Kunst-Stück – Robert Bosch Stiftung fördert kreative Partnerschaften zwischen Grundschulen, Kindergärten und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg

Stuttgart – 27. November 2007 – Die ästhetische Bildung soll in Baden-Württemberg zukünftig keine Ausnahme mehr sein: Mit ihrer Initiative „Kunst-Stück“ fördert die Robert Bosch Stiftung erstmalig Kreativität in Kindergarten und Grund-
schule. Das Land Baden-Württemberg mit seiner Aus-, Fort- und Weiterbildungs-
einrichtung für ästhetische Bildung, der Akademie Schloss Rotenfels, unterstützt das Vorhaben. 36 Kooperationsprojekte zwischen Bildungs- und Kultur-
einrichtungen werden für zwei Jahre mit durchschnittlich 15.000 Euro gefördert. Am 30. November findet in der Staatsgalerie Stuttgart die Auftaktveranstaltung statt.

Kreativität ist der Schlüssel für individuelle und gesellschaftliche Innovation.
Die Förderung von Kreativität findet bislang in der gegenwärtigen Unterrichtskultur
und bei den Bildungsangeboten der Vorschuleinrichtungen zu wenig Beachtung. Besonders geeignet für die Vermittlung kreativer Fähigkeiten ist die ästhetische Bildung. Mit dem Programm „Kunst-Stück“ sollen Kreativität und ästhetische Bildung selbstverständlich im pädagogischen Alltag verankert und Bestandteil
des Curriculums in Schule und Kindergarten werden. Pädagogen werden für diese Aufgabe motiviert und bekommen professionelle Partner, d.h. Künstler und Vertretern der anderen kreativen Berufszweige wie Architekten, Wissenschaftler, (Kunst)Handwerker, Designer etc., als Impulsgeber und Kompetenzvermittler zur Seite gestellt. Es sollen Schulen und Kindergärten mit künstlerischem Profil entstehen.

Vieles ist möglich – alle Kunstsparten sind in den ausgewählten Projekten vertreten: Mit Schauspielern und Regisseuren erarbeiten die Kinder Theater-
stücke, zwei der Projekte bieten schon Kindern unter drei Jahren elementare Erfahrungen in Musik, Rhythmus und Bewegung. Schüler werden zu Baumeistern und entwerfen auf dem Freigelände ihrer Schule ein Dorf mit Lernstationen, erlernen Handwerkstechniken und arbeiten wie Zimmerer und Bildhauer.

„Kreativität ist dort von besonderer Bedeutung, wo Menschen mit dem Entdecken neuer Lösungen, dem Umgang mit kulturellen Errungenschaften befasst sind. Als persönliche Fähigkeit trägt sie entscheidend dazu bei, das eigene Leben erfolg-
reich zu gestalten“, erläutert Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. „Im Kindesalter verfügt der Mensch über ein deutlich höheres Maß an Kreativität als später. Der pädagogische Alltag sollte dies fördern und bereits
in der vorschulischen Bildung Anreize für Kreativität schaffen.“

Die Kooperation mit der Akademie Schloss Rotenfels sei dabei ein Glücksfall,
so Hamm weiter. Zweimal im Jahr werden Lehrer, Erzieher und Künstler gemeinsam fortgebildet. Denn solche Kooperationen sind neu und stellen eine Herausforderung dar. Künstler lernen altersgerechte Angebote zu machen, mit Konflikten umzugehen während die Pädagogen künstlerische Wege erproben,
um den Kindern etwas zu vermitteln.

Kontakt

Susanne Staerk
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