Auswahl

Die Auswahl der Preisträger trifft eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Christine Silberhorn, Leibniz Preisträgerin 2011. Der Jury gehören Wissenschaftler, Bildungsforscher, Lehrer und Wirtschaftsvertreter an. Aus allen Bewerbungen werden bis zu 20 Kooperationsprojekte zu einer persönlichen Vorstellung vor der Jury nach Berlin eingeladen. Auf Basis der Präsentation und schriftlichen Bewerbung werden bis zu 10 Projekte für den Preis nominiert. Vertreter dieser 10 Projekte reisen nach Berlin und nehmen an der Festveranstaltung teil.
Vorsitzende:
  • Professor Dr. Christine Silberhorn, Universität Paderborn, Leibniz-Preisträgerin 2011

Mitglieder:

  • Arnold a Campo, Schulleiter a.D. des Gymnasiums Hohenlimburg, Ehrenvorsitzender des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V., Hagen
  • Professor Dr. Manfred Euler, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften, Kiel
  • Professor Dr. Rainer Hedrich, Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften, Universität Würzburg
  • Dr. Brigitte Heink, Schulleiterin a.D. der Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig, Trägerin des Klaus-von-Klitzing-Preises 2006
  • Professor Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • Dr. Wolfgang Plischke, Vorstand der Bayer AG
  • Dr. Alexander Urban, Geschäftsführer der Heidehofstiftung

 

Unser Verständnis guter Praxis in Kooperationsprojekten zwischen Forschung und Schule gründet sich auf sechs zentrale Kriterien: Verständnis und Begeisterung der Schüler für naturwissenschaftlich-technische Forschung, Authentizität und Eigenständigkeit der Schülerarbeit, Originalität und innovativer Anspruch des Projekts, Qualität der Kooperation zwischen Schule und Wissenschaft, Beitrag zur Weiterentwicklung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts, Nachhaltigkeit des Projekts.

Verständnis und Begeisterung für naturwissenschaftliche Forschung
Die Schüler lernen Wissenschaft in einer authentischen Umgebung kennen. Sie haben die Gelegenheit, Wissenschaftler in ihrem Arbeitsumfeld zu erleben und mit diesen in regelmäßigen Kontakt zu treten, denn Begeisterung können am besten diejenigen vermitteln, die diese selbst empfinden. Die Schüler lernen Wissenschaft als Prozeß kennen, in dem sie die wesentlichen Prinzipien der Wissenschaft von der Fragestellung über die Hypothesenbildung und das Experiment bis zur Diskussion der Ergebnisse selbst erfahren.

Authentizität und Eigenständigkeit der Schülerarbeit
Die Schüler arbeiten und experimentieren so eigenständig wie möglich an einer authentischen Fragestellung. Im Idealfall sind sie bereits an der Ausarbeitung der Fragestellung beteiligt und bearbeiten ein Thema, das einen engen Bezug zur aktuelle Forschung der beteiligten Wissenschaftler aufweist. Die Tätigkeit der Schüler im Projekt kommt natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Forschungsrealität möglichst nah.

Originalität und innovativer Anspruch des Projekts
Lehrer und Wissenschaftler haben einen originellen Ansatz entwickelt und umgesetzt, um Schüler für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Ihr Projekt ist beispielhaft für die Kooperation zwischen Schule und Forschung und zeigt neue Wege in der Vermittlung von Naturwissenschaft und Technik auf. Das Projekt verfolgt einen eigenen, innovativen Ansatz oder entwickelt bekannte Kooperationsformen entscheidend weiter.

Qualität der Kooperation zwischen Schule und Wissenschaft
Wir zeichnen Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen aus, denen es gelingt, die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen von Lehrern und Wissenschaftlern produktiv für Projekte mit Schülern zu nutzen. Lehrer und Wissenschaftler bringen ihre spezifische Expertise gleichermaßen ein und engagieren sich gemeinsam bei der Planung, Durchführung und Evaluierung des Projekts.

Impulse für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht
Die Schüler lernen Inhalte und Methoden kennen, die über das hinausgehen, was sie üblicherweise im Unterricht erleben. Originelle Fragestellungen und ergebnisoffene Herangehensweisen öffnen den Schülern Türen zur Wissenschaft. Sie machen dabei Erfahrungen und erwerben Fähigkeiten, die sie für eine weitere Beschäftigung mit Naturwissenschaften und Technik motivieren und qualifizieren. Das Projekt ergänzt den Unterricht und erzeugt Freiräume für Lehrer, neue Themen, Herangehensweisen und Arbeitsmethoden in Naturwissenschaften und Technik kennenzulernen und zu erproben. Damit setzt es Impulse für eine Weiterentwicklung des Unterrichts.

Nachhaltigkeit des Projekts
Das Projekt wird durch die Leitungsebene der beteiligten Einrichtungen unterstützt, die sicherstellt, dass die Aktivitäten weitergeführt werden, auch wenn einzelne Akteure wechseln. Die Projektbeteiligten konnten bereits zeigen, dass das Projekt durchführbar ist. Zeit- und Arbeitsplan sind so definiert, dass eine Zukunftsperspektive für das Projekt und die Nutzung der Projektergebnisse über das Projektende hinaus deutlich wird.