In vorbildlichen Debatten zum baden-württembergischen Landessieg
Marc Helmer aus Münsingen und Simon Drescher aus Haigerloch siegen beim Landeswettbewerb Jugend debattiert Baden-Württemberg im Stuttgarter Rathaus
Stuttgart, 04.05.09. - Vier Schüler haben sich heute beim Landesfinale „Jugend debattiert“ fürs Bundesfinale in Berlin qualifiziert: Marc Helmer vom Gymnasium Münsingen überzeugte bei der Frage „Soll in Baden-Württemberg der Unterricht an Schulen erst um 9 Uhr beginnen?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Er argumentierte eindrucksvoll für einen späteren Schulbeginn. Simon Drescher vom Gymnasium Haigerloch konnte bei der Frage „Sollen die Medien die Berichterstattung über Gewalttaten erheblich einschränken?“ den Wettbewerb der Jahrgangsstufen 11 bis 13 für sich entscheiden. Er trat schlüssig und schlagfertig gegen eine Einschränkung ein.
Rund 13.200 Schüler haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert in Baden-Württemberg beteiligt. Der Landeswettbewerb ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Die besten acht Schüler, die sich zuvor auf Schul- und Schulverbundebene durchgesetzt hatten, debattierten heute beim Landesfinale im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses.
Die beiden Debattensieger und die beiden Zweitplatzierten, Franziska Rauber aus Freiburg und Marian Schreier aus Stuttgart, vertreten Baden-Württemberg nun beim Bundeswettbewerb Jugend debattiert im Juni in Berlin. Als Preis für ihren heutigen Erfolg und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Landessieger ein dreitägiges professionelles Rhetorik-Training. Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr des Projekts, wird am 20. Juni 2009 den überzeugendsten Rednern die Siegerurkunden persönlich überreichen.
Für Staatssekretär Georg Wacker MdL vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, ist die Fähigkeit zu debattieren eine Grundvoraussetzung für eine lebendige Demokratie. „Jugend debattiert fördert die Rede- und Sprechkultur, weckt das Interesse an politischen Themen und stärkt die demokratische Kompetenz. Dieser Wettbewerb ist zu einem wichtigen Bestandteil der Demokratieerziehung in den Schulen geworden", betonte er.
Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, sagte: „Es ist nicht immer leicht, eine andere Meinung zuzulassen und gleichzeitig den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Die Herausforderung liegt vor allem darin, Schüler zu motivieren, sich das argumentative Rüstzeug selbst anzueignen. Denn nur wer Argumente hat, wird sich auf eine verbale Auseinandersetzung einlassen.“
Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ergänzt: „Jugend debattiert ist mehr als nur ein Wettbewerb. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein sowohl für die Schulentwicklung als auch für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. In den Unterrichtsreihen üben sie sich im respektvollen Umgang auch mit anderen Meinungen und erleben so Demokratie hautnah.“
Durch Trainings für Lehrer und Schüler wird die sprachliche und politische Bildung sowie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung gefördert. Im Schuljahr 2008/09 haben sich mehr als 80.000 Schüler an 600 Schulen beteiligt. Der bundesweite Wettbewerb bezieht Schüler aller Schulformen mit ein. Die Debatten finden in zwei Altersgruppen statt: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13.
Der Schülerwettbewerb folgt klaren Regeln: Debattiert wird jeweils zu viert über aktuelle politische und schulische Streitfragen. Jeder Schüler hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position - pro oder contra - darlegt. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine weitere Minute zur Verfügung, wobei er seine ursprüngliche Position auch verändern darf. Bewertungskriterien für die Debatte sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Die Sieger im Landeswettbewerb Jugend debattiert Baden-Württemberg 2009:
Klassen 8 bis 10 (Sekundarstufe I):
1. Platz: Marc Helmer, 15 Jahre, Gymnasium Münsingen
2. Platz: Franziska Rauber, 15 Jahre, St. Ursula Gymnasium, Freiburg
3. Platz: Paul Sander, 15 Jahre, Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, Stuttgart
4. Platz: Raphael Öttinger, 16 Jahre, Kolleg St. Sebastian, Stegen
Jahrgangsstufen 11 bis 13 (Sekundarstufe II):
1. Platz: Simon Drescher, 19 Jahre, Gymnasium Haigerloch
2. Platz: Marian Schreier, 19 Jahre, Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, Stuttgart
3. Platz: Maximilian Horn, Hans und Sophie Scholl-Gymnasium, Ulm
4. Platz: Lisa Tamble, 17 Jahre, Hebel-Gymnasium, Pforzheim
Stuttgart, 04.05.09. - Vier Schüler haben sich heute beim Landesfinale „Jugend debattiert“ fürs Bundesfinale in Berlin qualifiziert: Marc Helmer vom Gymnasium Münsingen überzeugte bei der Frage „Soll in Baden-Württemberg der Unterricht an Schulen erst um 9 Uhr beginnen?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Er argumentierte eindrucksvoll für einen späteren Schulbeginn. Simon Drescher vom Gymnasium Haigerloch konnte bei der Frage „Sollen die Medien die Berichterstattung über Gewalttaten erheblich einschränken?“ den Wettbewerb der Jahrgangsstufen 11 bis 13 für sich entscheiden. Er trat schlüssig und schlagfertig gegen eine Einschränkung ein.
Rund 13.200 Schüler haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert in Baden-Württemberg beteiligt. Der Landeswettbewerb ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Die besten acht Schüler, die sich zuvor auf Schul- und Schulverbundebene durchgesetzt hatten, debattierten heute beim Landesfinale im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses.
Die beiden Debattensieger und die beiden Zweitplatzierten, Franziska Rauber aus Freiburg und Marian Schreier aus Stuttgart, vertreten Baden-Württemberg nun beim Bundeswettbewerb Jugend debattiert im Juni in Berlin. Als Preis für ihren heutigen Erfolg und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Landessieger ein dreitägiges professionelles Rhetorik-Training. Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr des Projekts, wird am 20. Juni 2009 den überzeugendsten Rednern die Siegerurkunden persönlich überreichen.
Für Staatssekretär Georg Wacker MdL vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, ist die Fähigkeit zu debattieren eine Grundvoraussetzung für eine lebendige Demokratie. „Jugend debattiert fördert die Rede- und Sprechkultur, weckt das Interesse an politischen Themen und stärkt die demokratische Kompetenz. Dieser Wettbewerb ist zu einem wichtigen Bestandteil der Demokratieerziehung in den Schulen geworden", betonte er.
Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, sagte: „Es ist nicht immer leicht, eine andere Meinung zuzulassen und gleichzeitig den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Die Herausforderung liegt vor allem darin, Schüler zu motivieren, sich das argumentative Rüstzeug selbst anzueignen. Denn nur wer Argumente hat, wird sich auf eine verbale Auseinandersetzung einlassen.“
Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ergänzt: „Jugend debattiert ist mehr als nur ein Wettbewerb. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein sowohl für die Schulentwicklung als auch für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. In den Unterrichtsreihen üben sie sich im respektvollen Umgang auch mit anderen Meinungen und erleben so Demokratie hautnah.“
Durch Trainings für Lehrer und Schüler wird die sprachliche und politische Bildung sowie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung gefördert. Im Schuljahr 2008/09 haben sich mehr als 80.000 Schüler an 600 Schulen beteiligt. Der bundesweite Wettbewerb bezieht Schüler aller Schulformen mit ein. Die Debatten finden in zwei Altersgruppen statt: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13.
Der Schülerwettbewerb folgt klaren Regeln: Debattiert wird jeweils zu viert über aktuelle politische und schulische Streitfragen. Jeder Schüler hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position - pro oder contra - darlegt. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine weitere Minute zur Verfügung, wobei er seine ursprüngliche Position auch verändern darf. Bewertungskriterien für die Debatte sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Die Sieger im Landeswettbewerb Jugend debattiert Baden-Württemberg 2009:
Klassen 8 bis 10 (Sekundarstufe I):
1. Platz: Marc Helmer, 15 Jahre, Gymnasium Münsingen
2. Platz: Franziska Rauber, 15 Jahre, St. Ursula Gymnasium, Freiburg
3. Platz: Paul Sander, 15 Jahre, Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, Stuttgart
4. Platz: Raphael Öttinger, 16 Jahre, Kolleg St. Sebastian, Stegen
Jahrgangsstufen 11 bis 13 (Sekundarstufe II):
1. Platz: Simon Drescher, 19 Jahre, Gymnasium Haigerloch
2. Platz: Marian Schreier, 19 Jahre, Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, Stuttgart
3. Platz: Maximilian Horn, Hans und Sophie Scholl-Gymnasium, Ulm
4. Platz: Lisa Tamble, 17 Jahre, Hebel-Gymnasium, Pforzheim
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Susanne Staerk
Pressereferentin / Kommunikation
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