Denkwerk

Wie normal ist die Norm? Eine Untersuchung zum Verhältnis von sprachpflegerischem Normpostulat und Normbewusstheit der Sprachgemeinschaft

Koordinatorin: Frau Dr. Mathilde Hennig, Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften, Universität Kassel

Was ist eigentlich „richtiges Deutsch“? Wer oder was ist die Instanz, die sprachliche Normen festlegt? Wie wird begründet, was richtig und was falsch ist? Anhand des Bestsellers „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ beschäftigt sich dieses Kooperationsprojekt von Wissenschaft und Schule mit dem Umgang mit sprachlichen Normen in der Gesellschaft. Ziel ist, die teilnehmenden Schüler im kritischen Umgang mit Texten zu schulen und ihnen ein Bewusstsein für die soziale Dimension von Sprache zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden die Schüler mit sprach- und sozialwissenschaftlichen Methoden, wie der Sprachgebrauchsanalyse oder Interviewbefragung, vertraut gemacht. Dieses wissenschaftliche Handwerkszeug soll den Schülern nicht nur helfen, Sprache, wie sie in ihrer alltäglichen Lebenswelt erfahrbar ist, kritisch zu reflektieren, sondern auch eine fundierte Entscheidung hinsichtlich ihrer späteren Studienwahl treffen. Das Projekt „Wie normal ist die Norm?“ versteht sich somit als modellhafte Ergänzung zum schulischen Deutschunterricht.

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