Ivette Löcker:
Marina und Sascha, Kohleschiffer
Das Eis auf dem Baikalsee ist geschmolzen. Marina und Sascha packen ihre Sachen und verlassen ihr Winterhaus. "Auf die Schifffahrtssaison wartest du wie auf Gott", sagt Sascha. Marina fügt hinzu: "Das bedeutet Arbeit, Geld verdienen und weiterleben." Seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar und leben als Kohleschiffer am Baikalsee.
Ich habe Marina und Sascha auf meiner Recherchereise in Sibirien kennen gelernt. Auf dem Lastkahn Nr. 1315 transportieren sie Kohle von Port Baikal nach Ust-Barguzin. Das halbe Jahr verbringen sie zu zweit auf dem Schiff – "wie auf einer Insel", losgelöst von der russischen Wirklichkeit an Land. Sie genießen die Schönheiten des Baikalsees, die Freiheit auf See und sehnen sich doch nach einem normalen Leben. Denn wie lange sie diese Arbeit noch machen werden, wissen sie nicht. Die Aufträge für Kohle werden immer weniger.
Marina und Sascha suchen auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten nach dem Glück. Das ist es, was ich an vielen Menschen in Russland bewundere: Selbst unter schwierigen Lebensbedingungen erhalten sie sich ihre Kraft und ihren Lebensmut.
Am Ende der Saison stellt sich heraus, dass es ihre letzte ist. Der Film über die beiden ist so zum Porträt einer verschwindenden Lebensweise geworden.
Das Eis auf dem Baikalsee ist geschmolzen. Marina und Sascha packen ihre Sachen und verlassen ihr Winterhaus. "Auf die Schifffahrtssaison wartest du wie auf Gott", sagt Sascha. Marina fügt hinzu: "Das bedeutet Arbeit, Geld verdienen und weiterleben." Seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar und leben als Kohleschiffer am Baikalsee.
Ich habe Marina und Sascha auf meiner Recherchereise in Sibirien kennen gelernt. Auf dem Lastkahn Nr. 1315 transportieren sie Kohle von Port Baikal nach Ust-Barguzin. Das halbe Jahr verbringen sie zu zweit auf dem Schiff – "wie auf einer Insel", losgelöst von der russischen Wirklichkeit an Land. Sie genießen die Schönheiten des Baikalsees, die Freiheit auf See und sehnen sich doch nach einem normalen Leben. Denn wie lange sie diese Arbeit noch machen werden, wissen sie nicht. Die Aufträge für Kohle werden immer weniger.
Marina und Sascha suchen auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten nach dem Glück. Das ist es, was ich an vielen Menschen in Russland bewundere: Selbst unter schwierigen Lebensbedingungen erhalten sie sich ihre Kraft und ihren Lebensmut.
Am Ende der Saison stellt sich heraus, dass es ihre letzte ist. Der Film über die beiden ist so zum Porträt einer verschwindenden Lebensweise geworden.
Regie, Produktion: Ivette Löcker
Länge: 32 min. 30 sek.
Farbe, Russisch mit UT (dt/engl)
Produktionsjahr: 2008
gefördert von: Robert Bosch Stiftung, if - innovative film austria, Land Salzburg Kultur