„Standort Baden-Württemberg - Demographie und Zukunftsfähigkeit“
Gemeinsamer Kongress des Staatsministeriums und der Robert Bosch Stiftung
Stuttgart - 22. November 2007
Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Staatsrätin Prof. Dr. Claudia Hübner: Demographische Gesamtstrategie für Baden-Württemberg - Weichen für die Zukunft müssen jetzt gestellt werden Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie „Der demographische Wandel ist die zentrale Herausforderung für Deutschland, Baden-Württemberg und für uns alle am Beginn des neuen Jahrtausends.
Die Weichen für die Zukunft müssen jetzt gestellt werden“, erklärten Minister-
präsident Günther H. Oettinger und die Staatsrätin für Demographischen Wandel und für Senioren, Prof. Dr. Claudia Hübner, am Donnerstag (22. November 2007) anlässlich des Kongresses „Standort Baden-Württemberg: Demographie und Zukunftsfähigkeit“ in Stuttgart. Die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung,
Dr. Ingrid Hamm, sagte: „Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie.“
Der Kongress ist eine gemeinsame Initiative des Staatsministeriums und der Robert Bosch Stiftung. Namhafte Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren über Handlungsansätze und Lösungskonzepte für den Umgang mit dem demographischen Wandel. Referenten des Kongresses sind unter anderem aus der Politik Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Lothar Späth, Prof. Dr. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., die Ministerin für Familie, Integration und Chancengleichheit des Großherzogtums Luxemburg Marie-Josée Jacobs und der Oberbürgermeister von Ulm, Ivo Gönner, Präsident des Städtetags Baden-Württemberg. Aus der Wissenschaft Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor MEA Universität Mannheim und Prof. Dr. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg. Aus der Wirtschaft Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt, Deutsche Bank AG, Peter Schneider, Präsident Sparkassenverband Baden-Württemberg, Günther Fleig, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin Hewlett-Packard GmbH und Dr. Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender, Celesio AG.
Ziel: generationengerechtes Baden-Württemberg
Ministerpräsident Oettinger erklärte in seinem Grundsatzreferat, Baden-Württemberg sei demographisch im Ländervergleich noch begünstigt. Fachkräftemangel, sinkende Geburtenzahlen und nachlassende Zuwanderung würden den demographischen Wandel aber auch im Land spürbar machen. Eine erfolgreiche Bewältigung der demographischen Entwicklung verlange Antworten von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel sei ein demographiefestes und generationengerechtes Baden-Württemberg, betonte der Ministerpräsident. „Wir benötigen Strategien zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft, aber auch Strategien, wie wir die demographische Entwicklung im Land beeinflussen können. Durch die Fortsetzung der konsequenten Haushaltskonsolidierung schaffen wir Spielräume für die öffentliche Hand und mildern gleichzeitig die Belastung für nachfolgende Generationen ab“, sagte Oettinger.
Stuttgart - 22. November 2007
Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Staatsrätin Prof. Dr. Claudia Hübner: Demographische Gesamtstrategie für Baden-Württemberg - Weichen für die Zukunft müssen jetzt gestellt werden Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie „Der demographische Wandel ist die zentrale Herausforderung für Deutschland, Baden-Württemberg und für uns alle am Beginn des neuen Jahrtausends.
Die Weichen für die Zukunft müssen jetzt gestellt werden“, erklärten Minister-
präsident Günther H. Oettinger und die Staatsrätin für Demographischen Wandel und für Senioren, Prof. Dr. Claudia Hübner, am Donnerstag (22. November 2007) anlässlich des Kongresses „Standort Baden-Württemberg: Demographie und Zukunftsfähigkeit“ in Stuttgart. Die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung,
Dr. Ingrid Hamm, sagte: „Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie.“
Der Kongress ist eine gemeinsame Initiative des Staatsministeriums und der Robert Bosch Stiftung. Namhafte Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren über Handlungsansätze und Lösungskonzepte für den Umgang mit dem demographischen Wandel. Referenten des Kongresses sind unter anderem aus der Politik Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Lothar Späth, Prof. Dr. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., die Ministerin für Familie, Integration und Chancengleichheit des Großherzogtums Luxemburg Marie-Josée Jacobs und der Oberbürgermeister von Ulm, Ivo Gönner, Präsident des Städtetags Baden-Württemberg. Aus der Wissenschaft Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor MEA Universität Mannheim und Prof. Dr. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg. Aus der Wirtschaft Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt, Deutsche Bank AG, Peter Schneider, Präsident Sparkassenverband Baden-Württemberg, Günther Fleig, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin Hewlett-Packard GmbH und Dr. Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender, Celesio AG.
Ziel: generationengerechtes Baden-Württemberg
Ministerpräsident Oettinger erklärte in seinem Grundsatzreferat, Baden-Württemberg sei demographisch im Ländervergleich noch begünstigt. Fachkräftemangel, sinkende Geburtenzahlen und nachlassende Zuwanderung würden den demographischen Wandel aber auch im Land spürbar machen. Eine erfolgreiche Bewältigung der demographischen Entwicklung verlange Antworten von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel sei ein demographiefestes und generationengerechtes Baden-Württemberg, betonte der Ministerpräsident. „Wir benötigen Strategien zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft, aber auch Strategien, wie wir die demographische Entwicklung im Land beeinflussen können. Durch die Fortsetzung der konsequenten Haushaltskonsolidierung schaffen wir Spielräume für die öffentliche Hand und mildern gleichzeitig die Belastung für nachfolgende Generationen ab“, sagte Oettinger.
Weitere Informationen
Studie zur erfolgreichen Bewältigung des demographischen Wandels
Dr. Ingrid Hamm verwies auf die von der Robert Bosch Stiftung bei Roland Berger Strategy Consultants in Auftrag gegebene Studie. Danach gehen bis zum Jahr 2050 eine Million Einwohner verloren – ein Rückgang um 9,3 Prozent von 10,7 Millionen auf 9,7 Millionen. Das Durchschnittsalter der Baden-Württemberger steigt von heute fast 42 Jahre bis zum Jahr 2050 auf fast 50 Jahre an. Das Angebot an Arbeitskräften nimmt bereits ab 2015 ab und wird im Jahr 2030 bereits um 765.000 Personen niedriger ausfallen als in 2006. Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter nimmt bereits jetzt ab, in den allgemein bildenden Schulen dürfte bis 2025 im Vergleich zu heute fast jede vierte Schulbank leer bleiben. „Alarmierend sind die unterdurchschnittlichen Abiturraten von Migranten, die mit 3,8 Prozent weit unter dem deutschen Mittelwert von über zehn Prozent liegen“, sagte Dr. Ingrid Hamm. „Während Baden-Württemberg sein Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als verdoppeln konnte, wird sich diese Wachstumsrate in den nächsten vierzig Jahren ohne entschlossene Maßnahmen zur Stärkung von Familien, Sicherung einer dauerhaften Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte und ohne Erhöhung der Erwerbstätigenquote in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern fast halbieren. Klar ist also, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie“, betonte Dr. Ingrid Hamm.
„Die Analyse der demographischen Entwicklung ist gemacht. Nun geht es darum, konkrete Handlungsansätze zu entwickeln und die vorhandenen voranzutreiben. Ich bin überzeugt, dass Baden-Württemberg alle Voraussetzungen dafür hat, die notwendigen Antworten auf den demographischen Wandel zu finden“, erklärte Staatsrätin Claudia Hübner. Das Statistische Landesamt habe detailliertes Datenmaterial über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung erarbeitet und die Landesregierung könne zudem auf den Rat von führenden Demographie-Experten aus Baden-Württemberg zurückgreifen, betonte die Staatsrätin. Zudem sei gerade eine schrumpfende und alternde Bevölkerung im besonderen Maß auf eine innovative und produktive Wirtschaft angewiesen, wie dies am Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gegeben sei, erklärte Hübner. „Nicht zuletzt sind die Menschen im Land in vorbildlicher Weise engagiert. Baden-Württemberg ist ‘Mitmachland Nr.1.’ Diese vorbildliche Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement ist ein wichtiges Fundament zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen“, sagte Staatsrätin Prof. Dr. Claudia Hübner.
Dr. Ingrid Hamm verwies auf die von der Robert Bosch Stiftung bei Roland Berger Strategy Consultants in Auftrag gegebene Studie. Danach gehen bis zum Jahr 2050 eine Million Einwohner verloren – ein Rückgang um 9,3 Prozent von 10,7 Millionen auf 9,7 Millionen. Das Durchschnittsalter der Baden-Württemberger steigt von heute fast 42 Jahre bis zum Jahr 2050 auf fast 50 Jahre an. Das Angebot an Arbeitskräften nimmt bereits ab 2015 ab und wird im Jahr 2030 bereits um 765.000 Personen niedriger ausfallen als in 2006. Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter nimmt bereits jetzt ab, in den allgemein bildenden Schulen dürfte bis 2025 im Vergleich zu heute fast jede vierte Schulbank leer bleiben. „Alarmierend sind die unterdurchschnittlichen Abiturraten von Migranten, die mit 3,8 Prozent weit unter dem deutschen Mittelwert von über zehn Prozent liegen“, sagte Dr. Ingrid Hamm. „Während Baden-Württemberg sein Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als verdoppeln konnte, wird sich diese Wachstumsrate in den nächsten vierzig Jahren ohne entschlossene Maßnahmen zur Stärkung von Familien, Sicherung einer dauerhaften Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte und ohne Erhöhung der Erwerbstätigenquote in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern fast halbieren. Klar ist also, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie“, betonte Dr. Ingrid Hamm.
„Die Analyse der demographischen Entwicklung ist gemacht. Nun geht es darum, konkrete Handlungsansätze zu entwickeln und die vorhandenen voranzutreiben. Ich bin überzeugt, dass Baden-Württemberg alle Voraussetzungen dafür hat, die notwendigen Antworten auf den demographischen Wandel zu finden“, erklärte Staatsrätin Claudia Hübner. Das Statistische Landesamt habe detailliertes Datenmaterial über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung erarbeitet und die Landesregierung könne zudem auf den Rat von führenden Demographie-Experten aus Baden-Württemberg zurückgreifen, betonte die Staatsrätin. Zudem sei gerade eine schrumpfende und alternde Bevölkerung im besonderen Maß auf eine innovative und produktive Wirtschaft angewiesen, wie dies am Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gegeben sei, erklärte Hübner. „Nicht zuletzt sind die Menschen im Land in vorbildlicher Weise engagiert. Baden-Württemberg ist ‘Mitmachland Nr.1.’ Diese vorbildliche Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement ist ein wichtiges Fundament zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen“, sagte Staatsrätin Prof. Dr. Claudia Hübner.