25 Jahre Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung

Jubiläumsjahr mit Lesungen, Anthologie, Symposium und Zeitschrift

Stuttgart, 13. Februar 2009 – Am 5. März 2009 wird der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung zum 25. Mal verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende Autoren, die in deutscher Sprache schreiben, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft aber nicht die deutsche ist. Damit ist dieser Literaturpreis der einzige seiner Art in Deutschland.

Aus Anlass des Chamisso-Preis-Jubiläums hat die Robert Bosch Stiftung zahlreiche Aktivitäten rund um das Thema „Chamisso-Literatur“ initiiert:

Von März bis Dezember 2009 werden Chamisso-Preis- und Förderpreisträger in elf Literaturhäusern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aus ihren Werken lesen und darüber diskutieren:
  • Berlin: Galsan Tschinag (9. März),
  • Frankfurt: Léda Forgó und Zsuzsa Bánk (29. Juni), Marica Bodrožic und Ilma Rakusa (30. Juni),
  • Graz: Artur Becker und Radek Knapp (5. Mai), SAID und Sudabeh Mohafez (12. Mai), Luo Lingyuan und Que Du Luu (19. Mai),
  • Hamburg: Artur Becker, Catalin Dorian Florescu und Ilma Rakusa (9. Juni), María Cecilia Barbetta und Yoko Tawada (10. Juni),
  • Köln/Ruhrgebiet: September/Oktober,
  • Leipzig: Artur Becker und María Cecilia Barbetta (30. April), Feridun Zaimoglu und Michael Stavaric (12. Mai), Marica Bodrožic und Saša Stanišic (9. Juni),
  • München: Artur Becker, María Cecilia Barbetta und Tzveta Sofronieva (6. März),
  • Rostock: September,
  • Salzburg: Saša Stanišic, Catalin Dorian Florescu und Michael Stavaric (15. April), SAID und Sudabeh Mohafez (30. April), Zehra Çirak, Selim Özdogan und Yüksel Pazarkaya (7. Mai),
  • Stuttgart: November/Dezember,
  • Zürich: Galsan Tschinag (18. Mai).

Die meisten Auftritte der Chamisso-Preisträger werden von einer Fotoausstellung begleitet, die alle ausgezeichneten Autoren vorstellt.

Im Oktober 2009 erscheint eine von Péter Esterházy herausgegebene Anthologie mit Texten von Chamisso-Preisträgern im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv). Die Beiträge entwerfen ein aktuelles literarisches Kaleidoskop von Stimmungen und Befindlichkeiten, die das globalisierte Leben im 21. Jahrhundert prägen. Ihre Mitarbeit zugesagt haben u.a.: Asfa-Wossen Asserate, María Cecilia Barbetta, Artur Becker, Franco Biondi, Marica Bodrožic, Gino Chiellino, György Dalos, Dimitré Dinev, Catalin Dorian Florescu, Léda Forgó, Zsuzsanna Gahse, Yadé Kara, Adel Karasholi, Radek Knapp, Luo Lingyuan, Sudabeh Mohafez, José F.A. Oliver, Emine Sevgi Özdamar, Ilma Rakusa, SAID, Rafik Schami, Saša Stanišic, Michael Stavaric, Yoko Tawada, Ilija Trojanow, Galsan Tschinag und Feridun Zaimoglu.

Vom 25. bis 27. November veranstalten die Robert Bosch Stiftung und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach ein wissenschaftliches Symposium über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der „Chamisso-Literatur“. Untersucht werden soll, welche sprachlichen, thematischen und formalen Besonderheiten die „Chamisso-Literatur“ kennzeichnen, welche soziokulturelle Bedeutung ihr zugeschrieben werden kann, welche aktuellen Trends auszumachen und zukünftige Tendenzen zu erwarten sind. Die Geschichte der „Chamisso-Literatur“ und ihre literarhistorische Einordnung, auch im internationalen Kontext, werden ebenso zur Sprache kommen wie Überlegungen zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft (z.B. Tendenzen der Migration) sowie der Literatur. Zu den Referenten der Tagung zählen: Chamisso-Preisträger Ilija Trojanow (Wien), Dr. Karl Esselborn (München), Prof. Dr. Moray McGowan (Dublin), Prof. Dr. Dieter Lamping (Mainz), Prof. Dr. Immacolada Amodeo (Bremen), Prof. Dr. Walter Schmitz
(Dresden) und Dr. Monika Stranakova (Nitra).

Auf der Marbacher Tagung wird ein neues Handbuch präsentiert werden mit Informationen zum Verständnis der deutschsprachigen Literatur von Autoren anderer Muttersprachen und/oder anderer kultureller Herkunft.

Sämtliche Aktivitäten und Termine sowie Gespräche, Interviews und Essays rund um den Chamisso-Preis präsentiert die Robert Bosch Stiftung in vier Ausgaben der Jubiläumszeitschrift „CHAMISSO. Viele Kulturen – eine Sprache“, deren erste Ausgabe zur Preisverleihung am 5. März erscheint.

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