Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen
Bundesweit bleiben ca. 8 Prozent eines Altersjahrgangs ohne Schulabschluss. Diese Jugendlichen gelten als nicht ausbildungsreif, ausbildungsunwillig oder schulmüde. Es entsteht eine „Ausbildungslosigkeit“, die erhebliche persönliche und soziale Belastungen sowie volkswirtschaftliche Kosten verursacht. Viele dieser Jugendlichen werden ihren Lebensunterhalt nicht allein bestreiten können und auf Dauer auf Hilfe staatlicher Sozialsysteme angewiesen sein. Leistungspotenziale der Jugendlichen bleiben ungenutzt.
Unter dem sich verschärfenden Wettbewerb um Ausbildungs- und Arbeitsplätze haben vor allem Jugendliche mit einem schwachen oder keinem Hauptschulabschluss kaum eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. 17 Prozent der 20- bis 29jährigen haben keinen Ausbildungsabschluss.
Dem Problem wird auf sehr unterschiedliche Weise begegnet, so dass von einem kostenintensiven, wenig erfolgversprechenden „Maßnahmendschungel“ gesprochen werden kann.
Auf der anderen Seite gibt es im Sozial- und Gesundheitsdienstleistungsbereich einen großen Bedarf an Hilfstätigkeiten wie z.B. Hol- und Bringedienste, Begleithilfen für Arztbesuche, Einkaufstätigkeiten, Anwesenheitsdienste etc., die heute entweder gar nicht oder von überqualifiziertem Personal erbracht werden.
Gerade für ältere Menschen sind solche Dienstleistungen von großem Interesse. Angesichts der Veränderungen in der Altersstruktur unserer Gesellschaft wird der Bedarf zunehmen.
Synopse zu Service-, Assistenz- und Präsenzberufen in der Erziehung, Pflege und Betreuung
Eine in unserem Auftrag von Prof. Klie, Evangelische Fachhochschule Freiburg, Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung, erstellte Synopse zu bereits bestehenden Qualifizierungsangeboten für Service-, Assistenz- und Präsenzberufe im Gesundheitswesen ergab, dass es über 900 solcher Angebote gibt, die sich an alle Altersgruppen richten und in Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsdauer und -umfang sowie Kosten stark variieren.
Die aktuellen Qualifikationsangebote berücksichtigen nach Aussage von Prof. Klie weder in ausreichendem Maße den Bedarf und die Bedingungen des Arbeitsmarktes noch die Bedürfnisse der Jugendlichen.
Unter dem sich verschärfenden Wettbewerb um Ausbildungs- und Arbeitsplätze haben vor allem Jugendliche mit einem schwachen oder keinem Hauptschulabschluss kaum eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. 17 Prozent der 20- bis 29jährigen haben keinen Ausbildungsabschluss.
Dem Problem wird auf sehr unterschiedliche Weise begegnet, so dass von einem kostenintensiven, wenig erfolgversprechenden „Maßnahmendschungel“ gesprochen werden kann.
Auf der anderen Seite gibt es im Sozial- und Gesundheitsdienstleistungsbereich einen großen Bedarf an Hilfstätigkeiten wie z.B. Hol- und Bringedienste, Begleithilfen für Arztbesuche, Einkaufstätigkeiten, Anwesenheitsdienste etc., die heute entweder gar nicht oder von überqualifiziertem Personal erbracht werden.
Gerade für ältere Menschen sind solche Dienstleistungen von großem Interesse. Angesichts der Veränderungen in der Altersstruktur unserer Gesellschaft wird der Bedarf zunehmen.
Synopse zu Service-, Assistenz- und Präsenzberufen in der Erziehung, Pflege und Betreuung
Eine in unserem Auftrag von Prof. Klie, Evangelische Fachhochschule Freiburg, Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung, erstellte Synopse zu bereits bestehenden Qualifizierungsangeboten für Service-, Assistenz- und Präsenzberufe im Gesundheitswesen ergab, dass es über 900 solcher Angebote gibt, die sich an alle Altersgruppen richten und in Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsdauer und -umfang sowie Kosten stark variieren.
Die aktuellen Qualifikationsangebote berücksichtigen nach Aussage von Prof. Klie weder in ausreichendem Maße den Bedarf und die Bedingungen des Arbeitsmarktes noch die Bedürfnisse der Jugendlichen.
Weitere Informationen
Die Robert Bosch Stiftung hat in enger Abstimmung mit zehn Trägern der Krankenpflege und der Alten- und Behindertenhilfe das Ausbildungsangebot „Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen“ für Hauptschulabsolventen entwickelt, die u.a. aufgrund ihrer schlechten Zeugnisse Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche haben.
Durch das Modellprojekt werden sie dafür qualifiziert, in Krankenhäusern, Altenheimen und Behindertenhilfeeinrichtungen das Serviceangebot zu verbessern und den Alltag der Bewohner und Patienten angenehmer zu gestalten.
Das Modellprojekt geht damit auf zwei Bedarfe ein: Die Jugendlichen benötigen eine auf sie zugeschnittene Ausbildung, bei der Sozialkompetenz mehr zählt als Schulnoten; die Träger im Sozial- und Gesundheitswesen wünschen sich eine spürbare Entlastung der Fachkräfte und eine Qualitätsverbesserung der Dienstleistungen in ihren Einrichtungen.
Ziel ist, den scheinbar chancenlosen Jugendlichen eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen. In der einjährigen Ausbildung werden sowohl praktische als auch theoretische Grundlagen geschult. Nach erfolgreichem Abschluss garantieren die Arbeitgeber eine mindestens einjährige Anstellung, um den Jugendlichen im ersten Arbeitsmarkt ein Leben ohne staatliche Hilfe zu ermöglichen.
Die über viele Jahre gesammelten Erfahrungen der Stiftung im Gesundheitswesen, die aktive Mitgestaltung der beruflichen Qualifizierung in Pflege, Medizin und Sozialberufen und die dabei entstandenen Partnerschaften und Kooperationsverbünde sind gute Voraussetzungen, die Entwicklung und Umsetzung eines Ausbildungsangebotes für „Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen“ erfolgreich realisieren und evaluieren zu können.
Durch das Modellprojekt werden sie dafür qualifiziert, in Krankenhäusern, Altenheimen und Behindertenhilfeeinrichtungen das Serviceangebot zu verbessern und den Alltag der Bewohner und Patienten angenehmer zu gestalten.
Das Modellprojekt geht damit auf zwei Bedarfe ein: Die Jugendlichen benötigen eine auf sie zugeschnittene Ausbildung, bei der Sozialkompetenz mehr zählt als Schulnoten; die Träger im Sozial- und Gesundheitswesen wünschen sich eine spürbare Entlastung der Fachkräfte und eine Qualitätsverbesserung der Dienstleistungen in ihren Einrichtungen.
Ziel ist, den scheinbar chancenlosen Jugendlichen eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen. In der einjährigen Ausbildung werden sowohl praktische als auch theoretische Grundlagen geschult. Nach erfolgreichem Abschluss garantieren die Arbeitgeber eine mindestens einjährige Anstellung, um den Jugendlichen im ersten Arbeitsmarkt ein Leben ohne staatliche Hilfe zu ermöglichen.
Die über viele Jahre gesammelten Erfahrungen der Stiftung im Gesundheitswesen, die aktive Mitgestaltung der beruflichen Qualifizierung in Pflege, Medizin und Sozialberufen und die dabei entstandenen Partnerschaften und Kooperationsverbünde sind gute Voraussetzungen, die Entwicklung und Umsetzung eines Ausbildungsangebotes für „Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen“ erfolgreich realisieren und evaluieren zu können.