Transparenzprobleme auf allen Seiten: Bilanz eines Forschungsprojekts zur Einbindung islamischer Vereine
Stuttgart, 18. April 2008 – Der Islam spielt in Deutschland eine immer größere Rolle – doch die Möglichkeiten, islamische Vereinigungen in das kommunale Leben einzubinden, bleiben bislang vielfach ungenutzt. Dies ist die Bilanz des zweijährigen Forschungsprojekts „Gesellschaft gemeinsam gestalten – Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg“, das die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung durchgeführt hat.
„Transparenzprobleme auf allen Seiten“ als Haupthindernis des Dialogs, so lautet der erste und zentrale Befund. Zu den weiteren elf Ergebnissen der Studie zählen: dass die Aktivierung islamischer Vereine von außen vielfach entscheidend ist für ihre Öffnung; dass Moscheebauten oft in Gewerbe¬gebiete verwiesen und so Chancen zur Verständigung vertan werden; oder dass eine breite Mehrheit der Muslime für eine Imamausbildung in Deutschland plädiert.
Erstmals wurde in Baden-Württemberg der Dialog zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen erkundet und wissenschaftlich ausgewertet. Zwischen Februar 2006 und März 2008 wurden dazu rund 200 muslimische, kommunale und kirchliche Verantwortungsträger befragt. Dabei ging es u.a. um Bedingungen und Hindernisse für den Dialog, um Öffentlich-keitsarbeit, islamischen Religionsunterricht und die Rolle der Imame. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildeten 61 Leitfadeninterviews in acht ausgewählten Kommunen. Darüber hinaus wurde umfangreiches Material ausgewertet. Auf diese Weise entstand zum einen ein umfassendes Bild der Strukturen, Aktivitäten und Positionen islamischer Vereine, die in der Öffentlichkeit meist wenig bekannt sind. Zum anderen ergaben sich Einblicke in das Dialogverhalten kommunaler und kirchlicher Einrichtungen.
Ziel des Projekts war es, eine neue Grundlage für die Zusammenarbeit von Kommunen, Kirchen und Moscheevereinen zu schaffen. Dazu dienen eine CD-Rom mit Landkarten und Adressen, ein Handbuch, das im September im Nomos-Verlag erscheint, sowie eine Tagung am 23./24. April 2008 in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
„Transparenzprobleme auf allen Seiten“ als Haupthindernis des Dialogs, so lautet der erste und zentrale Befund. Zu den weiteren elf Ergebnissen der Studie zählen: dass die Aktivierung islamischer Vereine von außen vielfach entscheidend ist für ihre Öffnung; dass Moscheebauten oft in Gewerbe¬gebiete verwiesen und so Chancen zur Verständigung vertan werden; oder dass eine breite Mehrheit der Muslime für eine Imamausbildung in Deutschland plädiert.
Erstmals wurde in Baden-Württemberg der Dialog zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen erkundet und wissenschaftlich ausgewertet. Zwischen Februar 2006 und März 2008 wurden dazu rund 200 muslimische, kommunale und kirchliche Verantwortungsträger befragt. Dabei ging es u.a. um Bedingungen und Hindernisse für den Dialog, um Öffentlich-keitsarbeit, islamischen Religionsunterricht und die Rolle der Imame. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildeten 61 Leitfadeninterviews in acht ausgewählten Kommunen. Darüber hinaus wurde umfangreiches Material ausgewertet. Auf diese Weise entstand zum einen ein umfassendes Bild der Strukturen, Aktivitäten und Positionen islamischer Vereine, die in der Öffentlichkeit meist wenig bekannt sind. Zum anderen ergaben sich Einblicke in das Dialogverhalten kommunaler und kirchlicher Einrichtungen.
Ziel des Projekts war es, eine neue Grundlage für die Zusammenarbeit von Kommunen, Kirchen und Moscheevereinen zu schaffen. Dazu dienen eine CD-Rom mit Landkarten und Adressen, ein Handbuch, das im September im Nomos-Verlag erscheint, sowie eine Tagung am 23./24. April 2008 in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Pressekontakt
Susanne Staerk
Pressereferentin / Kommunikation
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstraße 31
70184 Stuttgart
Telefon 0711 460 84-29
Telefax 0711 460 84-10 29
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