Versorgung im Gesundheits- und Sozialbereich in der Republik Moldau
Die zwischen Rumänien und der Ukraine gelegene Republik Moldau war bis zu ihrer Unabhängigkeit 1991 eine der reichsten Sowjetrepubliken. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Mit einem durchschnittlichen monatlichen Pro-Kopf-Einkommen von 180 Euro (2010) ist die Republik Moldau eines der ärmsten Länder Europas. Die gesundheitliche und pflegerische Versorgung ist insbesondere in den ländlichen Regionen unzureichend - in über 360 Dörfern gibt es keine ärztliche Versorgung.
Hier setzt die Robert Bosch Stiftung mit ihrer Förderung an und unterstützt Vorhaben, die die Betreuung und Versorgung im Gesundheitsbereich verbessern.
Hier drei Beispiele:
Hier setzt die Robert Bosch Stiftung mit ihrer Förderung an und unterstützt Vorhaben, die die Betreuung und Versorgung im Gesundheitsbereich verbessern.
Hier drei Beispiele:
Problem
Viele Moldauer verlassen das Land in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zurück bleiben neben Kindern vor allem Senioren. Durch diese demographische Verschiebung ist besonders die Pflege alter Menschen in der Republik Moldau ein großes Problem geworden.
Projektbeschreibung
Die moldauische Organisation "Neohumanist" hat sich diesem Problem angenommen. Um Senioren ein Altern in Würde zu ermöglichen, betreibt "Neohumanist" in der Kleinstadt Straseni ein Altenpflegeheim und eine Tageseinrichtung und bietet darüber hinaus Häusliche Pflege für Senioren in der Umgebung an. Im Zuge einer Kooperation mit dem deutschen Verein "Alumni Netzwerk Pflege braucht Eliten e.V." empfing "Neohumanist" im Sommer 2010 drei qualifizierte Pflegekräfte, die derzeit ein Studium an der Universität Bremen in Pflegewissenschaft bzw. Public Health absolvieren. Zusammen mit dem einheimischen Personal entwarfen sie neue Versorgungskonzepte, wobei sich ein reger Austausch auf fachspezifischer, interkultureller und persönlicher Ebene ergab.
Ergebnis
Durch das Treffen mit den qualifizierten deutschen Pflegekräften entwickelten sich die Mitarbeiter von "Neohumanist" und damit die Organisation weiter. Im Gegenzug sammelten die Studentinnen wichtige Erfahrungen zur persönlichen Kompetenzerweiterung.
Viele Moldauer verlassen das Land in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zurück bleiben neben Kindern vor allem Senioren. Durch diese demographische Verschiebung ist besonders die Pflege alter Menschen in der Republik Moldau ein großes Problem geworden.
Projektbeschreibung
Die moldauische Organisation "Neohumanist" hat sich diesem Problem angenommen. Um Senioren ein Altern in Würde zu ermöglichen, betreibt "Neohumanist" in der Kleinstadt Straseni ein Altenpflegeheim und eine Tageseinrichtung und bietet darüber hinaus Häusliche Pflege für Senioren in der Umgebung an. Im Zuge einer Kooperation mit dem deutschen Verein "Alumni Netzwerk Pflege braucht Eliten e.V." empfing "Neohumanist" im Sommer 2010 drei qualifizierte Pflegekräfte, die derzeit ein Studium an der Universität Bremen in Pflegewissenschaft bzw. Public Health absolvieren. Zusammen mit dem einheimischen Personal entwarfen sie neue Versorgungskonzepte, wobei sich ein reger Austausch auf fachspezifischer, interkultureller und persönlicher Ebene ergab.
Ergebnis
Durch das Treffen mit den qualifizierten deutschen Pflegekräften entwickelten sich die Mitarbeiter von "Neohumanist" und damit die Organisation weiter. Im Gegenzug sammelten die Studentinnen wichtige Erfahrungen zur persönlichen Kompetenzerweiterung.
Problem
Die gesundheitliche Versorgung in der Republik Moldau ist insbesondere in den ländlichen Regionen unzureichend. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht, das Wissen um gesunde Ernährung kaum vorhanden. In über 360 Dörfern gibt es keine ärztliche Versorgung.
Projektbeschreibung
Die Stiftung Agapedia fördert seit 2007 in den Kreisen Cimislia und Orhei mobile Ärzteteams (MobiMed), die eine kostenlose medizinische Basisversorgung an regionalen Gesundheitszentren anbieten. Doch davon können viele Menschen nicht profitieren, weil sie ohne Unterstützung die Zentren nicht aufsuchen können. In Ergänzung zu MobiMed werden daher nun 13 einheimische "Gemeindepflegerinnen" qualifiziert, die die Versorgung und Pflege dieser Menschen übernehmen können. Auf diesem Weg können in den Kreisen Cimislia und Orhei über1.000 Menschen erreicht werden.
Ziel des Projekts
Mit diesem Projekt will Agapedia die Lebensverhältnisse von chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen sowie von sozial schwachen Familien, Frauen und Kindern in den Dörfern verbessern. Mittelfristig soll das Versorgungsmodell auf andere Regionen des Landes übertragen werden.
Die gesundheitliche Versorgung in der Republik Moldau ist insbesondere in den ländlichen Regionen unzureichend. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht, das Wissen um gesunde Ernährung kaum vorhanden. In über 360 Dörfern gibt es keine ärztliche Versorgung.
Projektbeschreibung
Die Stiftung Agapedia fördert seit 2007 in den Kreisen Cimislia und Orhei mobile Ärzteteams (MobiMed), die eine kostenlose medizinische Basisversorgung an regionalen Gesundheitszentren anbieten. Doch davon können viele Menschen nicht profitieren, weil sie ohne Unterstützung die Zentren nicht aufsuchen können. In Ergänzung zu MobiMed werden daher nun 13 einheimische "Gemeindepflegerinnen" qualifiziert, die die Versorgung und Pflege dieser Menschen übernehmen können. Auf diesem Weg können in den Kreisen Cimislia und Orhei über1.000 Menschen erreicht werden.
Ziel des Projekts
Mit diesem Projekt will Agapedia die Lebensverhältnisse von chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen sowie von sozial schwachen Familien, Frauen und Kindern in den Dörfern verbessern. Mittelfristig soll das Versorgungsmodell auf andere Regionen des Landes übertragen werden.
Problem
Im Großraum der moldauischen Hauptstadt Chisinau sterben jedes Jahr rund 5.700 Menschen an Krebs. Im Endstadium ihrer Krankheit werden die Patienten nach Hause entlassen, wo sie ohne professionelle Unterstützung von ihren Angehörigen betreut werden. Ca. 80 Prozent dieser Patienten leiden unter chronischen Schmerzen.
Projektbeschreibung
Die britische Organisation "Hospices of Hope" ist seit Anfang der 90er Jahre in Rumänien aktiv und hat dort die Palliativversorgung aufgebaut. Der dortige Erfolg und die Notwendigkeit für das eigene Land hat die moldauische Organisation "Hospice Angelus" dazu bewegt, "Hospices of Hope" um Unterstützung bei der Weiterentwicklung der moldauischen Palliativversorgung zu bitten. Die Robert Bosch Stiftung fördert die Erweiterung des Angebots von "Hopsice Angelus". Weitere Fachkräfte wurden über drei Monate für die neue Aufgabe qualifiziert und in das bestehende interdisziplinäre Team integriert. Gemeinsam können die Mitarbeiter nun bis zu 200 Patienten in Chisinau und Umgebung betreuen.
Ziele
Nachdem "Hospice Angelus" die Anerkennung der Palliativversorgung als eigenständige Disziplin durch das moldauische Gesundheitsministerium erreicht hat, strebt die Organisation nun die staatliche Mitfinanzierung des Angebots an. Um darüber hinaus die Palliativversorgung in Moldau weiter zu entwickeln, sollen mittelfristig auch außerhalb von "Hospice Angelus" interessierte Ärzte, Pflegekräfte und Sozialarbeiter für die Palliativversorgung sensibilisiert und qualifiziert werden.
Im Großraum der moldauischen Hauptstadt Chisinau sterben jedes Jahr rund 5.700 Menschen an Krebs. Im Endstadium ihrer Krankheit werden die Patienten nach Hause entlassen, wo sie ohne professionelle Unterstützung von ihren Angehörigen betreut werden. Ca. 80 Prozent dieser Patienten leiden unter chronischen Schmerzen.
Projektbeschreibung
Die britische Organisation "Hospices of Hope" ist seit Anfang der 90er Jahre in Rumänien aktiv und hat dort die Palliativversorgung aufgebaut. Der dortige Erfolg und die Notwendigkeit für das eigene Land hat die moldauische Organisation "Hospice Angelus" dazu bewegt, "Hospices of Hope" um Unterstützung bei der Weiterentwicklung der moldauischen Palliativversorgung zu bitten. Die Robert Bosch Stiftung fördert die Erweiterung des Angebots von "Hopsice Angelus". Weitere Fachkräfte wurden über drei Monate für die neue Aufgabe qualifiziert und in das bestehende interdisziplinäre Team integriert. Gemeinsam können die Mitarbeiter nun bis zu 200 Patienten in Chisinau und Umgebung betreuen.
Ziele
Nachdem "Hospice Angelus" die Anerkennung der Palliativversorgung als eigenständige Disziplin durch das moldauische Gesundheitsministerium erreicht hat, strebt die Organisation nun die staatliche Mitfinanzierung des Angebots an. Um darüber hinaus die Palliativversorgung in Moldau weiter zu entwickeln, sollen mittelfristig auch außerhalb von "Hospice Angelus" interessierte Ärzte, Pflegekräfte und Sozialarbeiter für die Palliativversorgung sensibilisiert und qualifiziert werden.
Runder Tisch "Initiative Moldau"
Seit 2007 lädt die Robert Bosch Stiftung regelmäßig Vertreter westeuropäische Organisationen und Institutionen, die in der Republik Moldau fördernd tätig sind, zu einem "Runden Tisch" ein. Hinzu kommen auch wichtige Vertreter aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie aus der Berufsbildung aus der Republik Moldau. Die Gesprächsrunden dienen der gegenseitigen Information und der Vernetzung der moldauischen Projektpartner untereinander. Weiter entstehen aus diesem Austausch auch gemeinsame Aktivitäten.