Robert Bosch Juniorprofessur zum dritten Mal ausgeschrieben

Eine Million Euro für Forschung zur Nachhaltigkeit

Stuttgart, 16. April 2009 – Zum dritten Mal schreibt die Robert Bosch Stiftung die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ aus. Mit der Juniorprofessur sind bis zu einer Million Euro für fünf Jahre eigenständiger Forschung verbunden. Vorsitzender des Auswahlgremiums ist Prof. Dr. Klaus Töpfer, Ex-Bundesumweltminister und Direktor des UN-Umweltprogramms a.D. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Juni 2009.

Mit der Juniorprofessur erhalten herausragende junge Wissenschaftler die Möglichkeit, an einer deutschen Universität oder Forschungsinstitution ihrer Wahl über die nachhaltige Nutzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen - vor allem in Entwicklungs- und Transformationsländern - zu forschen. In diesem Jahr sind Bewerbungen, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen globalen Umweltveränderungen und menschlicher Gesundheit befassen, besonders willkommen.

Bewerben können sich Wissenschaftler aus allen Ländern und allen relevanten Disziplinen, von den Agrar- und Forstwissenschaften, der Biologie und den Umweltwissenschaften, bis zur Ökonomie, Mathematik, Politik, Soziologie und Medizin. Auf Wunsch unterstützt die Stiftung Bewerber bei der Verhandlung einer „Tenure-Track“-Option an der Gastinstitution.

Bisherige Juniorprofessuren

Die Robert Bosch Juniorprofessur wird seit 2008 vergeben. Im ersten Jahr ging sie an Dr. Nina Farwig. Die Biologin erforscht seit 2002 in den Regenwäldern Ostafrikas die Auswirkungen der zunehmenden Zerstückelung des Regenwalds auf die Artenvielfalt. Mit Hilfe der Robert Bosch Juniorprofessur wird sie an der Philipps-Universität Marburg Schutz- und Erhaltungsstrategien für Waldfragmente in Südafrika entwickeln, die zugleich die nachhaltige Waldnutzung und die Erhaltung von Biodiversität und Ökosystemfunktionen erlauben.

In diesem Jahr erhielt Dr. Asia Khamzina die Juniorprofessur. Seit 2002 erforscht die Hydrotechnologin in Usbekistan, wie degradierte landwirtschaftliche Flächen in der Region des Aralsees wiederaufgeforstet werden können. Denn Düngung und Bewässerung der landwirtschaftlich genutzten Anbauflächen führen zu einer Versalzung der Böden und letztlich zu einer zeitlich begrenzten Nutzbarkeit. Ab Mitte 2009 wird Dr. Khamzina als Robert Bosch Juniorprofessorin untersuchen, wie dieser Zyklus in Zentralasien durchbrochen werden kann, um damit langfristig auch eine Verbesserung der globalen CO2-Bilanz zu erreichen.

Pressekontakt

Susanne Staerk
Pressereferentin / Kommunikation
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