Komplementärmedizin – Geschichte der Homöopathie
Der Qualität und Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen kommt in der Diskussion um die Wirksamkeit von komplementärmedizinischen Heilverfahren eine zentrale Rolle zu. Die Förderung einzelner Vorhaben in diesem Bereich konzentriert sich auf die Suche nach geeigneten Studienmethoden zur Wirksamkeit von Behandlungsverfahren, die von Schul- und Komplementärmedizin gleichermaßen anerkannt werden. Der Hauptteil der Förderung aber fließt in Projekte am stiftungseigenen Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM).
Die Stiftung hat seit 1980 rund 2 Millionen Euro dem IGM für die Projektförderung zur Verfügung gestellt. Das Institut ist das einzige außeruniversitäre medizinhistorische Forschungsinstitut in Deutschland. 1980 gegründet, ist die Geschichte der Homöopathie heute ein wichtiger Schwerpunkt, das Spektrum wurde zudem auf die Sozialgeschichte der Medizin und die Pflegegeschichte ausgeweitet. Das Forschungsinstitut gibt eine eigene medizinhistorische Zeitschrift (Medizin, Gesellschaft und Geschichte) heraus und veröffentlicht Forschungsergebnisse in mehreren eigenen Publikationsreihen.
Mit fünf hauptamtlichen Wissenschaftlern ist es eines der größten medizinhistorischen Institute in Deutschland und kann auf eine umfangreiche Forschungstätigkeit verweisen, die international große Beachtung findet.