Uralwerkstatt – Identitäten zwischen Europa und Asien, Orenburg/Russische Föderation

Projektleitung: Thomas Milde, Lektor in Orenburg 2008-2010; Yvonne Bollow, Lektorin in Jekaterinburg 2008-2010; Reiner Quirin, Lektor in Perm 2008-2010; Rosanna Dom, Lektorin in Ischewsk 2008-2009; alle Russische Föderation

Die Grundidee des Projekts lag in der Vernetzung der Lektoratsorte im Ural. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Begriff Ural von staatlicher und wirtschaftlicher Seite als Marke genutzt wird, entwickelte sich die Frage, was der Ural als Grenzgebirge zwischen Europa und Asien für die Identität der Bewohner bedeutet. Interessant erschien hierbei der Vergleich zwischen den Lektoratsorten Perm, Jekaterinburg, Ischewsk und Orenburg.

Der Kern der Uralwerkstatt bestand darin, dass die Studierenden dieser Problemstellung an ihren Heimatuniversitäten ein Semester lang nachgingen. Die Themen der Gruppen waren "Identitäten an der Grenze zwischen Europa und Asien" (Orenburg), "Leben im multiethnischen Raum" (Ischewsk), "Ural – bewundernswerte und schützenswerte Heimat?" (Perm) und die Frage "Wer ist hier die Hauptstadt?" (Jekaterinburg). Die Teilnehmer setzten eigene Schwerpunkte und erarbeiteten schließlich Workshops für zwei Doppelstunden, die sie während der Werkstatt auch selbst durchführten.

Insbesondere sollte den Studierenden im Rahmen der Uralwerkstatt kognitive und soziale Kompetenzen vermittelt werden. Dazu gehören das Kennenlernen von Identitätskonzepten, die Fähigkeit, Identitäten zu de- und rekonstruieren, sowie die Förderung von Meinungsbildung und Selbsteinschätzung auf Basis von Multiperspektivität. Daneben war die Förderung von Teamkompetenz ein wichtiges soziales Ziel. Zusätzlich erweiterten die Studierenden ihre methodischen Fähigkeiten und lernten ihre Arbeitstechniken und ihr Wissen zu organisieren.

Weitere Informationen

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