtigen Stellenwert ein, da sie vor allem Kunst aus der Region fördert und zum überregionalen Diskurs beiträgt. Neben den 18 Museen und der Biennale verfügt Sharjah mit der University City über einen der bedeutendsten Bildungsstandorte der Golfregion.
Im Herbst 2009 hat das Goethe-Institut Golf Region zum ersten Mal einen Robert Bosch Kulturmanager in das Emirat Sharjah, in die Vereinten Arabischen Emirate entsandt. Sharjah ist das drittgrößte der sieben Emirate und gilt als das kulturelle Zentrum der Föderation. 1998 war Sharjah UNESCO Kulturhauptstadt.
Die Robert Bosch Kulturmanagerin Katja Sander wird Fortbildungen und Workshops für die Museumsmitarbeiter des Sharjah Museums Department entwickeln und durchführen. Das Sharjah Museums Department ist eine junge Institution, die 2006 von dem Herrscher Sharjahs, S.E. Dr. Sheik Sultan bin Mohammed Al Qasimi, initiiert wurde. Das Sharjah Museums Department umfasst 9 Abteilungen und 18 Museen. Ein Großteil der Museumsgründungen, wie die des Kunstmuseums, des Archäeologischen- und des Islamischen Museums lassen sich in die Mitte der 1990er Jahre zurückverfolgen. Die junge und sehr lebendige Museumslandschaft Sharjahs visualisiert mit ihren 18 Museen ihrem Publikum eine von Diversität geprägte Tradition und Moderne. Diese außergewöhnliche museale Struktur zeichnet sich zudem durch die Vernetzung mit regionalen und internationalen Partnern aus. Das hohe Niveau schafft eine überregionale Wahrnehmung und steht stellvertretend für das kulturpolitische Interesse der Vereinten Arabischen Emirate.
1993 wurde die Sharjah Biennale gegründet, die 2011 zum 10. Mal stattfindet. Die Biennale nimmt in der internationalen Kunstszene einen wichtigen Stellenwert ein, da sie vor allem Kunst aus der Region fördert und zum überregionalen Diskurs beiträgt. Neben den 18 Museen und der Biennale verfügt Sharjah mit der University City über einen der bedeutendsten Bildungsstandorte der Golfregion.
Katja Sander - Robert Bosch Kulturmanagerin in Sharjah
Katja Sander, geboren in Berlin, absolvierte ihren Schulabschluss in den USA und Deutschland. Während des Studiums der Kunstgeschichte, Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft in Berlin, Rom und Paris konzentrierte sie sich auf die Schwerpunkte Management und Urheberrecht. Ihre Abschlussarbeit behandelt das Thema Transkulturalität in der zeitgenössischen Fotografie.
Erste Erfahrungen mit der Kunstszene des arabischen Raums sammelte Katja Sander während ihrer Traineezeit in der Abteilung für Islamische Kunst eines Londoner Auktionshauses. Nach Assistenzen an verschiedenen Kulturinstitutionen und ihrer Zeit als stellvertretende Galerieleitung des Deutsche Guggenheim, arbeitet sie seit September 2010 als Kulturmanagerin am Sharjah Museums Department, um Netzwerkstrukturen zu deutschen Museen aufzubauen und Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter zu implementieren.
Katja Sander, geboren in Berlin, absolvierte ihren Schulabschluss in den USA und Deutschland. Während des Studiums der Kunstgeschichte, Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft in Berlin, Rom und Paris konzentrierte sie sich auf die Schwerpunkte Management und Urheberrecht. Ihre Abschlussarbeit behandelt das Thema Transkulturalität in der zeitgenössischen Fotografie.
Erste Erfahrungen mit der Kunstszene des arabischen Raums sammelte Katja Sander während ihrer Traineezeit in der Abteilung für Islamische Kunst eines Londoner Auktionshauses. Nach Assistenzen an verschiedenen Kulturinstitutionen und ihrer Zeit als stellvertretende Galerieleitung des Deutsche Guggenheim, arbeitet sie seit September 2010 als Kulturmanagerin am Sharjah Museums Department, um Netzwerkstrukturen zu deutschen Museen aufzubauen und Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter zu implementieren.
Workshop: "Marketing and PR Strategies for Museum Professionals" im März 2011
Nach einer Einführung von Katharina von Chlebowski über unterschiedliche Marketing- und PR-Instrumente für Museen und dem Umgang mit verschiedenen Medien, erarbeiteten Event-Manager und Mitarbeiter der Marketing-Abteilung des Sharjah Museums Department und der Sharjah Art Foundation unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte ein Marketing-Konzept. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf dem Herausarbeiten der Besonderheiten bei Fundraising und Sponsoring-Konzepten für den kulturellen Sektor.
Die Dozentin Dr. Katharina von Chlebowski ist Geschäftsführerin des Vereins der Freunde der Nationalgalerie und war u.a. 2004 für die Marketingkampagne der Ausstellung "Das MoMA in Berlin" verantwortlich. Daneben ist sie Lehrbeauftragte an der HTW Berlin im Masterstudiengang Museumsmanagement.
Workshop: "Exploring Conservation: Preventive Care for Museum Collections" im Frühjahr 2011
Der einwöchige Workshop diente nicht allein einer fachspezifischen Weiterbildung für Restauratoren, sondern es wurden ebenso Museumsmitarbeiter, darunter Kuratoren, Sammlungsleiter und Archivare, geschult, die auch im täglichen Umgang mit dem Sammlungsbestand mit restauratorischen Fragestellungen konfrontiert sind. Der Schwerpunkt lag dabei in der Materialkunde von Glas, maurisch-arabischem Papier und Metallarbeiten. Nach einer theoretischen Einführung haben die Teilnehmer die Materialbeschaffenheit direkt am Objekt studiert und die materialgerechte Handhabung und Präsentation analysiert.
Die Dozentin Jutta Maria Schwed leitet seit 2002 die Restaurierungswerkstatt im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin. Sie berät regelmäßig ausländische Museen und informiert in Publikationen über die restauratorische Praxis.
Workshop: "Designing Exhibitions: Developing ideas for two- and three-dimensional museum presentations" im April 2011
Der Workshop beleuchtete den gesamten Gestaltungsprozess einer Ausstellung, ausgehend von der ersten kuratorischen Idee bis zur Umsetzung des finalen Konzepts. Anhand einer praxisorientierten Fallstudie, die die Neugestaltung zweier Galerien der Sharjaher Heritage Area behandelte, haben die Teilnehmer die Gegenüberstellung von zwei- und dreidimensionalen Ausstellungsobjekten sowie die Prasentation audivisueller Medien mit Hilfe von wieder verwertbaren Modellbauten und dem Erstellen von 3D-Ansichten zum ersten Mal erprobt. Ein besonderes Gewicht lag im frühzeitigen kreativen Austausch zwischen Kuratoren, Graphikdesignern und Innenarchitekten. Die hervorragenden Ergebnisse des Workshops sollen bis zur Wiedereröffnung der Heritage Area in 2012 umgesetzt werden.
Die Dozentin Aurelia Bertron ist Senior Partner der Bertron Schwarz Frey GmbH. Als Art Director und Ausstellungsdesignerin hat sie mit ihren Kollegen zahlreiche Konzepte für Museen und Kulturinstitutionen umgesetzt. Sie ist Mit-Herausgeberin der Publikation "ausstellungen entwerfen".
Vortrag: "The Yemeni Manuscripts Digitization Initiative" im April 2011
In ihrem Vortrag über die Digitalisierung jemenitischer Manuskripte im Sharjaher Museum of Islamic Civilization sprach Prof. Schmidtke über die umfangreichen Sammlungen arabischer Handschriften im Besitz öffentlicher und privater Bibliotheken im Jemen, die zu den wichtigsten Manuskript-Sammlungen weltweit zählen. Der Erhalt, die Verbreitung und das Studium des ergiebigen Materials haben einen unmittelbaren Einfluss auf die vielfältigen Wissenschaftsgebiete der Islamistik. Neben einem Überblick der internationalen Forschungsprojekte seit den frühen 1950er Jahren, beleuchtete Prof. Schmidtke auch die Schwierigkeiten, die sich aktuell im Rahmen ihrer Arbeit ergeben. Im Anschluss diskutierten Kollegen der Museen und Universitäten in Sharjah intensiv über konservatorische Praktiken, Finanzierunsgmöglichkeiten der Projekte und den Umgang mit gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen bei der Arbeit im arabischen Raum.
Die Dozentin Sabine Schmidtke ist Professorin für Islamwissenschaften an der Freien Universität in Berlin, wo sie u.a. die Forschungseinheit "Intellectual History of the Islamicate World" leitet.
Nach einer Einführung von Katharina von Chlebowski über unterschiedliche Marketing- und PR-Instrumente für Museen und dem Umgang mit verschiedenen Medien, erarbeiteten Event-Manager und Mitarbeiter der Marketing-Abteilung des Sharjah Museums Department und der Sharjah Art Foundation unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte ein Marketing-Konzept. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf dem Herausarbeiten der Besonderheiten bei Fundraising und Sponsoring-Konzepten für den kulturellen Sektor.
Die Dozentin Dr. Katharina von Chlebowski ist Geschäftsführerin des Vereins der Freunde der Nationalgalerie und war u.a. 2004 für die Marketingkampagne der Ausstellung "Das MoMA in Berlin" verantwortlich. Daneben ist sie Lehrbeauftragte an der HTW Berlin im Masterstudiengang Museumsmanagement.
Workshop: "Exploring Conservation: Preventive Care for Museum Collections" im Frühjahr 2011
Der einwöchige Workshop diente nicht allein einer fachspezifischen Weiterbildung für Restauratoren, sondern es wurden ebenso Museumsmitarbeiter, darunter Kuratoren, Sammlungsleiter und Archivare, geschult, die auch im täglichen Umgang mit dem Sammlungsbestand mit restauratorischen Fragestellungen konfrontiert sind. Der Schwerpunkt lag dabei in der Materialkunde von Glas, maurisch-arabischem Papier und Metallarbeiten. Nach einer theoretischen Einführung haben die Teilnehmer die Materialbeschaffenheit direkt am Objekt studiert und die materialgerechte Handhabung und Präsentation analysiert.
Die Dozentin Jutta Maria Schwed leitet seit 2002 die Restaurierungswerkstatt im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin. Sie berät regelmäßig ausländische Museen und informiert in Publikationen über die restauratorische Praxis.
Workshop: "Designing Exhibitions: Developing ideas for two- and three-dimensional museum presentations" im April 2011
Der Workshop beleuchtete den gesamten Gestaltungsprozess einer Ausstellung, ausgehend von der ersten kuratorischen Idee bis zur Umsetzung des finalen Konzepts. Anhand einer praxisorientierten Fallstudie, die die Neugestaltung zweier Galerien der Sharjaher Heritage Area behandelte, haben die Teilnehmer die Gegenüberstellung von zwei- und dreidimensionalen Ausstellungsobjekten sowie die Prasentation audivisueller Medien mit Hilfe von wieder verwertbaren Modellbauten und dem Erstellen von 3D-Ansichten zum ersten Mal erprobt. Ein besonderes Gewicht lag im frühzeitigen kreativen Austausch zwischen Kuratoren, Graphikdesignern und Innenarchitekten. Die hervorragenden Ergebnisse des Workshops sollen bis zur Wiedereröffnung der Heritage Area in 2012 umgesetzt werden.
Die Dozentin Aurelia Bertron ist Senior Partner der Bertron Schwarz Frey GmbH. Als Art Director und Ausstellungsdesignerin hat sie mit ihren Kollegen zahlreiche Konzepte für Museen und Kulturinstitutionen umgesetzt. Sie ist Mit-Herausgeberin der Publikation "ausstellungen entwerfen".
Vortrag: "The Yemeni Manuscripts Digitization Initiative" im April 2011
In ihrem Vortrag über die Digitalisierung jemenitischer Manuskripte im Sharjaher Museum of Islamic Civilization sprach Prof. Schmidtke über die umfangreichen Sammlungen arabischer Handschriften im Besitz öffentlicher und privater Bibliotheken im Jemen, die zu den wichtigsten Manuskript-Sammlungen weltweit zählen. Der Erhalt, die Verbreitung und das Studium des ergiebigen Materials haben einen unmittelbaren Einfluss auf die vielfältigen Wissenschaftsgebiete der Islamistik. Neben einem Überblick der internationalen Forschungsprojekte seit den frühen 1950er Jahren, beleuchtete Prof. Schmidtke auch die Schwierigkeiten, die sich aktuell im Rahmen ihrer Arbeit ergeben. Im Anschluss diskutierten Kollegen der Museen und Universitäten in Sharjah intensiv über konservatorische Praktiken, Finanzierunsgmöglichkeiten der Projekte und den Umgang mit gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen bei der Arbeit im arabischen Raum.
Die Dozentin Sabine Schmidtke ist Professorin für Islamwissenschaften an der Freien Universität in Berlin, wo sie u.a. die Forschungseinheit "Intellectual History of the Islamicate World" leitet.