Sebastian Heinzel:
Lost Paradise
“Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Johann Paul Richter)
Am Anfang stehen die Gänseblümchen. Sie können nichts dafür. Sie stehen einfach auf der Wiese. Als Kind esse ich sie gerne. Auch, wenn sie nicht besonders gut schmecken. Bis zu dem Tag, an dem meine Mutter mir sagt, dass ich ab jetzt keine Gänseblümchen mehr essen darf. Es habe einen Unfall in der Sowjetunion gegeben.
Von einem Apriltag im Jahr 1986 bis zu meiner Reise in die Ukraine vergehen mehr als zwanzig Jahre. Ich will einen Film machen über die Generation nach Tschernobyl. Was für mich die Gänseblümchen waren, sind für Olga die gelben Studentenblumen, die auf dem Weg zu ihrer Schule wuchsen. Olga war genauso alt wie ich, als der Reaktor explodierte. Sie lebte damals in Pripjat, der Stadt direkt neben Atomkraftwerk. Sie erinnert sich an eine paradiesische Kindheit in einer jungen Stadt voller Kinder, Pilze und Zukunftsträumen. Mit acht Jahren wurden Olga und ihre Familie evakuiert. Gemeinsam mit ihrem brasilianischen Ehemann kehrt sie nun zurück an den Ort ihrer Kindheit, der heute eine Geisterstadt ist.
Ein Film über den Verlust von Heimat und die Frage, ob man Gänseblümchen heute wieder essen kann?
Lost Paradise
D 2008, 62 Minuten, Farbe
Buch und Regie: Sebastian Heinzel
Kamera: Stefan Kochert
Schnitt: Julia Karg and Michael Timmers
Musik: Natalia Dittrich and Michael Hecht
Produktion: Igor Dovgal and Linda Krämer
Eine Co-Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg und Essence Film
“Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Johann Paul Richter)
Am Anfang stehen die Gänseblümchen. Sie können nichts dafür. Sie stehen einfach auf der Wiese. Als Kind esse ich sie gerne. Auch, wenn sie nicht besonders gut schmecken. Bis zu dem Tag, an dem meine Mutter mir sagt, dass ich ab jetzt keine Gänseblümchen mehr essen darf. Es habe einen Unfall in der Sowjetunion gegeben.
Von einem Apriltag im Jahr 1986 bis zu meiner Reise in die Ukraine vergehen mehr als zwanzig Jahre. Ich will einen Film machen über die Generation nach Tschernobyl. Was für mich die Gänseblümchen waren, sind für Olga die gelben Studentenblumen, die auf dem Weg zu ihrer Schule wuchsen. Olga war genauso alt wie ich, als der Reaktor explodierte. Sie lebte damals in Pripjat, der Stadt direkt neben Atomkraftwerk. Sie erinnert sich an eine paradiesische Kindheit in einer jungen Stadt voller Kinder, Pilze und Zukunftsträumen. Mit acht Jahren wurden Olga und ihre Familie evakuiert. Gemeinsam mit ihrem brasilianischen Ehemann kehrt sie nun zurück an den Ort ihrer Kindheit, der heute eine Geisterstadt ist.
Ein Film über den Verlust von Heimat und die Frage, ob man Gänseblümchen heute wieder essen kann?
Lost Paradise
D 2008, 62 Minuten, Farbe
Buch und Regie: Sebastian Heinzel
Kamera: Stefan Kochert
Schnitt: Julia Karg and Michael Timmers
Musik: Natalia Dittrich and Michael Hecht
Produktion: Igor Dovgal and Linda Krämer
Eine Co-Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg und Essence Film